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Spielbesprechung BanditoHaltet den Dieb - doch wer was es noch gleich? |
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Achtung, Banküberfall! Alle wollen die Spießgesellen dingfest machen, die sich mit den Ersparnissen über die Berge gemacht haben. Dumm nur, dass sich die gemeinen Cowboys - unter denen sich die Gesuchten verstecken - alle so verflucht ähnlich sehen. So müssen wir alle Verdächtigen genau unter die Lupe nehmen, um die Mitglieder der Diebesbande mittels Steckbriefen zu überführen. Die Portraits der potenziell Verdächtigen finden sich auf 24 runden Pappchips, die jeweils beidseitig mit einem Kopf bedruckt sind. Insgesamt kommt jeder Kopf zweimal vor. Die Köpfe sind sich recht ähnlich; wenn man aber genau hinschaut - und das sollte der ambitionierte Hilfssheriffanwärter - unterscheiden sie sich in sechs Merkmalen (z.B. blaues oder rotes Halstuch, mit oder ohne Bart, blonde oder schwarze Haare usw.).
Am Anfang der Runde wird einer der Chips unbesehen in den Steckbriefvordruck gesteckt, in dem passender Weise ein passend großes Loch vorgesehen ist. Und dann geht die wilde Sucherei unter den verbleibenden 23 Chips los: Jeder Spieler darf nun mit einer Hand fleißig Chips umdrehen, wenn er auf der Vorderseite den passenden Kopf nicht findet. Der Fündige heftet sich einen Hilfssheriffstern an den Revers, und schon geht die Suche nach dem nächsten Gangmitglied weiter. Der Spieler, der seinen zweiten Bandito identifiziert hat, bekommt den goldenen Sheriffstern und beendet das Spiel. "Bandito" ist ein schnelles und hektisches Spiel, welches vor allem Spaß macht, je mehr Mitkandidaten es um den Posten des Sheriffs gibt. Dann kann es wüst zugehen im Kampf um die Tischmitte - eben ganz wie im Wilden Westen! Bei wenigen Spielern geht es dagegen manchmal etwas zu brav zu, fast wie bei der Heilsarmee. Kinder ab fünf Jahren sind gleichwertige Mitspieler auch mit Erwachsenen; vor allem weil sie wenig Skrupel kennen, wenn es darum geht, sich ins Getümmel zu stürzen. "Bandito" schult das genaue Hinsehen und Erkennen von feinen Unterschieden, ist also pädagogisch wertvoll. Dazu passend ist auch das Material ausgelegt: Keine quietschbunten Farben, die in den Augen wehtun, sondern recht feine Nuancen, die es zu unterscheiden gilt. Damit ist "Bandito" ein nettes Spiel für Zwischendurch und für die ganze Familie. Zwar nicht herausragend in diesem Spielejahrgang, eben solide Handarbeit. Und solche wusste man schon im Wilden Westen zu schätzen. Arne Claussen Autor: Reiner Knizia Foto: |
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| Letzte Änderung: 16.04.2008 15:36 |
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