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Spielbesprechung Ten Out of TenQuizknobeln |
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Wieder mal ein Quizspiel, mal sehen, welche Fernsehserie es nachahmt, … hmmh, pro Frage vier mögliche Antworten, hat da Herr Jauch seine Finger im Spiel? Mag man denken, hat er aber nicht: Denn auch, wenn Herr Jauch seinen Kandidaten manch hilfreichen - oder auch verwirrenden - Tipp gibt; bei "Ten out of ten" gehört das Herantasten an die richtigen Antworten zum Kerngeschäft. Der Spielaufbau macht was her: Eine vertikale magnetische Platte, mittig horizontal drehbar aufgehängt, trennt die Kontrahenten; die Karte mit den Fragen wird oberhalb der Platte festgeklipst, die vermuteten Antworten auf die Fragen werden mit magnetischen Plättchen auf der Platte markiert. Jeder Spieler bzw. jedes der beiden gegeneinander antretenden Teams hat pro Runde möglichst schnell die zehn Fragen auf der Karte (wobei beide Seiten natürlich unterschiedliche Fragen zeigen) zu lösen, aus zehn Themenfeldern: Film/TV; Geografie; Literatur; Naturwissenschaft/Technik; Sport; Geschichte; Musik; Natur; Zitate; Kunst - da muss man schon ein Allroundgenie sein, um in allen Gebieten gleichermaßen zu glänzen. Zu jeder Frage gibt es vier verschiedene, farbig kodierte Antwortvorschläge. Die Antwort(versuche) positioniert jeder Spieler auf seiner Seite der Magnettafel unter den jeweiligen Fragen mit den entsprechenden Magnetfarbchips - sehe ich da eine Spur von "Superhirn" am Horizont? Dann kommt der große Moment: Die Magnettafel wird um die eigene Achse gedreht, so dass der Mitspieler jetzt die Antworten (bzw. natürlich die Farbchips) sieht. Er kontrolliert die Antworten (unterhalb seiner Fragenleiste sind die jeweils richtigen Farbcodes für die Fragen des Gegenübers abgedruckt) und gibt dann mittels eines gelben Chips an, wie viele Antworten richtig waren - welche freilich nicht! Und dann wird wieder zurückgedreht. Vermutlich lag man nicht immer richtig; nun gilt es im nächsten und den folgenden Durchgängen herauszufinden, welche Fragen falsch beantwortet waren, und auch noch, welches darauf die richtigen Antworten sind. Also, neu getippt, neu gedreht, neu bewertet, und weitergrübeln bzw. kombinieren. Wenn es einem Spieler/Team gelungen ist, den Gordischen Knoten zu zerschlagen und die zehnte Antwort zu finden, endet die Runde und es wird gewertet. Jede Partei bekommt so viele Punkte, wie sie am Schluss richtige Antworten hatte, abzüglich der Durchgänge, die bis dahin gebraucht wurden. Wer nach vier Runden die meisten Punkte einheimsen konnte, gewinnt. |
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Der Witz von "Ten out of ten" ist natürlich, mit welcher Strategie man die richtig von den falsch beantworteten Fragen trennt und dann noch die richtigen Antworten findet. Einfach machen es einem die Autoren nicht: Die Fragen sind nicht von schlechten Eltern, selbst mit guter Allgemeinbildung wird man es sehr selten auf Anhieb schaffen, alle Fragen zu beantworten. Dann ist grübeln, kombinieren und variieren angesagt. Und eine gute Portion Selbstkritik sollte man mitbringen und sich selbst einschätzen können, um die falsch beantworteten Fragen zu finden. Eine auf alle Fälle anwendbare Strategie gibt es nicht. Wenn der Aufschlag ziemlich gut war (mindestens sieben richtige Antworten), dann kann man versuchen, sich Häppchenweise an die richtige Lösung heranzutasten: Immer nur eine Antwort verändern, dann kann man ablesen, ob man 1.) überhaupt eine falsche Antwort bearbeitet; 2.) eine vorher richtige Antwort verschlimmbessert oder 3.) die richtige Antwort findet. Die Methode führt langsam aber sicher zum Ziel. Ist der Aufschlag in die Hose gegangen, dann heißt es, erst mal die sicher richtig geglaubten Antworten konstant zu lassen und bei allen anderen Fragen neu zu tippen. Hier kann man sich allerlei logische Kniffe überlegen, um durch einiges Kombinieren auf das richtige Antwortmuster zu schließen. Doch ein bisschen Glück - oder nennen wir es Instinkt - braucht man auch: Denn was bei "Superhirn" noch funktionieren konnte, scheitert hier bei reiner Kombiniererei wegen der zehn zu lösenden Fragen mit jeweils vier Antworten an der Zeit: den über eine Millionen Lösungskombinationen kann man sich durch Logik allein nicht nähern. Ich tue mich recht schwer, eine allgemeine Bewertung zu "Ten out of ten" abzugeben. Grundsätzlich gefällt mir die Idee gut, ein Wissensspiel mit einem kombinatorischen Ansatz zu verbinden. Auch hat das selbstkritische Moment seinen Reiz. Und vor allem hier ist mal die Teamarbeit von großem Nutzen, sprich hier können sich Spieler mit verschiedenen Fachkenntnissen gut ergänzen. Bei nur zwei Spielern ist mir das Spiel zu trocken, es lebt von der Diskussion. Angesichts der grundsätzlich schwierigen Fragen hat es derjenige mit hoher Allgemeinbildung leichter, da er sich durch die "Ich verändere nur eine Antwort"-Strategie sukzessive der Gesamtlösung nähern kann - während der andere noch mit vielen offenen Fragen herumkrebst. Man sollte, dass ist auf jeden Fall mein Resümee, "Ten out of ten" mit homogenen Gruppen spielen bzw. diese entsprechend homogen zusammenstellt. Sonst ist das Frustrationselement zu hoch. Das heißt auch, dass die Altersgruppen in den Teams gut gemischt sein sollten, damit sich die verschiedenen Erfahrungshorizonte ergänzen. Ansonsten haben tendenziell die Älteren einen Vorteil. Jugendliche ab 14 Jahren (wie auf der Packung angegeben) können eigentlich nur in solchen gemischten Teams mitspielen; ich wage mal zu behaupten (und ziehe wahrscheinlich den Unmut einer ganzen Generation auf mich), dass ansonsten der Wissensschatz noch zu gering ist. Ich bleibe bei "Ten out of ten" bei einer vorsichtigen Empfehlung, allerdings mit Einschränkungen hinsichtlich Allgemeinbildung bzw. gut (wissensmäßig) durchmischten Gruppen. Als Geschenk für Teenies halte ich das Spiel wenig geeignet. So, genug geschrieben, nun mache ich mal auf die Suche nach den falsch angegebenen Antworten: Eine habe ich schon gefunden: "Wie hoch ist die Temperatur auf der Oberfläche der Sonne?", und laut Antwortcode soll "ca. 6000 °C" richtig sein. Da hat man wohl nicht den Unterschied zwischen der Kelvin- und der Celsius-Temperaturskala berücksichtigt, denn richtig wäre "knapp unter 6000 K", was eher 5700 °C entspricht, und näher an der "5500 °C"-Antwortmöglichkeit liegt. Wenn es bei dem einen Fehler unter den insgesamt 960 Fragen bleibt, wollen wir noch mal ein Auge zudrücken. Arne Claussen Autor: Dugald Keith |
Marco Stutzke <marco_27@gmx.net> 24.02.2005 21:51: Björn Fischer <zischer@freenet.de> 16.04.2005 04:40: Frank Mertens <fmertens@gmx.net> 03.10.2005 15:23: Spielemax <halleberry@web.de> 17.11.2006 22:35: | ||||||||||||
| Letzte Änderung: 16.04.2008 15:36 |
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