Spielbeschreibung

Aztec

Zwei große Baumeister haben sich am Hueycalco, am Ort des großen Tempels, getroffen. Mitten im Dschungel finden sie den stehengebliebenen, verwitterten Pyramidenstumpf. Die Architekten stellen fest, daß im Bauch der Pyramide 22 identische Fragmente liegen. Sie holen die L­Teile heraus und beschließen, einen Wettkampf auszutragen. Doch wehe, wenn am Ort des Geschehens Ah Puch, der Gott des Todes und der Zerstörung, auftaucht. Ah Puch liebt es nicht, daß seine Ruhe gestört wird und behindert unsere indianischen Corbusiers, wo er nur kann.

So die Einführung in ein strategisches Bauspiel. Ein Pyramidenstumpf aus massivem, gebeiztem Holz dient als Spielbrett. In der Mitte des 9 X 9 Felder großen Spielplanes wird ein hölzerner Kubus plaziert. 22 dreidimensionale (aus 6 Würfeln zusammengesetzte) hölzerne L sind der Baustoff für den Wettbewerb um den besten Baumeister.

Abwechselnd, den Regeln entsprechend legen die Spieler jeweils ein Bauteil auf das Spielfeld. Einem Spieler wird die Süd­ und Nordseite des entstehenden Gebäudes zugeordnet, der Gegenpart achtet auf die beiden restlichen Flächen. Wer am Spielende auf den beiden ihm zugeteilten Seiten in der äußersten Reihe mehr Segmente in der dritten Ebene eingebaut hat, gewinnt.

Zu den Bauregeln: Das entstehende Gebäude darf an keiner Stelle in die vierte Etage gehen (die lange Seite der L­Teile ist gleich der Gebäudehöhe!). Jedes neu angelegte Bauteil muß an mindestens 2 FIächenteilen an der bereits vorhandenen Konstruktion anliegen. Zwei aufeinanderfolgende L­Segmente eines Bauteils dürfen nie frei hängen (eine freie Auskragung ist nicht erlaubt). Das Verschieben bereits eingebauter Teile ist nicht gestattet!

Sobald alle 22 Teile verbaut sind, ist wie gesagt derjenige Sieger, der an seinen beiden Spielfeldrändern mehr Segmente in der dritten Ebene untergebracht hat. Bei Gleichstand endet die Partie unentschieden. Nur wer Bausteine so plaziert, daß der Gegenspieler große Probleme in seiner dritten Etage bekommt, hat Siegchancen. Dabei darf die eigene Ausgangsposition nicht außer acht gelassen werden.

Beim Spiel zu dritt übernimmt ein Spieler die Rolle des zerstörerischen Aztekengottes. Ah Puchs Aufgabe ist es, die beiden konstruktiven Spieler beim Erreichen ihres Zieles zu behindern. Wer als Ah Puch fungiert, wird zum Beispiel nach folgendem Versteigerungssystem ermittelt: Der erste Spieler sagt: Niemand schafft zehn Punkte in der dritten Ebene; der zweite Spieler behauptet: keiner schafft neun; der dritte Spieler passt; der erste traut sich nicht mehr, weiter zu unterbieten. Damit wird der zweite Spieler zum Ah Puch. Dieser gewinnt, wenn keiner der beiden anderen Spieler mehr als neun Punkte in der dritten Ebene erhält. Schafft Ah Puch sein Ziel nicht, siegt der Spieler mit der höchsten Punktzahl.

Wer Aztec noch nicht gespielt hat, kann sich kaum vorstellen, was der verwinkelte Baustoff an räumlichem Vorstellungsvermögen fordert. Da wird an überraschender Stelle noch ein Loch gefunden um ein L einzuschieben, oder dem Mitspieler sorgsam geplante Auflager, für eine Attika im dritten Geschoß, mit unpassenden Steinen zugedeckt.

Aztec, 2 ­ 3 Spieler ab 10 Jahre. Spieldauer ca. 20 Minuten. Autor Niek Neuwahl. Verlag: Zoch-Spiele.

Die Spielbeschreibung wurde mit freundlicher Genehmigung dem Katalog von ADAM spielt entnommen.

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