Spielbeschreibung
Erweiterungen + Varianten: [ La Isla Bohnita ] [ Al Cabohne ]
Das mit den Bauern und den dicksten Kartoffeln trifft hier nur insofern zu, daß wir zwar Bauern treffen, die aber Bohnen auf ihren Feldern anbauen. Ihr einziges Interesse dabei ist, möglichst sortenreine Anbauflächen zu haben. Ein gelungener Spielmechanismus in diesem Kartenanlegespiel ist, daß jeder Ökonom beim Ausspielen die vorderste Handkarte nehmen muß(!), und neu aufgenommene Karten in der Reihenfolge hintenan zu stecken sind.
Aber zum Spiel: Acht verschiedene Bohnensorten (von der Blauen über die Brech bis zur Gartenbohne) in unterschiedlicher Stückelung (6 20 Stück einer Sorte) sollen auf bis zu drei Feldern angebaut werden. Zu Beginn des Spieles hat jeder Spieler die Möglichkeit, bis zu zwei Bohnenfelder (Kartenreihen) mit nur jeweils einer Bohnensorte vor sich abzulegen. Im weiteren Spielverlauf kann der Landwirt diese Fläche gegen Bares um einen dritten Bohnenanbau erweitern.
Fünf Bohnenkarten auf der Hand sind das Startkapital der HülsenfruchtZüchter. Die Reihenfolge der einzeln aufgenommenen Karten darf zu keiner Zeit verändert werden! Wer an der Reihe ist, spielt seine vorderste Karte aus und legt diese auf ein Bohnenfeld ab. Danach verfährt er falls gewünscht, mit der jetzt ersten Karte genauso.
Da immer nur passende Bohnen auf ein Feld gesät werden können, ist mancher Bauer vor dem Ablegen unpassender Bohnen zum Verkauf gezwungen. Wer verkaufen will oder muß, liest auf einer der ErnteKarten ab, wieviel Taler für die anstehende Bohnenmenge gezahlt wird. Die entsprechende Anzahl geernteter Karten wird herumgedreht (pro Karte ein Bohnentaler), der Rest landet auf dem Ablagestapel.
Ist das Tageswerk getan kommt des Bauern Lieblingsbeschäftigung Handeln und Schenken. Zwei neu aufgedeckte Karten vom Zugstapel kann der Bauer behalten und muß diese dann in einer dritten Aktion anbauen. Oder er bietet die aufgedeckten Bohnen seinen Mitspielern zum Tausch an. Um das Angebot reizvoller zu gestalten, können auch die Handkarten (in jetzt freier Reihenfolge) mit einbezogen werden.
Die erhandelten Karten legt jeder Spieler separat (getrennt von den Äckern) vor sich ab. Während der gesamten Handelsphase können alle Bauern ihre Bohnenkarten auch verschenken! Vor dem abschließenden Ergänzen der Handkarten um drei Bohnen baut jeder Ökonom die erhandelten Bohnen an. Auch hierbei kann es zu Zwangsverkäufen kommen.
Zu jeder Zeit dürfen alle Mitspieler Bohnenfelder abernten, oder sich einmalig für drei Bohnentaler eine dritte Ackerfläche zulegen (erhält als Kennzeichnung eine Karte 3. Bohnenfeld). Der offene Ablagestapel ersetzt gemischt jedesmal den geleerten Zugstapel. Ist dieser das drittemal verbraucht, dürfen alle Bauern ihre restlichen Felder verkaufen. Jeder zählt danach seine erwirtschafteten Hülsenfrüchte und der Besitzer der meisten Bohnentaler gewinnt.
Bohnanza ist ein sehr interaktives, gewitztes Kartenspiel. Gerade das hintenanstecken und vorneabspielen der Handkarten bringt ungeahnte Zwänge und taktische Möglichkeiten in das Spiel. Wie gerne ist mancher eine bis zwei Handkarten los, nur um an ein hervorragendes Saatgut (das dahintersteckt) zu gelangen. Die knappen 6 Gartenbohnen sind oft wichtige Trümpfe, während Blaue und Feuerbohnen in größeren Mengen auftreten (20/18).
Bohnanza bringt durch die vorgegebene Abspielfolge der Karten gewisse Zwänge in die dadurch sehr interaktive Handelsphase, die gewitzte Bauern (nichts gegen den ehrbaren Beruf) gerne zum eigenen Vorteil ausnutzen. Die Graphik setzt die unterschiedlichen Bohnenarten wie Brech, Feuerbohne etc. gelungen um.
Ein Tip: Wer an der Reihe ist, darf auch mit bereits ertauschten Bohnen weiterhandeln. Alle anderen sind wie bisher auf ihre Handkarten angewiesen. Diese kleine Änderung in der Spielregel hat sich sehr bewährt und bringt noch mehr Taktik in die Handelsphase. "Na gut Klaus, ich nehme dir eine Feuerbohne ab, wenn Du die zwei Blauen Bohnen von mir nimmst" "Na Dieter, jetzt hätte ich eine Feuerbohne, wie steht es jetzt mit unserem Handel?" So oder ähnlich laufen dann die Verhandlungsrunden ab!
Bohnanza, 3 5 Spieler ab 12 Jahre. Spieldauer ca. 45 Minuten. Autor Uwe Rosenberg. Verlag: Amigo Spiel und Freizeit.
Die Spielbeschreibung wurde mit freundlicher Genehmigung dem Katalog von ADAM spielt entnommen.
Stephan Leinhäuser <stephan@das-leinhaus.de> 27.09.2000 14:41
Hallo Spielbox
Da ihr schon so nach Varianten etc. fragt, hab ich was für euch: meine Homepage www.das-leinhaus.de bietet neben unzähligen Themen-Sets zum Siedler von Catan Kartenspiel eine Erweiterung zu Bohnanza. Diese ist mit Grundspiel oder Seefahrererweiterung spielbar. Sie heißt Bohnissima und bietet Aktionskarten, die das Spiel noch abwechslungsreicher und interessanter gestalten. Alle Karten kann man sich runterladen, ausdrucken und auf Originalkarten kleben. Ebenso ist eine Regel und eine Schachtel zum Ausdrucken vorhanden. Ab und zu kommt mal eine neue Karte hinzu, die ich aus den Ideen gemacht habe, die mir andree Spieler zusenden. Ich würde mich freuen, wenn ihr euch das mal anseht und meine Seite vielleicht linken könnt (auf der Linkseite oder vielleicht sorag in der Bohnanzabeschreibung als Variant oder Erweiterung).
Vielen dank, Stephan Leinhäuser