Spielbeschreibung

IDO

IDOWie Ohren hängen an dem Spielplan 4 Start- und jeweils diagonal gegenüber 4 Zielfelder. Ein verschiebbares Gitter teilt, je nachdem wo es sich befindet, die Spielfelder unterschiedlich auf. Zu Spielbeginn stellt jeder 3 kleine Würfel und 3 große Säulen in seiner Farbe auf seinem Startplatz auf.

3 Grundregeln steuern das ganze Spiel. Kleine Figuren dürfen nur auf die kleinen quadratischen Felder ziehen, den großen Kollegen ist es nur gestattet, auf die rechteckigen Doppel-Felder zu wandern. Alle anderen Spielfelder wie großes Quadrat und L-Feld sind tabu, und "betreten” ist nicht erlaubt. Die kleinen Felder bieten nur Platz für eine Spielfigur, während sich auf den größeren zwei, drei oder vier Spielfiguren einfinden können. Nur durch das Verschieben des Gitters gelangen diese auf "unerlaubtes” Gelände.

Wer an der Reihe ist, hat die Auswahl zwischen vier Möglichkeiten. Er kann eine eigene Figur in das Spiel bringen, eine eigene Figur ziehen, das Gitter verschieben (nur wenn der Vordermann dies nicht tat!) oder aussetzen. Die Zugweite (in waagrecht oder senkrecht benachbarte Felder), die beliebig auf eigene Steine aufgeteilt werden kann, wird durch die Anzahl der eigenen Figuren, die sich auf dem Spielfeld befinden, festgelegt.

Wer das Gitter verschieben will, darf dies nur senkrecht oder waagrecht um die Breite eines kleinen Spielfeldes bewegen. Logischerweise verändern dadurch auch Spielfiguren ihre Positionen, und gelangen so in eigentlich verbotene Zonen. Wer von dem Spielplan fällt, findet sich auf seinem Startplatz wieder. Treffen sich durch das Verschieben des Gitters mehr Figuren in einem Feld als dort erlaubt, wandern überzählige in Schieberichtung auf die Nachbarfelder. Sobald ein Mitspieler 4 (bei zwei Spielern 5) Figuren in seinem Zielbereich versammelt hat, ist das Spiel beendet und der Sieger steht fest.

Ido ist ein taktisches Zugspiel, das mit wenigen Regeln auskommt. Das verschiebbare Gitter bringt jedoch deutlich mehr Interaktion in das Spiel, als bei solchen Spielen üblich. Geradezu verblüffend ist es, wie sich nach einem "Gitterzug” die Anordnug und Anzahl der verschiedenen Spielfelder ändert. Der Weg zum Ziel führt zwangsweise über Tabu-Felder. Diese sind nur durch geschicktes Nutzen des Gitters zu erreichen. Perfekt ist es, dabei die Mitspieler in schlechte bis unmögliche Positionen zu bringen.

Ido ist ein taktisches Glanzstück. Die einfache Regel erlaubt dem Spieler eine große Auswahl an Möglichkeiten. Vom einfachen hinauswerfen bis zur meisterlichen "Blockade-Politik” ist alles realisierbar. Ido bietet einen schnellen, einfachen Spieleinstieg, zeigt aber von Spiel zu Spiel mehr Tiefe und Variantenreichtum. Auch die nicht so großen Taktiker werden von diesem begeisternden Spiel nicht überfordert, finden ihren Spielspaß und können sich Siegchancen ausrechnen.

Ido von Bernhard Weber, 2 - 4 Spieler ab 10 Jahre, Spieldauer ca. 30 Minuten, Goldsieber (1998).

Die Spielbeschreibung wurde mit freundlicher Genehmigung dem Katalog von ADAM spielt entnommen.

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