Spielbeschreibung

Katzenjammer

Schön schräg tönt der Katzen-Jazz. Die besten Quartette suchen Engagements. Am Spielende zählen jedoch für die Bands nur die erspielten Mäuse.

Insgesamt 15 Joker Karten und 15 mal jeden Zahlenwert von 1 bis 5 finden wir in dem Kartenstapel. Zu Spielbeginn liegen 24 Mäuse-Chips auf dem Tisch, und jeder Mitspieler hat 6 Handkarten zugeteilt bekommen. Wer an der Reihe ist, deckt nacheinander Karten vom verdeckten Stapel auf. Damit fährt er solange fort, bis ein Zahlenwert zum zweiten Mal erscheint oder eine Jokerkarte das Aufdecken beendet. Stoppte ein Joker das Tun, ziehen alle Mitspieler eine Karte vom Stapel (nicht jeder freut sich, falls dabei Joker auftauchen!).

Die Crux in diesem Spiel besteht darin, daß man mit seinen Handkarten versucht, die ausliegenden Karten zu ersteigern und gleichzeitig bemüht ist, Quartette zu sammeln. Reihum gibt jeder Spieler eine Offerte für die ausliegenden Karten ab, oder er legt seine Handkarten verdeckt auf den Tisch und paßt für diese Spielrunde. Neue Gebote müssen höher sein, als zuvor abgegebene, wobei jedes aus einer Anzahl Karten mit gleichen oder lauter verschiedenen Werten besteht. Dabei übertreffen Gebote mit denselben Zahlenwerten gleich viele Karten mit unterschiedlichen Werten.

Haben alle Spieler, bis auf einen, gepaßt, legt dieser sein Gebot auf den offenen Ablagestapel und nimmt die ausliegenden Karten auf. Nur wer eine Auslage ersteigert hat, darf Quartette vorstellen. Der Zahlenwert, aus dem die 4 gleichen Karten bestehen, wird in Mäusen ausgezahlt. Wer zum Beispiel 4 X 3er und 4 X 4er Karten ablegt, sammelt 7 Mäuse aus der Tischmitte ein.

Jokerkarten stellen jeden beliebigen Kartenwert dar, sind jedoch aus den Geboten oder Vorstellungen vor der Ablage herauszunehmen und offen vor sich abzulegen. Wer so am Spielende die meisten Jokerkarten gesammelt hat, verliert 5 seiner sauer verdienten Mäuse. Die einzige Möglichkeit, Jokerkarten loszubekommen, besteht darin ein Jokerkarten-Quartett vorzustellen und komplett abzulegen. Dafür gibt es jedoch keine Mäuse.

Verschwindet die letzte Maus vom Tisch, oder die letzte Karte vom verdeckten Stapel, so endet das Spiel sofort. Als erstes zählt jeder Spieler alle seine Jokerkarten, auch solche, die er noch auf der Hand hält. Der oder die Spieler mit den meisten Jokerkarten, verliert(en) 5 Mäuse aus seinem/ihrem Vorrat. So ist es auch durchaus möglich, mit einem negativen Ergebnis aus einer Spielerunde herauszukommen. Wer nach einer vereinbarten Anzahl von Katzen-Jazz-Runden die meisten Mäuse sammeln konnte, gewinnt das Spiel.

Katzenjammer Blues macht von der ersten Runde an Spaß. Immer befindet sich der Spieler in der Zwickmühle, Karten sammeln oder gute Werte für ein Gebot nutzen. Jederzeit ist für jeden Mitspieler sichtbar, wer schon wieviel Mäuse gesammelt hat, wieviel Mäuse noch zu haben sind, und wann das Spielende naht. So baut sich von Anfang an ein permanenter Spannungsbogen auf, wobei aber auch überraschende Coups jede Kalkulation über den Haufen werfen können.

Katzenjammer Blues von Reiner Knizia, 2 - 6 Spieler ab 10 Jahre, Spieldauer ca. 30 Minuten, Goldsieber (1998).

Die Spielbeschreibung wurde mit freundlicher Genehmigung dem Katalog von ADAM spielt entnommen.

[ Home ] [ Top ] [ Archivübersicht ]