Spielbeschreibung
Mamma Mia! ist ein Kartenablege- und Sammelspiel. Jeder Mitspieler versucht möglichst viele seiner acht Pizzabestellungen in 3 Spielrunden zu erfüllen. Wer jetzt meint, dies alles sei ihm ja schon irgendwie bekannt und an dieser Stelle nicht mehr weiter liest, dem entgeht eine witzige und an die Spielvorgabe gut angepaßte Spielidee.
Bevor mit der Pizza losgelegt wird, erhält jeder Mitspieler 6 Karten mit Zutaten, die man in der Regel für einen Pizzabelag benötigt. Da finden wir Salami, Ananas, Pilze, Peperoni und Schinken. Jeder einzelne Belag ist 13 mal im Spiel zu finden. Zusätzlich zieht jeder Pizzabäcker noch die oberste Karte von seinen acht Bestellungen.
Wer an der Reihe ist, darf beliebig viele Beläge der gleichen Sorte offen auf den in der Tischmitte entstehenden Stapel legen. Wer möchte, kann dann noch eine seiner Bestellungen auf diesem Stapel plazieren. Zum Abschluß seines Zuges ergänzt jeder Teilnehmer seine Hand auf sieben Karten. Dabei hat er die Wahl, sich vom verdeckten Zutatenstapel zu bedienen oder er versorgt sich an seinem eigenen Stapel mit weiteren Bestellungen. Auf keinen Fall ist es erlaubt die Hand in einer Runde von beiden Stapeln aufzufüllen. Da Kartenstapel die Angewohnheit haben zur Neige zu gehen, kann es durchaus vorkommen daß eine Spielrunde mit weniger als sieben Handkarten durchzustehen ist. Sobald die letzte Karte vom Zutatenstapel verschwindet, wird gewertet wie erfolgreich die Pizzabäcker ihre Bestellungen ausgeführt haben.
Irgendwo im Zutatenstapel war eine Startspielerkarte eingemischt. Wer diese erhalten hat nimmt den Pizzastapel in die Hand und deckt nach und nach die Zutaten nach Sorten sortiert auf. Sobald eine Bestellung dabei auftaucht ist diese erfüllt, falls sich unter den bereits aufgedeckten Belägen genügen Zutaten für den erteilten Auftrag befinden. Fehlen noch einige wichtige Zutaten, ist es dem vergeßlichen Bäcker gestattet, diese aus seiner Hand auszuspielen. Für solch nachträglich zugesteuerte Pizzabeläge dürfen die Handkarten nicht ergänzt werden. Bei erledigten Bestellungen wird die Auftragskarte aus dem Spiel genommen und die Beläge wandern wieder zurück auf ihren Stapel. Ist es jedoch nicht möglich mit den ausliegenden Zutaten einen Auftrag auszuführen, bleiben die Zutaten liegen und der Pizzabäcker erhält diese Karte zurück und schiebt sie unter seinen Stapel mit den restlichen Bestellungen. Wurden am Ende des Stapels nicht alle Zutaten für Pizzabestellungen benötigt, bleiben sie offen auf dem Tisch liegen.
Wer die Startspielerkarte gezogen hatte, mischt diese mit dem Ablagestapel der Pizzazutaten und beginnt die neue Runde. Aufmerksame Pizzabäcker achten jetzt darauf, was aus den vorherigen Runden noch offen auf dem Tisch liegen geblieben ist. Auf jeden Fall endet das Spiel nach drei Runden. Wer dann die meisten Bestellungen ausführen konnte, hat das Spiel gewonnen. Unter den Pizzabestellungen sind noch drei Besonderheiten zu finden, da werden zum Beispiel 15 oder mehr beliebige Zutaten verlangt und mit diesen verschwinden alle ausliegenden Beläge (etc.).
Mamma Mia! ist ein Ablege- und Sammelspiel, das schon nach den ersten Runden zeigt, was ein erfahrener Pizzabäcker ist. Daher wird schon in der Spielregel empfohlen, mit Neulingen eine Proberunde zu starten. Man glaubt es kaum, aber es stellt sich oft als recht schwierig heraus, bestimmte Pizzaaufträge auszuführen. Da hofft man, daß sich endlich genug Salami und Schinken in der Tischmitte angesammelt haben um doch noch die Bestellkarte ablegen zu können, schon wirft einem der liebe Nachbar eine Pizza Bombastico dazwischen. Mamma Mia! bietet viel Interaktion, Spielspaß und überraschende Wendungen und ist trotz aller taktischen Finessen sehr kurzweilig. Ach ja!, daß ein Pizzabäcker ein besonders gutes Gedächtnis braucht, um zu wissen, was auf die Pizza gehört, benötigt wohl keiner besonderen Erwähnung.
Mamma Mia! von Uwe Rosenberg, 2-5 Spieler ab 10 Jahre, Spieldauer ca. 40 Minuten, Verlag: Abacus (1998).
Die Spielbeschreibung wurde mit freundlicher Genehmigung dem Katalog von ADAM spielt entnommen.
Topolino <topolino60@hotmail.com> 11.07.2001 14:51:
Klein, fein, ... und oho!!! Ein einfaches, gut gemachtes "Merkspiel", das man auf Grund seiner Größe überall hin mitnehmen kann. Die Spielregeln sind einfach und schnell erklärt, und man kann sofort, auch mit Leuten die das Spiel nicht kennen, ein Spiel starten.
Auf Grund der Spieldauer und des Platzbedarfes kann Mamma Mia! jederzeit zwischendurch und so gut wie überall "eingesetzt" werden.
Und bei einem Spiel bleibt es nie. Denn jeder "geschlagene Pizzabäcker" möchte beweisen, das er es doch besser kann und der Gewinner eigentlich "nur viel Glück" gehabt hat. Und da man ja nicht aus "Glück", sondern mit "Können" gewonnen hat, wird man gerne nochmals den Beweise antreten:
"Man ist doch der bessere Pizzabäcker".
Auch nachzulesen unter:
http://www.geocities.com/topolino60