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Spielbesprechung

Dicke Luft in der Gruft

Denksport bis zum Morgengrauen


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ProduktfotoDenksport und Brettspiele - das bedeutete in der Vergangenheit eine eher langweilige Verbindung. Gut, Memory brachte es zum Klassiker. Doch wirklich viel los war da ja nicht gerade. Von Spannung kaum eine Spur, besonders am Anfang und gegen Ende. Jetzt hat der Zoch-Verlag ein Spiel herausgebracht, das auf den Grundideen von Memory und Uno basiert und dabei doch von Anfang bis Ende spannend ist und Spaß macht. "Dicke Luft in der Gruft" heißt dieses Wunderwerk, und es ist keinesfalls ein billiges Remake, sondern kommt mit vielen einfallsreichen Ideen daher.

Der Schauplatz: ein liebevoll gezeichneter Friedhof, auf dem sich 60 zunächst leere Grüfte befinden. Jeder Spieler bekommt nun zehn Vampire jeder Couleur, und die wollen natürlich nur eines: vor dem Sonnenaufgang rechtzeitig ein hübsch moderiges Plätzchen finden. Sechs verschiedene Arten von Vampiren gibt es, deren Farben sich auch auf den Unterseiten der Grabplatten wiederfinden. Wer an der Reihe ist, darf nun einen solchen Sargdeckel öffnen, und kann dann hoffentlich einen seiner Vampire in der Gruft unterbringen. Das geht natürlich nur, wenn der Vampir die richtige Farbe hat (z.B. blaue Deckelunterseite = blauer Vampir)! Auch weitere Hindernisse gibt es: Knoblauchknollen etwa oder Ratten, die das Leben nicht gerade einfacher machen. Bei einer Knoblauchknolle hagelt es zusätzliche Vampire, denn Mitspieler dürfen mir einige ihrer Karten "schenken". Ratten lösen eine Rattenplage aus, durch die zusätzliche Platten geöffnet werden, was ein Segen, aber auch ein Fluch sein kann. Wer eine bereits belegte Grabkammer öffnet, bekommt ebenfalls zusätzliche Vampire, so dass schließlich womöglich weit mehr als die ursprünglichen zehn Vampire unterzubringen sind. Und das Spiel gewinnt am Ende, wer zuerst sämtliche Vampire untergebracht hat. Dann geht die Sonne auf...!

"Dicke Luft in der Gruft" ist ein Spiel, wie man sie von dem kleinen, aber feinen Zoch-Verlag fast schon erwartet. Liebevolle Gestaltung, eine gute Story und viel kreativer Spielspass, das war schon bei "Villa Paletti" und "Zapp Zerapp" so, und auch hier ist wieder ein preisverdächtiger Hit gelungen. Die Spielregel ist einfach und übersichtlich, und wird vor allem getrennt ausgeführt in drei Sprachen geliefert. Bleibt noch anzumerken, dass "Dicke Luft in der Gruft" den seltenen Vorteil hat, mit zwei bis sechs Menschen ab sechs Jahren spielbar zu sein. Und auch wenn das Spiel für Kinder und Erwachsene gleich spannend ist, so ist doch die Anzahl der Mitspieler ein wesentlicher Faktor für den Spielspaß. Je mehr, desto besser, denn umso leichter verliert man den Überblick und öffnet "falsche" Grabplatten, so dass Bewegung ins Spiel kommt. Allerdings schafft eine Sonderregel für zwei Spieler etwas Abhilfe.
 

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Spielmaterial

Also: Bram Stokers gruselige Schauervisionen haben ausgedient. Es warten sechzig müde kleine Vampire auf uns - und es herrscht echt dicke Luft in der Gruft!

Michael Ziemons

Dicke Luft in der Gruft von Norbert Proena, Grafik: Victor Boden2-6 Spieler ab 6 Jahren, Spieldauer ca. 30 Minuten, Zoch (2004), Preis ca. 30 EUR.

Fotos: .Zoch

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Weitere Infos über "Dicke Luft in der Gruft":
despielbox.de deLuding enBoardgameGeek
deSpielefindex deGoogle
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Letzte Änderung: 16.04.2008 15:37 
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