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Spielbesprechung Heckmeck Barbecue |
![]() Zoch macht 2010 eine ganze Menge Heckmeck! Neben der bekannten Urversion am Bratwurmeck kommen mit Heckmeck Barbecue und Heckmeck Junior zwei neue Varianten, von denen hier die Barbecue-Version besprochen wird. Viel Neues gibt es in der in warmem Rot gehaltenen, würfelförmigen Box. Einen Spielplan, der einen langen Grill mit 14 Grillplätzen darstellt. Es gibt also keine Steine mehr im Dominoformat, die es zu sammeln gilt. Dafür nimmt man sich nun kleine Bratwürmer in rot und blau. Weiter gibt es Grillteller in fünf Farben und Grillschnecken, die man dem Aussehen nach auch für andere Würstchen halten könnte... Die Würmer und Teller sind aus Holz und angenehm griffig. Das gesamte Material ist sehr gut! Wie gehabt würfelt man mit acht Würfeln (ganz edel in kastanienbraun), legt sich eine Sorte Würfel heraus und würfelt dann solange weiter, wie man kann, will oder muss. Die Regelbeschreibung findet man hier im Archiv unter ![]() Sie schrumpft zunächst auch, wenn man einen Fehlwurf hat, also keinen freien Platz erwürfeln konnte oder kein Würmchen gewürfelt wurde. Dann wird eine Grillschnecke auf den höchsten freien Platz auf dem Grill gelegt. Diese kann man sich dann aber noch erwürfeln und damit den Platz wieder freimachen. Dafür gibt's drei Punkte, die einem keiner nehmen kann. Wenn nach einem Fehlwurf keine Grillschnecke mehr auf den Grill gelegt werden kann, endet das Spiel und es gewinnt, wer mit seinen Würmchen und den ergatterten Grillschnecken die meisten Punkte erzielen konnte. Schneckschnack![]() Beim neuen Heckmeck ist wirklich einiges neu. Die Art zu würfeln und seinen Würfelwurf zu optimieren, ist gleich geblieben. Alles andere wurde aber gründlich erneuert. Auffälligste Neuerung ist natürlich der Spielplan, der aber für sich gesehen noch keine Änderung im Spielverlauf bedeutet. Das Spiel ist fehlwurffreundlicher geworden, da man alleine aufgrund eines Fehlwurfs keine Würmchen mehr abgeben muss. Nur, wenn ein Spieler einen gegnerischen Teller mit dem seinen verdrängt, verliert der Verdrängte Würmchen an den neuen Platzhalter. Eine Grillschnecke, die nach einem Fehlwurf aufgestellt wird, kann einem sogar Punkte sichern! Wenn sie nämlich einen Teller verdrängt, kann kein anderer Spieler mehr diesen Teller verdrängen und so die Würmchen klauen. Das ist in der Gesamtbetrachtung eigentlich ein Bruch in der Logik, aber man kann sich damit arrangieren. Diese Regelung hat aber auch einen ganz anderen Nebeneffekt: dem nach Würmchen führenden Spieler war es in der alten Version nicht möglich, das Spielende zu provozieren, da er bei einem Fehlwurf einen seiner Steine abgeben musste. Da dies entfällt, kann ein Spieler durchaus das Spielende aktiv herbei führen, in dem er - in der Sicherheit der meisten Punkte - einen Fehlwurf provoziert, wenn keine Grillschnecke mehr im Vorrat liegt (denn dann endet das Spiel). Ob das eine gelungene Regel ist? Leider gibt es auch eine wirkliche kleine Regellücke. Im Spiel zu zweit kommt es durchaus vor, dass einem Spieler die Teller ausgehen. Dieser Fall ist in der Regel nicht behandelt, so dass man spekulieren muss, was dann passiert. (Spielende? Spieler setzt aus? Teller einer dritten Farbe hinzunehmen?) ![]() Witzig ist, dass, wenn man denkt, eine Partie könnte gleich vorbei sein, weil schon die meisten Grillschnecken auf dem Grill liegen, es doch noch eine ganze Weile weitergehen kann, da die Grillschnecken ja auch erwürfelt werden können und gar nicht schlecht Punkte einbringen. Das erhöht gegen Schluss dann noch mal die Spannung. Darum: nie zu früh den Kopf in den Heckmeck Barbecue hinterlässt nicht nur optisch einen gelungenen Eindruck. Die Neuerungen sind für Heckmeck-Kenner zwar zum Teil gewöhnungsbedürftig und nicht unbedingt logisch. Es ist aber nach wie vor ein richtig schönes Familienspiel, zumal der Frustfaktor deutlich geringer ist, als beim Original. Schön ist auch die Verpackung. Der kleine Regelpatzer sollte in der folgenden Auflage ausgemerzt werden, dann stimmt's. Heckmeck Barbecue von Reiner Knizia, Illustration: Doris Matthäus/Eva Paster, 2-5 Spieler ab 8 Jahren, Spieldauer 20-30 Minuten, Preis ca. 18,00 EUR, Zoch (2010) Axel Bungart |
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| Letzte Änderung: 20.04.2010 14:54 |
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