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Spielbesprechung Heckmeck am Bratwurmeck |
![]() Ob Hickhack oder Heckmeck, ob Gackelwack oder Gockelwok, irgendwie geht's bei diesen Zoch-Spielen immer schnell und lustig zu. Heckmeck am Bratwurmeck von Reiner Knizia ist ein Spiel, bei dem 2-7 Spieler um die größten Bratwurmportionen würfeln. Die kleine Schachtel beinhaltet acht Würfel und sechzehn Steine im Dominoformat, welche auf der oberen Hälfte eine Zahl zwischen 21 und 36 und auf der unteren Hälfte jeweils die Anzahl Würmer zeigt, die es für diesen erwürfelten Stein gibt. Je höher die Zahl, desto mehr Würmer gibt's zu gewinnen. Auf dem Tisch werden alle Steine offen ausgelegt. Der aktive Spieler wirft zunächst alle Würfel und sucht sich aus dem Ergebnis eine Gruppe von gleichen Würfeln aus. Mit den restlichen Würfeln darf er erneut werfen. Die Prozedur wiederholt sich. Allerdings darf er ab dem zweiten Wurf die Zahlen nicht mehr wählen, die er in einem seiner vorhergehenden Würfe bereits beiseite gelegt hat. Die Auswahl verringert sich also bei steigendem Risiko, dass nur noch bereits gewürfelte Zahlen auftauchen. Der Spieler kann aber jederzeit seinen Zug beenden, wenn er der Meinung ist, genügend Würfelpunkte gesammelt zu haben. Aber: am Ende seines gesamten Wurfs muss er mindestens ein Würmchen erwürfelt haben, das anstelle der 6 auf jedem Würfel ist. Ansonsten ist sein gesamter Wurf nichts wert! Stimmt aber alles, kann er sich nun den Stein nehmen, der seinem Würfelergebnis entspricht. Ist der Stein nicht mehr da, kann er sich den Stein mit dem nächst niedrigeren Wert nehmen. Oder, wenn der Stein bei einem anderen Spieler offen ausliegt, ihm den Stein klauen. Da die Spieler ihre ergatterten Steine stapeln, ist jedoch immer nur der oberste Stein angreifbar. Wer so am Ende die Steine mit den meisten Würmern sammeln konnte, gewinnt. Die Gier nach mehrDie Regeln von Heckmeck sind ganz simple. Dieses Spiel lässt sich in drei Minuten erklären und ist schon deshalb als Familienspiel prädestiniert. Aber ganz ohne ärgern geht es dann doch nicht ab. Nicht nur die oben beschriebene Art, anderen ihre Steine abspenstig zu machen, sorgt für Interaktion. Auch ein Fehlwurf, d. h., ein Spieler hat z. B. kein Würmchen gewürfelt, führt zum Verlust eines eigenen Steins. Dieser wird dann wieder in die Mitte gelegt und steht allen wieder zur Verfügung. ![]() Nach einigem Hin und Her, Auf und Ab, endet das Spiel, wenn in der Mitte keine Steine mehr offen ausliegen. Bei Heckmeck kann man sich nie sicher sein ob der Würmer, die man schon erwürfelt hat. Im Verlauf des Spiels sind naturgemäß die kleineren Zahlen zuerst weg. Wenn man dann nicht mehr die kleinste noch ausliegende Zahl mit seinen Würfelpunkten erreicht, geht gleich wieder ein Stein mit seinen Würmchen baden. Daher schaut man auch immer, was die Konkurrenz noch auf ihrem Stapel liegen hat. Doch so eine Zahl muss man genau treffen, sonst darf man nicht klauen. Es ist alles in allem ein wenig unberechenbar, was angesichts der Würfel wenig verwundert. Aber Spaß macht's trotzdem, und zumindest ansatzweise kann man taktieren. Man kann auch verhalten spielen, ohne viel Risiko und fährt gar nicht schlecht damit. Oder der, der alles riskiert und gewinnt, wird beneidet. Nur manchmal, wenn Murphy mal wieder mit am Tisch sitzt, klappt einfach gar nichts. Dann sollte man Heckmeck einfach über sich ergehen lassen. Heckmeck am Bratwurmeck von Reiner Knizia, Grafik/Illustrationen: Doris Matthäus, 2-7 Spieler ab 8 Jahren, Spieldauer 20-30 Minuten, Preis ca. 12,00 EUR, Zoch (2005) Axel Bungart |
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| Letzte Änderung: 18.04.2010 16:44 |
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