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Spielbesprechung MedinaRichtig gut war, neben Carcassonne und Attilla, im Jahr 2001 ein weiteres Spiel aus dem kleinen Verlag "Hans im Glück", der mittlerweile wirklich allen Grund zur Freude hat. Von der selbstgeklebten Schachtel haben sich die Münchner zu einem Verlag entwickelt, dessen Spiele für Qualität bürgen. Das schlägt sich bei "Medina" gleich mehrfach nieder: in der guten Spielkonzeption und Regel, zum anderen im Material: es sind ausschließlich Holzfiguren, die die Spieler auf dem Spielplan verteilen, um die Wüstenstadt wieder aufzubauen. Sie ist nämlich praktisch nicht vorhanden (nur die Stadttürme und ein einsames Bewohnerlein stehen noch), und es liegt an uns, alles zu errichten: Stadtmauern, Gebäude und Ziegenställe vor allen Dingen. Jeder Spieler besitzt Dächer in seiner Farbe, und wenn er sein Dach auf ein Gebäude setzt, ist es fertiggebaut, ein neues kann begonnen werden. Der Spieler kassiert am Ende Punkte für alle Gebäude mit seinen Dächern darauf. Natürlich müssen Straßen und Wege frei bleiben, durch die sich nachher eine Menschenschlange bewegt. Damit wäre fast alles erklärt. Das Spielprinzip kennen wir, es ähnelt stark dem hier bereits vorgestellten Big City: ein Gebäude erhält Punkte, unterschiedlich nach Größe und Lage (z.B. wie viel Ziegenställe sind daran? Liegt es an der Stadtmauer, der Menschenkette?), und doch ist Medina stimmungsvoller, weil schöner gestaltet, und spannender, weil alle an allen Gebäuden bauen können und stets der richtige Zeitpunkt gefunden werden muß, sein Dach zu setzen, oder strategisch geschickt weiterzubauen. War Big City noch stark glücksabhängig, ist Medina fast ausschließlich taktisch, und daher das ideale Spiel für Freaks. Zwei Nachteile: der hohe Preis (aber dafür ist ja auch alles aus Holz...) und die Spielerzahl (3-4). Medina von Stefan Dorra, 3-4 Spieler ab 10 Jahren, Spieldauer ca. 60 Minuten, Hans im Glück Verlag (2001), Preis ca. 30 € Michael Ziemons |
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| Letzte Änderung: 16.04.2008 15:37 |
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