Spielbesprechung

Agathas letzter Wille

Mörderisches Testament

Wenn bei MB-Spiele ein neues, großes Familienspiel entwickelt wird, kann das Jahre dauern. Mindestens ebensoviel Aufwand, wie in das Spielprinzip gesteckt wird, treibt man bei der Konstruktion des Spielmaterials. Das merkt man dem Spiel Agathas letzter Wille stark an. Die Aufbauanleitung ist fast länger als die Spielregeln, und man wird für seine Mühen mit einem prachtvollen Spielgerät belohnt. Dargestellt ist ein hochherrschaftliches Haus, das jedoch voller Fallen steckt. Da fällt der Kronleuchter von der Decke, Spielfiguren werden in den Kamin oder von der Treppe geschleudert oder von einer Ritterrüstung erschlagen. Diese ganzen Tricks funktionieren sogar. Ach ja, ein Spiel gibt es auch noch. Jeder Spieler hat geheim mehrere von 12 Figuren zugelost bekommen und versucht, einer davon das Erbe der Tante Agatha zu verschaffen. Dazu muß seine Figur lange genug am Leben bleiben und zugleich die Konkurrenten beiseite räumen. All das funktioniert mit Würfeln und Karten und ist weitestgehend glücksbestimmt. Überzeugt hat uns nur das Material, weniger das Spiel selber.

Agathas letzter Wille von M. Gray u. a., 2-4 Spieler, MB-Spiele, ca. 59 Mark

Dorothea & Berthold Heß

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