Spielbesprechung
Die Spieleschachtel hat eine Ecke ab, das Cover ziert eine kesse Rothaarige, die Karten zeigen eine freche Grafik und coole Drinks sind das Thema. Da erwartet man ein schnelles, turbulentes Zockerspiel. Kombinationen von sechs verschiedenen Getränken sind auf den teils offen, teils verdeckt ausliegenden Spielkarten abgebildet. Die gleichen Symbole gibt es auch auf drei Würfeln. Es gilt nun, die auf den eigenen Karten abgebildeten Getränkekombinationen zu erwürfeln. Gelingt das, bekommt man die Karte und kann auch noch versuchen, bei den Mitspielern weitere Karten abzuräumen. Hat jemand eine Bloody Mary Karte auf der Hand, kann er sogar noch am Erfolg eines Konkurrenten teilhaben. Jedes Würfeln kostet aber Chips, und neue Chips gibt es nur, wenn man dafür bereits erwürfelte Karten abgibt. Ist der Kartenstapel aufgebraucht, gewinnt der Spieler, der die wertvollsten Karten erobern konnte. Was eigentlich ein flottes Spielchen sein könnte, spielte sich doch recht zäh und mit wenig Witz. Außerdem wies die Spielregel einige ärgerliche Lücken auf.
Bloody Mary von D. Hanneforth, 2-6 Spieler, Heye-Verlag, ca. 26 Mark
Dorothea & Berthold Heß