Spielbesprechung
Zunächst hatte man befürchtet, daß Ravensburger eines seiner besten Spiele aus dem Programm nehmen würde. Nicht zuletzt aufgrund des recht stolzen Preises schien der Absatz des Spiels zu sehr zurückgegangen zu sein. Zur Spielwarenmesse 1996 gab es dann aber eine freudige Überraschung. Hol's der Geier gab es in einer neuen Ausstattung und bei nahezu halbiertem Preis. Worum geht es bei diesem Spiel? In 15 Runden wird um jeweils eine Karte gespielt. Es gibt 10 positive mit den Werten +1 bis +10 und fünf negative, die von -1 bis -5 reichen. Jeder Spieler hat 15 Karten mit den Werten von 1 bis 15 auf der Hand. Da jeder die gleichen Werte besitzt, spielt das Glück eigentlich keine Rolle. Statt dessen muß man schon fast hellseherische Fähigkeiten entwickeln. Gleichzeitig legt nämlich jeder eine Karte ab. Dabei kommt es darauf an, möglichst hohe Werte zu legen. Gleiche Karten zählen aber nicht mit. Folgendes Beispiel ist typisch. Gespielt wird um die +9. Dirk legt eine 14, Andreas eine 3, Doro eine 6 und Birgit ebenfalls eine 14. Die beiden 14 zählen nicht, also gewinnt Doros 6 die Runde. Die wenigen einfachen Regeln ergeben ein wunderbares Ärgerspiel, mit dem man manchmal gar nicht mehr aufhören kann. Hol's der Geier ist nicht nur sehr gut zu spielen, auch die Grafik ist witzig gemacht. 1988 war das Spiel bereits auf der Bestenliste zum Spiel des Jahres.
Hol's der Geier von Alex Randolph für 2 - 5 Spieler ab 6 Jahren, Ravensburger, ca. 14 DM
Dorothea & Berthold Heß