Spielvorschau
Die Spielvorschau basiert auf den Spielregeln; der Text ist eine freie Übersetzung von Erwin Broens' holländischer Site Bordspel.
Die französische Stadt Carcassonne mit ihrer eindrucksvollen Festung dient als Schauplatz für dieses Legespiel. Die Spieler schicken ihr Gefolge in die allmählich entstehende Landschaft, um dort ihr Glück in Form von Punkten zu machen. Rechtzeitig am richtigen Ort zu sein, ist die Voraussetzung für den Gewinn des Spiels.

Zum Spiel gehören 72 quadratische Lege-Plättchen mit Städten, Wegen, Weiden und Klöstern. Jeder der bis zu 5 Spieler hat 8 Vasallen. Einer davon dient als Zählstein auf einer Punktetafel, die anderen werden als Ritter, Straßenräuber, Bauer oder Mönch eingesetzt, je nach Gelände, auf das sie gestellt werden. Ziel des Spiels ist, möglichst viele Punkte zu erzielen, sowohl während des Spiels als auch in der Endabrechnung.
Wer am Zug ist, zieht zunächst ein Plättchen vom verdeckten Stapel und legt es passend an bereits ausliegende an. "Passend" heißt beispielsweise, dass keine Wege unterbrochen werden dürfen.
Danach kann ein Vasall auf das neue Plättchen eingesetzt werden; je nachdem, auf welchem Teil des Plättchens er steht, wird er zum Ritter (Stadt), Straßenräuber (Weg), Bauer (Weide) oder Mönch (Kloster). Das entsprechende Gelände (z.B. der Weg) ist damit für weitere Vasallen tabu.
Anschließend gibt's Punkte. Beispielsweise kassiert der Straßenräuber für fertige Wegverbindungen zwischen Stadttoren (oder anderen Elementen) so viele Punkte, wie der Weg lang ist. Der Ritter kassiert, wenn die Stadt, in der er steht, von einer Stadtmauer umschlossen ist. Das Kloster ist fertig, wenn es vollständig von anderen Plättchen umschlossen ist, und bringt dann dem Mönch Punkte.
Sobald die Punkte gezählt sind, nimmt der Spieler seinen Vasall vom Spielplan und kann ihn später erneut einsetzen. Bauern allerdings bleiben bis zum Spielende auf den Weiden, denn dafür gibt's die Punkte erst am Ende des Spiels.
Das Spiel endet, wenn das letzte Plättchen gelegt ist. Jetzt werden Punkte für die nicht fertiggestellten Wege, Städte und Klöster verteilt. Und schließlich werden die Bauern mit Punkten belohnt, wenn ihre Weiden an ferrtiggestellte Städte grenzen.
Am Ende gewinnt der Spieler mit den meisten Punkten.
Als Ergänzung hier noch (auszugsweise) der Pressetext des Verlags zum Spiel:
Die Spieler legen Zug um Zug schön gestaltete Landschaftskarten aus. So entsteht nach und nach ein Netz aus Städten, Straßen, Wiesen und Klöstern. Darüber hinaus verfügen die Spieler noch über 7 Gefolgsleute, die sie als Ritter oder Wegelagerer, als Bauern oder als Mönche auf diese Karten setzen, um Punkte zu ergattern. Dabei liegt es auf der Hand, dass ein Ritter in einer großen Stadt mehr Punkte bringt als in einem Dorf. Aber es dauert auch länger, bis eine große Stadt fertig ist. Und bis es so weit ist, punktet der Ritter nicht. Da kann es manchmal schlauer sein, seine Leute schon früher zurückzuholen, auch wenn sie weniger einbringen - dafür kann man sie aber auch schneller an anderen lukrativen Plätzen wieder neu einsetzen. Schade eigentlich nur, dass man immer zu wenige Gefolgsleute hat, um überall mitzumischen... (Carcassonne lässt sich übrigens sehr gut zu zweit spielen!)
Carcassonne von Klaus-Jürgen Wrede, Grafik: Doris Matthäus, 2-5 Spieler, Hans im Glück (2000)
Knut-Michael Wolf