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Spielvorschau Portobello Market |
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Jeder Spieler bekommt noch ein Tableau, das ihm eine Übersicht über die erzielbaren Punkte liefert und außerdem seine drei Aktionsplättchen beherbergt. Die Aktionsplättchen weisen aus, wie viele Aktionen ich in meinem Zug unternehmen kann, mal sind es 2, mal 3, mal 4. Erst wenn ich alle Plättchen genutzt habe, kann ich auf die bereits genutzten wieder zurückgreifen. Ich entscheide mich zu Beginn meines Zuges also für ein Aktionsplättchen und lege los. Zwei Aktionsarten gibt es und sie können beliebig kombiniert werden. Beispielsweise kann ich einen Marktstand aufbauen. Der erste Stand kommt an eins der beiden Enden einer bis dahin leeren Gasse, weitere Stände müssen an bereits vorhandene angeschlossen werden. Wer schon mal einen Flohmarktstand hatte, kennt das Prinzip. Das Feld, auf dem der Stand aufgebaut wird, weist auch gleich aus, wie lukrativ die Einnahmen sein werden. Ordnung muss sein, und deshalb kann ich meine Marktstände nicht beliebig über den Spielplan verteilen. Nur wenn der Marktaufseher, hier verkörpert durch einen Bobby, gerade im benachbarten Häuserblock steht, kann ich meinen Stand in der Gasse aufbauen. Zum Glück ist der Bobby sehr beweglich und kann seinen Standort jederzeit wechseln. Das zählt auch nicht als Aktion. Ohne Kunden ist der beste Flohmarkt nichts wert und so ist das Platzieren eines Kunden die zweite mögliche Aktionsart, die ich in meinem Spielzug unternehmen kann. Wie im wirklichen Leben kann man sich seine Kunden nicht aussuchen. Hier im Spiel werden sie blind aus einem Beutel gezogen. Zum Vorschein kommen Kunden erster oder zweiter Klasse, oder netter ausgedrückt: Bürger oder Gehilfen. Die Kunden werden auf bislang unbesetzten Plätzen platziert. Auf jeden Platz münden mehrere Gassen, die Kunden stehen also jeweils am Ende einer Gasse. Ist eine Gasse voll mit Marktständen bebaut und kann an jedem Ende auf einen Kunden blicken, klingeln die Kassen, das heißt: Jetzt wird gewertet. Dass die Marktstände unterschiedliche Punkte bringen, habe ich schon gesagt. Wie viel jetzt tatsächlich in die Kassen fließt, hängt von den Kunden ab, die als Multiplikator wirken. Das "Geld", das jeder erhält, sind Punkte, die auf einer Wertungsleiste markiert werden. Es gibt noch eine zweite Möglichkeit zu werten, die Distriktwertung. Deren Zeitpunkt bestimmt jeder selbst und ist dann auch der alleinige Nutznießer. Statt mein Aktionsplättchen für Aktionen zu nutzen, kann ich es auch auf einen Häuserblock legen. Dann kassiere ich - und nur ich! - für jeden Marktstand in den angrenzenden Gassen so viele Punkte, wie das Aktionsplättchen zeigt. Gleichzeitig verbaue ich damit anderen Spielern die Möglichkeit zu einer solchen Wertung, denn mein Aktionsplättchen bleibt dort für den Rest des Spiels liegen. Hier sind gute Nerven gefragt: Je länger ich mit der Distriktwertung warte, desto mehr Punkte bringt sie mir..., sofern mir nicht ein Mitspieler zuvorkommt. Wenn der 10. und letzte Kunde aus dem Beutel gezogen wurde, kommt noch ein Lord ins Spiel, sozusagen ein Kunde der Sonderklasse. Er löst bei Spielende, das eingeläutet wird, sobald ein Spieler seinen letzten Marktstand aufgebaut hat, noch eine "Lord-Wertung" auf, von der jene Gassen profitieren, die noch Platz für Marktstände haben. Und natürlich gewinnt zum Schluss, wer die meisten Punkte erzielen konnte.
Ein Wort noch zu einer Variante: Wem das Ziehen der Kunden aus dem Beutel zu glücksbetont ist, kann die Figuren auch vor Spielbeginn in einer zufälligen Reihenfolge neben den Spielplan stellen. Dann ist die Reihenfolge, in der die Kunden zum Einsatz kommen, von vornherein bekannt. Portobello Market von Thomas Odenhoven, Illustration: Michael Menzel, Grafik: Christof Tisch, 2-4 Spieler ab 8 Jahren, Preis ca. 25 € KMW, 29.12.2006 |
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| Letzte Änderung: 16.04.2008 15:39 |
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