Spielbesprechung
Eigentlich sind es nur Ziffernkarten, mit denen gespielt wird. Erst auf den zweiten Blick wird man auf die originellen Zeichnungen aufmerksam, die das Kartenblatt aufpäppeln - und vergißt sie sofort wieder, denn während des Spiels ist für solchen Schnickschnack keine Zeit.
Jeder Spieler hat seinen eigenen Kartenvorrat. Einige Karten davon nimmt er auf die Hand. Spielziel ist, alle seine Karten möglichst schnell loszuwerden.
In der Mitte des Tisches liegen zwei offene Karten. Hier wird nach Belieben abgelegt, in auf- oder absteigender Ziffernfolge. Wer jetzt erwartet, daß das schön gesittet und in ordentlicher Reihenfolge passiert, ist im falschen Spiel. Bei Paule Panik ist jeder ständig an der Reihe. Jeder legt seine Karten ab, so schnell er kann. Daß man dabei schon mal vergißt, seine Handkarten vom eigenen Deck wieder aufzufüllen, ist vorprogrammiert. Spätestens jetzt wird deutlich, wie das Spiel zu seinem Titel kam.
Erwähnt werden muß die originelle Punktwertung. Der Sieger zieht zwei Karten aus dem Ablagestapel und schreibt sich die Summe gut. Dann gibt er nach Belieben jeweils eine der Karten an den zweiten und dritten Sieger, die ebenfalls die jeweiligen Punkte erhalten - eine schöne Chance zum Ärgern, denn wo steht geschrieben, daß der zweite mehr Punkte bekommen muß als der dritte?
Paul Panik ist leichte Kost, nichts für Phlegmatiker, schnell durchgespielt und dann doch nicht zu Ende, weil es jeder nochmal spielen will.
Paule Panik von Funtasy Factory, Ravensburger, 2-5 Spieler ab 8 Jahren, ca. 15 DM.
KMW