Spielbesprechung
Kurzbeschreibung:
Ab die Post! hätte genauso gut auch “Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten” heißen können, denn in diesem flotten Ärgerspiel versuchen die Spieler mit ihren schrottreifen Postflugzeugen trotz Orkans als erster das Ziel zu erreichen. Um möglichst schnell (und heil) vom Start- zum Ziel zu gelangen stehen den Piloten drei Routen zur Verfügung, zwischen denen sie während des Rennens hin und her wechseln dürfen. Die Außenbahn ist die sicherste Strecke, aber dummerweise auch die längste. Am schnellsten im Ziel ist man, wenn man die Innenbahn entlangzieht – Unnötig zu sagen, daß man dort auch am meisten riskiert. Wer an der Reihe ist, darf entweder eine Ersatzteilkarte (Wert zwischen 1 und 3) ziehen oder fliegen. Allerdings muß man mindestens einen Gesamtersatzteilwert von vier Punkten vorweisen können, um abzuheben, so daß man in den ersten Runden Karten aufnehmen muß. Wer losfliegt bedient den Orkanspender; ein Gerät das (ähnlich dem Menetekel aus Inkognito) mit verschiedenfarbigen Kugeln gefüllt ist. Die Farbe der Kugel gibt die Zugweite (zwischen 2 und 5 Feldern) an. Aber wehe, wenn eine schwarze Kugel fällt! Dann zwingt ein Orkan alle Flugzeuge zum Landen und reparieren, d.h. die Spieler müssen Ersatzteilkarten abgeben und zwar je mehr, desto weiter innen sie fliegen. Wer nicht mehr genügend Karten hat, muß zurück zum Start. Kommt ein Flugzeug im Ziel an, gibt’s entsprechend der aktuellen Plazierung Punkte. Zusatzpunkte gibt es, wenn man den auf halber Strecke wartenden Passagier als erster aufnehmen konnte. Wer nach mehreren Rennen als erster 15 Punkte erreicht hat, gewinnt.
Empfehlung:
Ab die Post! ist ein typisches Ärgerspiel – ständig muß man überlegen wieviel man riskieren kann und will. Taktik funktioniert nur, wenn der Orkanspender mitspielt. Das muß aber kein Makel sein – In lockeren Spielrunden sorgt Ab die Post! durchaus für Kurzweil und ist ein netter Aperitif. Eine Erwähnung verdient der detailfreudige Spielplan, der die nötige Spaßathmosphäre vermittelt. Alles in allem ein nettes Riskier-Was-Spiel ohne allzu großen Tiefgang.
Autor: Helga und Hermann Huber
Firma: Goldsieber
Anzahl Spieler: 3-6
Erscheinungsjahr: 1996
Genre: Rennspiel
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Abstrakt: |
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Thema |
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Glück: |
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Taktik, Können |
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Schwere: |
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groß |
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Aufwand: |
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groß |
Gesamtnote (5 = absolutes Topspiel; 1=schlecht, macht keinen Spaß): 2,9
1996 aufgenommen in die Auswahlliste zum Spiel des Jahres
Peer Sylvester