Spielbesprechung

Bunny Zick-Zack

Kurzbeschreibung:

Drei Hasen veranstalten einen Wettlauf über eine Wiese, um zu sehen, wer erste, zweiter und dritter wird. Die Spieler ziehen vor Spielbeginn eine Reihenfolge, in dem sie die Hasen einlaufen lassen müssen. Wem es gelingt, die Hasen in der gezogenen Reihenfolge einlaufen zu lassen, der gewinnt das Spiel. Wie auch in Spielen wie ”Jockey” nehmen unabhängig von der Spieleranzahl immer drei Hasen am Rennen teil und jeder Hase kann von jedem Spieler gezogen werden. Und hier setzt der neuartige Zugmechanismus ein: Auf dem Spielfeld sind lauter farbige Pfeile gezeichnet, die in Richtung Ziel zeigen. Wird ein Hase nun z.B. auf einen blauen Pfeil gesetzt, so wird der blaue Hase in Pfeilrichtung gesetzt, landet dieser nun z.B. auf einen roten Pfeil, wird der rote Hase gesetzt, der nun seinerseits auf einem Pfeil landet etc. Das ganze geht so lange, bis ein Hase die Rennstrecke verlassen müßte oder auf einem Pfeil eigener Farbe landet. Dann setzt der nächste Spieler diese Kettenreaktion in Bewegung. Abgesehen von einem Sumpf kurz vorm Ziel, in dem auch zurückgesetzt werden kann, läuft das Rennen so bis zum Ende.

Empfehlung und Anmerkung:

Auf den ersten Blick macht der originelle Zugmechanismus Spaß, doch schon bald wurde in unserer Testrunde klar, daß man, obwohl Glücksfaktoren wie Würfel oder Karten fehlen, überhaupt nicht voraus planen kann, da die Mitspieler vor einem die Situation völlig verändern; der Chaos-Faktor ist ziemlich groß, besonders bei größerer Runde. Das Spiel kann mit dem Material durchaus zu sechst gespielt werden, doch davon ist m.E. eher abzuraten; man setzt und beobachtet ohne Chance zum Eingriff, wie die anderen Spieler seinen Hasen setzen. Ist man dann endlich wieder dran, macht man sich mit der neuen Situation vertraut und sucht sich den besten Zug raus und hofft, daß die Mitspieler einem nicht zu übel mitspielen; große Strategien kann man so vergessen, zumal es praktisch keine Möglichkeit gibt, einen vorne liegenden Hasen ernsthaft zu bremsen; der Sumpf ist zu klein, um groß zu schaden.

Das soll nicht heißen, daß Bunny-Zick-Zack schlecht ist; man sollte es nur mit überschaubarer Runde spielen, um zumindest ein bißchen Voraussicht zeigen zu können. Der Zugmechansimus ist einfach, macht aber durchaus Spaß, zumal das Spiel nicht zu lange dauert.

Autor: Doris Matthäus / Frank Nestel
Firma: FX Schmid
Anzahl Spieler: 2-6
Erscheinungsjahr: 1991
Genre: Taktik

Abstrakt:

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   Thema

Glück:

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X*

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   Taktik, Können

Schwere:

klein   

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   groß

Aufwand:   

klein   

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   groß

* Glückselement nimmt bei zunehmender Spieleranzahl stark zu.

Gesamtnote (5 = absolutes Topspiel; 1=schlecht, macht keinen Spaß): 2,5

Peer Sylvester

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