Spielbesprechung
Kurzbeschreibung:
Jeder Spieler hat die ehrenvolle Aufgabe eine Jazzband zusammenzustellen, die er am Ende des Spieles präsentiert. Dazu bewegt jeder reihum seinen Spielstein auf dem Spielplan von Feld zu Feld und nimmt die dort befindlichen Karten auf. Einige Karten sind Sonderkarten, mit denen man bei der Endabrechnung Punkte bekommt oder verliert oder Musiker abgeben muß oder so, doch die meisten sind eben Musiker. Diese unterscheiden sich außer im Namen durch einen Wert zwischen 1 und 100 (je höher, je besser), das Instrument, daß sie spielen und ihren Marotten. Und diese Marotten sind es, die dem Spiel Würze verleihen, denn es kann nicht jeder mit jedem! Der eine spielt nur, wenn ein Piano die Band begleitet, der andere tritt nur auf, wenn er der beste Musiker der Band ist oder wenn keine Frau in der Band singt. Diese Marotten unter einen Hut zu kriegen, ist gar nicht so einfach, vor allem da die Band auf jedem Fall fünf Instrumentenrichtungen (Schlagzeug, Rhythmusinstrumente, Blasinstrumente, sonstige Instrumente und Gesang) abdecken muß, sonst wird nämlich gar nicht erst gespielt. Damit das ganze aber nicht zum reinen Glücksspiel verkommt, kann ab der fünften Runde untereinander getauscht werden. Da es einem freigestellt ist, wieviel man über die angebotenen Karten verrät, muß man höllisch aufpassen, um nicht die Katze im Sack zu bekommen. Wer nach einer bestimmten Anzahl von Runden die beste Band (also die mit der höchsten Gesamtpunktzahl) präsentieren kann, gewinnt. Vorausgesetzt natürlich, die Marotten erlauben ein Zusammenspielen überhaupt.
Empfehlung:
New Orleans Big Band hat einen hohen Glückseffekt, der nur teilweise durch das Handelselement kompensiert wird - Wer keine guten Karten hat, kann auch keine tauschen. Dafür sind die Eigenarten der Musiker aber wirklich witzig zu lesen und machen einen Gutteil der Atmosphäre aus. Der eigentliche Reiz des Spiels liegt also im Zusammenwuseln der Eigenheiten und nicht im Taktikbereich. Wem so etwas Spaß macht oder wer sich für Jazzmusik interessiert, findet ein nettes Spiel für zwischendurch (wenn er sich nicht an der elenden Rechnerei am Schluß stört). Wer aber lieber taktiert oder generell sein Schicksal fest in der Hand hält, sollte diesem Spiel eher aus dem Wege gehen.
Autor: Herbert Schützdeller
Firma: ASS
Anzahl Spieler: 3-6
Erscheinungsjahr: 1990
Genre: Handel
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Abstrakt |
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Thema |
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Glück: |
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Taktik, Können |
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Aufwand: |
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Gesamtnote (5 = absolutes Topspiel; 1=schlecht, macht keinen Spaß): 2,6
1990 aufgenommen in die Auswahlliste zum Spiel des Jahres
Peer Sylvester