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PEEP ("Persönliches «Erster Eindruck» Posting" aus dem spielbox-Forum)

Alchemist


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ProduktfotoEine der aktuellen Amigo-Neuheiten stammt vom mir unbekannten Autor Carlo A. Rossi und heißt ALCHEMIST (und nicht Alchimist). In mittelgroßer Verpackung kommt das Brettspiel in braun und dunkelgrün daher. In der Schachtel:

  • das zweimal gefaltete Brett (in der Regel seltsamerweise immer wieder "Kompendium" genannt),
  • 160 kleine Holzsteinchen (lt. Regel "Ingredienzien")
  • in fünf Farben je 5 Markierungssteine für jeden der bis zu 5 Spieler,
  • dann noch einen Stoffbeutel (der natürlich lt. Regel etwas anderes ist: ein "Orakelbeutel")
  • 10 "Ruhmesplättchen" (nix anderes als Pappcounter mit den Zahlen von 1 bis 10)
  • und dann noch eher unscheinbare 5 Pappmarker mit je einer der fünf "Ingredienzien-Farben" auf der Rückseite.
  • Sichtschirme, die erstaunlichewreise wirklich "Sichtschirme" heißen
  • und die erfrischend knappe Regel (ein Faltblatt). All das passt in die ansonsten dick mit Luft gefüllte Schachtel.

Anfangs bleibt der Spielplan, der uns 10 Töpfe in Miraculixgröße neben- und untereinander zeigt, noch leer. Wir Mitspieler erhalten aus dem Stoffbeutel ein Dutzend zufällig gezogener "Ingredienzien".

Von jeder der 5 Ingredienzien-Farben werden neben dem Spielplan Nachziehstapel mit gleich vielen Steinen gebildet (bei 3 Spielern je 12, bei 4 je 16, bei 5 je 18). Das Spiel ist übrigens in der letzten Runde, wenn drei dieser Nachziehstapel aufgebraucht sind. Dann erfolgt noch eine Schlusswertung mit 10 - 5 - 0 Punkten (bei drei Spielern) bzw. mit 12 - 8 - 4 - 0 Punkten bei z.B. vier Spielern. Diese Schlusswertung war übrigens in meinen bisherigen drei Partien der Schlüssel zu Sieg oder Niederlage.

Zum Spiel:
Wer dran ist, hat eine von drei Möglichkeiten

  • Passen
    Man nimmtt genau einen Spielstein nach Wahl von den offen liegenden Nachziehsatpeln. Oder man zieht zwei zufällige Steine aus dem Beutel.
     
  • Zaubertrank brauen
    Man nimmt einen der noch leeren Kessel des Spielplans und bestückt ihn mit 1 bis 5 Ingridienzen in 1 bis 3 Farben (in jedem Kessel passen maximal drei verschiedene Farben, die Farben 4 und 5 sind hier jeweils verboten). Dann nimmt man eines der Ruhmesplättchen, legt es auf den Trank und bekommt genau so viele Siegpunkte (also 1 bis 10). Dann erhält man als Braumeister noch die zwei für diesen Trank angegebenen "verbotenen" Ingridienezien-Steine als weitere Belohnung.
     
  • Zaubertrank nachbauen
    Man nimmt hinter seinem Sichtschirm eine Kombination von Steinchen, die bereits als Zaubertrank auf dem Plan liegt. Man ziegt diese öffentlich, bekommt dafür die Siegpunkte, die als Ruhmesplättchen (bis zum Ende des Spiels unverrückbar) dort liegen und schenkt eine der Ingriedienzen dem Erfinder des Zaubertrankes. Die anderen benötigten Steinchen kommen AUS DEM SPIEL. Man selbst erhält übrigens nicht nur die Siegpunkte, sondern auch die "verbotenen" zwei Steine (siehe oben) als Belohnung.

So geht ein Partie zügig voran. Noch weiß man nicht, was gut ist, wenn die Partie aber vorbei ist (nach max. 30 Minuten beim Spiel zu dritt) und die Schlusswertung geschieht, ahnt man etwas ...

Produktfoto

Zur Schlusswertung.
Jeder Mitspieler hat anfangs geheim eine der fünf Steine-Farben zugelost bekommen (diese hält man wohlweislich bis zum Ende geheim). Am Schluss erhält zunächst jeder Spieler noch je einen Siegpunkt für je zwei Steinchen (Farbe egal) hinter seinem Sichtschirm. Dann werden alle diese Steine zu den noch nicht verbrauchten Steinchen des offenen Nachziehstapels (siehe Spielanfang) gegeben. Jetzt wird überprüft, von welcher Farbe DIE MEISTEN STEINE verbraucht wurden (sprich: aus dem Spiel gekommen sind - bei Nachbau eines Trankes bzw. auf den 10 Töpfen verteilt liegen). Der Besitzer dieser Farbe erhält je nach Spieleranzahl die Maximalpunktzahl. Die anderen Spieler erhalten für "ihre" Farbe jeweils weniger bis gar keine Punkte.

Das Spiel bietet wahrscheinlich aufgrund dieses minimalen Regelwerkes eine maximale Freiheit. Das will erst mal begriffen, sprich: ausprobiert werden. Vermutlich ahnt man anfangs nicht, warum man gewonnen (oder verloren) hat. Aber bereits ab der zweiten Partie zeigen sich Lernerfahrungen: Die anderen über die eigene Farbe in Unkenntnis lassen, die Steine der eigenen Farbe stets im Blick behalten und möglichst viele von ihnen aus dem Spiel bringen, eigene komplizierte Tränke brauen und maximale Punkte geben. Einfache Tränke mit wenigen Punkten belegen. M.E. ist nicht unbedingt das "Zaubertränke brauen" der Schlüssel zum Sieg. Es scheint viele andere Wege zu geben.

Aber: Probiert es selbst aus: Das Spiel spielt sich locker aus dem Bauch heraus. Es könnte ziemlich gut sein. Wir waren jedenfalls angenehm überrascht.

Alchemist von Carlo A. Rossi, 2-5 Spieler, ab 10 Jahren, Spieldauer ca. 40 Minuten, Preis ca. 20 €, Amigo Spiele (2007)

Dieter Niehoff, 20.03.07
Fotos: Amigo Spiel und Freizeit (2)

Diese Rezension wurde als "Erster Eindruck" zum Spiel in unserem .Spielerforum gepostet. Dort finden Sie weitere, gelegentlich auch kontroverse Meinungen.

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Weitere Infos über "Alchemist":
despielbox.de deLuding enBoardgameGeek
deSpielefindex deGoogle
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Letzte Änderung: 16.04.2008 15:40 
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