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PEEP ("Persönliches «Erster Eindruck» Posting" aus dem spielbox-Forum) Amun-ReEs ist doch immer wieder praktisch, wenn man Leute kennt, die sich alle
wichtigeren Neuheiten sofort zulegen - das schont den eigenen Geldbeutel
und befriedigt die Neugier. Nach Alhambra in der letzten Woche kam ich jetzt in den Genuss von Amun-Re - und Ihr in den selbigen eines PEEPS. |
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Die Kramerleiste verrät: Es geht mal wieder um Siegpunkte. Wie bei Knizia üblich, gibt es verschiedene Möglichkeiten an diese zu kommen, obwohl die meisten von Pyramiden abhängen (Aha, Ägypten!) - doch dazu später mehr. Jede Runde beginnt mit dem Ersteigern der Provinzen. Davon werden immer so viele versteigert, wie es Spieler gibt und jeder bekommt genau eine. Damit es zu latenten Konflikten kommt, unterscheiden sich die Provinzen in vielerlei Hinsicht: Da wäre erst einmal die Lage: Links vom Nil, rechts vom Nil, in Ober- oder Unterägypten, am Ufer oder an der Wüste. Wichtiger ist noch: Bekommt man was geschenkt, wenn man die Provinz ersteigert oder garantiert die Provinz ein regelmäßiges Einkommen? Gibt es Tempel und damit Zusatzsiegpunkte? Kann man viele Bauern ansiedeln, die für Einkommen sorgen? Man sieht - theoretisch ist jede Provinz gleich gut. Allerdings funktioniert theoretisch auch der Kommunismus - Will sagen: Praktisch streiten sich doch mehrere um dasselbe. Dabei geht es zu wie bei "Evo": Jeder bietet auf einer Leiste, wer mehr bietet zwingt den Unterlegenen, für eine andere Provinz zu bieten usw. bis der letzte nachgibt und die letzte Provinz umsonst nimmt. Die Provinzen werden bezahlt und in Betrieb genommen. In der zweiten Phase wird reihum gekauft. Auch das kostet natürlich Geld. Gekauft werden können Machtkarten, die tolle Vorteile bringen oder bei der Abrechnung für Siegpunkte sorgen, wenn bestimmte Vorraussetzungen erfüllt sind (á la "Fürsten von Florenz"). Allerdings ist das Maximum an Machtkarten durch einen weiteren "Provinzwert" vorgegeben. Zweite Option wären Bauern, die am Ende Geld bringen. Natürlich braucht man Bauernplätze in eigenen Provinzen. Drittens kann man Steine kaufen und für drei gekaufte Steine in einer Provinz gibt es eine Pyramide und damit Siegpunkte. Wer noch Geld übrig hat, darf jetzt spenden - es folgt die Opferphase. Jeder spendet Amun-Re Gold. Dabei entscheidet sich jeder geheim über die Summe und es wird gleichzeitig aufgedeckt. Alternativ kann man mal nix spenden und dem Gott 3 Gold klauen, was der aber nicht so nett findet. Na ja, verständlich. Jedenfalls bestimmt die Gesamtsumme an Gold (abzüglich der Spesen, also des geklauten Goldes) wie gnädig der Gott gerade ist und damit wie viel Einkommen ein einzelner Bauer erwirtschaftet (1-4 Gold). In mageren Zeiten springen Händler ein und Besitzer bestimmter Provinzen bekommen Bonusgold. Der Oberspender wird neuer Startspieler und darf zudem drei Dinge (Bauern, Steine, Karten) seiner Wahl umsonst vom Gott erhalten, der Zweitspender bekommt noch zwei Geschenke und alle, die überhaupt gespendet haben, eines. Wer gestohlen hat, bekommt natürlich nichts geschenkt (auch dieser Gott sieht alles), aber immerhin erhält er ja seine drei Gold. Nach der Einkommensphase geht's von vorne los. Nach drei Runden wird gewertet
und es gibt Siegpunkte für Pyramiden, sowie Bonuspunkte für gleichmäßigen
(über die Provinzen gleichverteilten) Pyramidenbau, sowie für
Pyramidenmehrheiten links bzw. rechts des Nils. Außerdem gibt es Punkte für
die Erfüllung bestimmter Machtkarten und für Tempel, die vor allem bei einem
gut gelaunten Gott richtig "metern". |
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So, die Beschreibung war schon etwas ausufernd, aber es steckt halt viel
drin im Spiel. Man hat viele Möglichkeiten und für den Sieg ist eigentlich
alles wichtig, so dass der Spielausgang einigermaßen knapp war (zumindest
auf den vorderen Plätzen). Allerdings hat man nur Möglichkeiten, wenn man
Geld hat - ich hatte intuitiv in der ersten Hälfte auf Geld gespielt und das
hat sich ausgezahlt - ich habe gewonnen. Alles in allem gefällt mir das Spiel gut, besser als z.B. "New England", bei
dem auch Grundstücke versteigert werden. Man kann einfach viel mehr machen
und planen - wenn man das Geld hat. Peer Sylvester, 13.04.2003 Amun-Re von Reiner Knizia, Grafik: Franz Vohwinkel, 3-5 Spieler ab 12 Jahren, Spieldauer ca. ca. 90 Minuten, Preis ca. 35 €. |
Peer Sylvester <peerchen@hotmail.com> 27.04.2003 16:59: | ||||||||||||
| Letzte Änderung: 16.04.2008 15:40 |
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