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PEEP ("Persönliches «Erster Eindruck» Posting" aus dem spielbox-Forum)

Augsburg 1520


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CoverVorweg: Ich hoffe man verzeiht mir, dass ich meinen ersten Eindruck nach nur 1 Partie wiedergebe

Spielablauf:
Die Regeln sind online, also nur eine kurze Zusammenfassung:
Es ist ein reines Versteigerungsspiel. Eine Runde gliedert sich in 5 Versteigerungen und anschließend gibt es Geld, Siegpunkte und neue Karten.

Gesteigert wird mit den Karten und zwar in jeder Versteigerung mit einer anderen "Farbe" (hier sind's halt Personen, aber letztlich hätten es auch Farben sein können). Man gibt vor, wie viele Karten man bietet. Reihum kann jeder passen, erhöhen oder gleichziehen. Wenn keiner mehr erhöht (und man darf nicht erhöhen, wenn keiner mehr geboten hat, auch wenn viele gleichgezogen haben), wird aufgedeckt. Wer die meisten Karten gebeoten hat, gewinnt natürlich, aber bei Gleichstand zählt die höchste Einzelkarte. Nur der Höchstbietende muss Karten abgeben, die anderen nicht, für den zweiten und den dritten Platz gibt es auch Geld - eine gute Kompensation.

Was ersteigert man? Im Prinzip das Recht seine drei Bereiche ausbauen zu können.
Der Bereich "Kartenzahl" dürfte klar sein, allerdings muss man sich engagieren, denn nur hier kann man die Erlaubnis erwerben, mehr als 25 bzw. mehr als 50 (?) Siegpunkte zu bekommen. Für einen Sieg natürlich Pflicht (zumindest bei uns dreien).
Der Bereich Siegpunkte bestimmt "einfach", wie viele Siegpunkte man pro Runde bekommt. Da es SP nur hier in nennenswerter Menge gibt, dürfte klar sein, dass hier der Schlüssel zum Sieg liegt.
Geld schließlich wird gebraucht, um Karten zu bekommen. Moment, ich dachte das wäre der Bereich "Kartenzahl"? Nein, denn dort bekommt man zwar Karten zur Ansicht, behalten darf man sie nur gegen Bares. Ohne Geld läuft also nicht viel.
Das wars im Großen und Ganzen... (Die Details stehen in der Regel, ein paar erwähne ich noch im Fazit)

Fazit/Eindruck: Ich bin etwas mit meiner Meinung gespalten (was natürlich schon mal heisst, dass es für mich weder ein absolutes Toppspiel noch ein Flopp ist). Es gibt Dinge, die mir gefallen und es gibt Dinge, die ich nicht so mag.
Außerdem hab ich es zu dritt gespielt. Zu viert oder zu fünft sind die Versteigerungen sicherlich interessanter, da ja 1 (bzw. 2) Spieler gar nix bekommen. Das kann aber auch eine Crux sein: Ich weiss nicht, ob mir das Element gefällt, dass man beim Gleichziehen nicht erhöhen darf. Denn angenommen, ich habe 4 Karten einer Sorte auf der Hand. Biete ich 3 und einer zieht gleich, der zufällig eine höhere Karte dabei hat, nützt alles nichts. Und 4 bieten lohnt sich selten, denn wenn die anderen keine oder nur 1 Karte der Sorte haben, verpulvere ich Material - und 4 Karten kosten deutlich mehr, als ich normalerweise durch den Gewinn der Vesrteigerung dazu bekomme. Hier ist ein bisschen Zock im Spiel, dass imho nicht so zum Rest passt (Ich hab nix gegen Zock, aber der Rest des Spieles scheint mir eher auf langfristige Planung angelegt zu sein).

Spielmaterial

Die Dinge, die man so ersteigert, sind alle wunderbar austariert und erlauben auch kleinere Strategien: Man braucht alles, aber wie gehe ich wo ran? Timing kann entscheidend sein, so dass es ein paar Versteigerungen gibt, die man nicht verlieren sollte (besonders bei der Erlaubnis jenseits der 25 zu kommen). Das hat mir gut gefallen.

Aber irgendwie bleibt das vage Gefühl, eine weitere Ebene hätte dem Spiel gutgetan. Zwei der Bereiche (Kartenzahl und Geld) erhöhe ich nach gewonnenen Versteigerungen nur, um wieder Versteigerungen gewinnen zu können. Da bewegt man sich sehr im selben Saft. Der dritte Bereich ist der Bereich Siegpunkte und hier geht es wirklich nur um Siegpunkte. Damit erschöpfen sich die o.g. Strategien auf die Reihenfolge, in der ich mich in den Bereichen engagiere. Dass ich wirklich anders spiele als mein Nachbar (wie es z.B. bei Sankt Petersburg der Fall ist, wo ich auf Bauwerke oder Adlige gehen kann und beide jeweils auch sehr unterschiedlich sind), kommt selten vor.

Also erster Eindruck: Nicht schlecht, aber auch kein Überflieger. Es ist halt ein sehr abstraktes Versteigerungsspiel, das recht solide gemacht ist. Ich bin etwas enttäuscht, würde es aber nochmal spielen, um zu sehen, wie es sich mit Vollbesetzung so spielt.

Peer Sylvester, 16.05.06

Augsburg 1520 von Karsten Hartwig, 2-5 Spieler ab 12 Jahren, Spieldauer ca. 25-90 Minuten, alea/Ravensburger (2006)

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Weitere Infos über "Augsburg 1520":
despielbox.de deLuding enBoardgameGeek
deSpielefindex deGoogle
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Letzte Änderung: 16.04.2008 15:40 
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