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PEEP ("Persönliches «Erster Eindruck» Posting" aus dem spielbox-Forum)

BLOX


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ProduktfotoEben habe ich Blox vom Krag-Team gespielt, die Ravensburger-Neuheit.

Als erstes fällt das Spielmaterial auf. Um guten Willen zu zeigen müsste man sagen: "Ja, das ist im Retro-Look gehalten!". Genauer gesagt im 70er-Jahre-Forma- Retro-Look. Wir haben uns bereits gefragt, ob das Spiel versehentlich in den Handel gelangt ist, sieht das Material doch eher so aus, als würde es sich um ein Handmuster für die Nürnberger Messe handeln, das ursprünglich als Ersatz für noch nicht fertige Spielmaterial dient.
Die Spielsteine sind noch recht haptisch und durchaus funktionial. Aber warum musste man als "Farben" grau, weiß, schwarz und Magenta wählen? Der Spielplan zeigt nun viele Quadrate in diesen Farben. Ja, der ist visuell so stimulierend, wie man nach der Beschreibung denkt. KartenDas beste sind jedoch die Karten, die eben nur die entsprechende Farbe zeigen. Karten, die auf einer Seite nur eine weiße Fläche zeigen, sind schon extrem interessant.

Für den Look hat es übrigens 3 Designer bedurft. Warum keine Symboliken benutzt wurden, weiß wohl niemand. Wie man ein entsprechendes Spiel ansprechend gestalten kann, zeigt z.B. Das Spiel der Türme.

Doch kommen wir zum Spielablauf!
Auf dem Plan stehen verschiedene Türme in verschiedenen Höhen und Farben (jeder Stein hat eine der vier Farben, die Farbzustellungen der Türme ist zufällig). Die Spieler können nun wenn sie dran sind eine Karte spielen, um einen Pöppel ein- oder zu versetzen. Dabei bewegt sich der Pöppel immer zum nächsten Quadrat der entsprechenden Farbe.
Doch das Bewegen dient nur dazu, sich vor die Türme zu stellen, um sie in der nächsten Runde abreißen zu können. Dazu müssen die entsprechenden Farbkarten abgegeben werden. Der Turm kommt in den eigenen Vorrat, hinzu kommen Siegpunkte entsprechend der Turmhöhe. Das Abreißen ist dabei wie eine Bewegung: Der Pöppel landet auf dem Turmfeld, egal wie weit er vorher wegstand. Allerdings darf kein Farbfeld überquert werden, dessen Karte man abgegeben hat. Entsprechend werden auch gegnerische Figuren geschlagen, nur dass dazu mindestens 3 Karten derselben Farbe nötig sind (und es gibt ebenfalls Siegpunkte). Viertens können Türme selbst errichtet werden, und zwar mit den Steinen aus dem Vorrat. Dazu muss neben den Karten auch ein Pöppel abgegeben werden.
Sowohl die (mögliche) Turmhöhe der errichteten als auch der abreißbaren Türme ist beschränkt und erhöht sich im Laufe des Spieles (Spannungsbogen und so). Das wars im Großen und Ganzen (ein paar Details hab ich mal weggelassen).

Die Züge gehen meistens schnell und das Spiel spielt sich angenehm locker. Ab und an kann - und muss - auch mal nachgedacht werden, ganz beliebig ist das Geschehen also nicht. Doch die Kartenhand gibt nicht selten das eigene Geschehen ziemlich vor. Das muss nichts Schlechtes sein, nur wissen sollte man es. Auch ist das Schlagen doppelt frustrierend: Zum einen ist es manchmal einfach Pech, dass der andere die passenden Karten hat, vor allem aber verliert man einen Zug, während der andere Siegpunkte einheimst. Aber vorsichtige Naturen können durchaus auf Sicherheit spielen und das Schlagen meistens verhindern.

SpielmaterialAbgesehen von der echt abschreckenden Optik kann man es somit als lockeres abstraktes Familienspiel empfehlen - so in etwa mit Anspruch wie "Just 4 Fun" (allerdings imho deutlich besser).

Schade finde ich zwei Dinge:
Zum einen ist zwar der Spannungsbogen um die immer höher werdenden Türme gelungen, aber es wird doch damit erkauft, dass man in der letzten Runde nicht über das Errichten oder Abreißen eines Turmes hinausplanen kann, da man dafür seine gesamte Kartenhand aufbieten muss (Man hat immer 5 Karten). So fängt man nach einer Aktion bei 0 an und hofft auf gute Karten - Wohl dem der sie auch bekommt! Am Anfang ist mehr Planung möglich, dafür gibt es weniger Punkte. Das empfinde ich als etwas ungünstig - anders herum wäre es besser! Aber naja, richtig stören tut es nicht.
Außerdem hatte ich das Gefühl, hier wäre eine gute Möglichkeit für eine Kramersche Profi-Regel gewesen. Denn das Basiskonzept ist gut und ich hätte mir eine strategischere Variante für mich als Vielspieler gewünscht (Das Potential ist da). Dann wäre Blox ein richtiges Spielkonzept für alle gewesen und nicht "nur" für Familien, die auch abstrakte Spiele spielen.
Aber vielleicht kommt da ja mal was auf Kramers Homepage .

Ansonsten: Durchaus interessant. Kein absoluter Brüller, aber etwas, das man mal ausprobieren sollte. Trotz der Optik.

BLOX vom KRAG-Team, 2-4 Spieler ab 10 Jahren, Spieldauer ca. 45-60 Minuten, Preis ca. 29.95 €, Ravensburger (2008)
(Das KRAG-Team besteht aus Wolfgang Kramer, Hans Raggan und Jürgen P.K. Grunau)

Peer Sylvester (der seine PEEPS sonst auf der .Spielbar veröffentlicht), 23.03.08
Fotos: Ravensburger (3)

Diese Rezension wurde als "Erster Eindruck" zum Spiel in unserem .Spielerforum gepostet. Dort finden Sie weitere, gelegentlich auch kontroverse Meinungen.

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Weitere Infos über "BLOX":
despielbox.de deLuding enBoardgameGeek
deSpielefindex deGoogle
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Letzte Änderung: 16.04.2008 15:40 
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