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PEEP ("Persönliches «Erster Eindruck» Posting" aus dem spielbox-Forum) Daimyo |
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Worum geht’s? Thematisch ist das Spiel im alten Japan angesiedelt. Bis zu vier Daimyos (Kriegerfürsten) versuchen sich gegenseitig das Leben schwer zu machen und hetzen ihre Bushis (Krieger) aufeinander los. Gewinner ist, wer als erstes einen beliebigen gegnerischen Daimyo zur Strecke bringt oder insgesamt drei seiner Bushis auf die "Anfangsfelder" seiner Gegner platzieren kann. Wie spielt man? Der Motor des Spiels sind Karten, die jeweils eine der folgenden Aktionen ermöglichen: Ähnlich "6 nimmt" wählen alle Spieler zwei Karten aus und legen diese verdeckt vor sich ab. Dann wird gleichzeitig aufgedeckt und beginnend mit den A-Karten, werden nacheinander die Aktionen durchgeführt. Ein Beispiel gefällig? Das hört sich nicht besonders spannend an, aber direkt am Brett kommt man aus dem Grübeln kaum mehr raus. Da das Spielfeld sehr klein ist und es schon nach kurzer Spielzeit zu Konflikten und Bedrohungen kommt, muss man die ganze Zeit mit Argusaugen die Gegner beobachten, um nicht schnell überrannt zu werden. Da C-Karten erst nach A-Karten gespielt werden, passiert es schnell, dass man mit seinem Daimyo nicht mehr wegkommt und geschlagen wird. Wie geschlagen wird? Ganz einfach, treffen zwei Armeen aufeinander, verlieren beide Seiten so viele Bushis wie der unterlegene Spieler auf dem Feld hatte. D.h. Greift man z.B. mit 4 Bushis 3 Bushis des Gegners an, verlieren beide Seiten 3 Bushis. Hat jeder seine Aktionen durchgeführt, kommt der Clou. Jeder muss eine seiner ausgespielten Karten an seinen linken und rechten Nachbarn weitergeben. Da heißt es natürlich vorausschauend planen und wachsam sein, um dem Nachbarn nicht die Karten zu geben, die ihm von großem Nutzen sein können. Aus meiner Sicht ein sehr reizvoller und genialer Mechanismus. Noch nicht erwähnt habe ich, dass die Erweiterung schon im Spiel ist. Es gibt noch F-Karten mit besonderen Eigenschaften (z.B. Selbstmord, Festungen, Ronins, Ninjas usw.), sowie Meisterkarten, die jedem Spieler eine besondere Fähigkeit verleihen. Beide Kartensorten habe ich aber noch nicht angerührt, da ich doch erst ein wenig Erfahrung mit dem Spiel sammeln muss. Das soll's erstmal zum Spiel an sich gewesen sein.
Positive Aspekte:
Negative Aspekte:
Gesamtfazit: Daimyo ist ein stimmungsvolles, schönes und forderndes Strategiespiel, das ich jedem nur ans Herz legen kann. Schneller Einstig, kurze Spielzeit und der Reiz beim nächsten Spiel nicht ganz so plump unterzugehen, führen dazu, dass ich eigentlich auf der Stelle sofort wieder loslegen möchte. Wenn das nicht ein gutes Zeichen ist, dann weiß ich auch nicht. Daimyo von Piero Cioni, 2-4 Spieler ab 12 Jahren, Spieldauer ca. 60 Minuten, Tenkigames (2005), Preis ca. 34 €. Daniel Ott, 21.10.05 |
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| Letzte Änderung: 16.04.2008 15:40 |
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