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PEEP ("Persönliches «Erster Eindruck» Posting" aus dem spielbox-Forum) Der Goldene Kompass |
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Das Spiel besteht im Wesentlichen daraus, die eigene Kartenhand zu optimieren und mit den verfügbaren Karten möglichst viele Felder abzugrasen. Dabei darf man nicht zu langsam sein, denn wie oben erwähnt, kann nur gewinnen, wer noch rechtzeitig das Ziel erreicht. Während des Spiels muss man sich entscheiden, wie schnell man laufen möchte, denn langsam bedeutet, dass man viele Ressourcen bekommt und viele Karten nachziehen darf, aber dass man auch ggf. nicht rechtzeitig ins Ziel kommt. Gleichzeitig muss man abschätzen, wie weit wohl die Mitspieler ziehen, da es entscheidend ist, ob ein Spieler vor oder hinter mir auf dem Spielplan liegt. Mir hat "Der Goldene Kompass" nicht gefallen. Trotz der hübschen Grafik und des Fantasy-Themas ist es ein staubtrockenes Optimierspiel mit viiiiiel Downtime zwischen den Zügen. Gestern war mal wieder so ein Abend, wo ich zwischen meinen Zügen noch die Küche aufräumen und einen Blick auf den Zwischenstand beim Länderspiel werfen konnte. Rein vom Mechanismus her funktioniert das Spiel tadellos und scheint auch ordentlich balanciert. Aber der Spielspaß ist für mich auf der Strecke geblieben, insbesondere wenn Grübler mit am Tisch sitzen. Dazu kommt, dass das Spiel so gut wie keine Interaktion besitzt. Zwar werden die eigenen Ausspielmöglichkeiten durch die Positionen der Mitspieler bestimmt, aber direkte Interaktion zwischen den Spielern findet nicht statt. Jeder optimiert vor sich hin; dem anderen in die Suppe zu spucken, gemeinsam gegen den Führenden zu arbeiten ist nicht möglich. Mir ist auch - mal wieder - nicht klar, wer die Zielgruppe für dieses Spiel ist. Wer das Buch liest oder sich den Film anschaut und dann dieses Spiel kauft, wird m.E. ziemlich enttäuscht sein, denn statt spannender Fantasy erwartet einen hier eher die Stille eines Schachturniers (wenngleich mit netter Grafik). Für Kinder und Wenigspieler ist das Spiel viel zu technisch, für Vielspieler gibt es im Bereich der Optimierungsspiele viel bessere Alternativen. Alles in allem: Ein typisches "German Game": 1A-funktionierender Mechanismus. Abstraktes Prinzip. Thema draufgesetzt. Technisch sauber designed. Unlustig. Kalt. Von mir daher Schulnote 3 und keine Kaufempfehlung. PS: Vielleicht zur Klarstellung: wer technische Optimierspiele mag, ist mit diesem Spiel durchaus gut beraten. Ich für meinen Teil mag solche Spiele prinzipiell nicht: ich bin beruflich tagsüber fast ausschließlich mit technischen Optimierungen beschäftigt, umgeben von schweigenden Ingenieuren. Abends beim Spielen will ich nicht das gleiche Szenario am Tisch haben. Der Goldene Kompass von Inka Brand, Markus Brand, Illustration/Grafik: Michael Menzel, 2-4 Spieler ab 10 Jahren, Spieldauer ca. 60 Minuten, Preis ca. 31.99 EUR, Kosmos (2007) Gerald Rüscher Diese Rezension wurde als "Erster Eindruck" am 23.08.07 in unserem |
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| Letzte Änderung: 16.04.2008 15:40 |
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