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PEEP ("Persönliches «Erster Eindruck» Posting" aus dem spielbox-Forum)

Eiszeit
 

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Da ist es nun endlich: Eiszeit von Alea. Ich habe es gleich einmal angetestet und einen allerallerersten Eindruck (nach nur einmaligem Spielen) hier zum Besten gegeben - sozusagen mein erster PEEP hier  ...also seid gnädig *hehe es ist echt nur ein allererster Eindruck !

CoverZur Schachtel: Wie gewohnt liefert Alea die "großen" Spiele in einem Format, das sich bücherähnlich zu den anderen Formaten im Regal gesellt. Das Cover sieht witzig aus, grinst/glotzt einem doch ein Mammut mit seinen großen Zähnen und seinem Rüssel entgegen. Darüber thront in blauer Schrift im comic-ähnlichen Look der Titel "Eiszeit"

In der Schachtel findet man: 1 Spielplan, der in 12 Felder unterteilt ist, die unterschiedliche Landschaften repräsentieren (Weide, Eiswiese, Gebirge, Steinwüste, Wald und Steppe), 65 verschiedenfarbige Holzzylinder, die die Jäger während der Eiszeit darstellen, 6 Holzmammuts, 55 Spielkarten (helle und dunkle), 14 Feuerplättchen, 6 Plättchen mit Keule, 1 Trennstreifen, 12 größere Gletscherteile, die im Laufe des Spiels nach und nach auf den Spielplan platziert werden, um die kommende Eiszeit/Eisfront zu symbolisieren, und schließlich noch 50 Stein-Plättchen. Vorsicht beim Heraustrennen dieser Plättchen, da so manches im Stanzbogen hängen bleiben kann und nichts ist ärgerlicher als ein zerschundenes Plättchen eines nagelneuen Spiels

Worum geht es und wie geht es los:

Ziel des Spieles ist, mit einem Wertungsstein auf einer Wertungsleiste (vergleichbar der Kramer-Leiste) nach 4 Durchgängen am weitesten vorne zu stehen.

Jeder Durchgang unterteilt sich hierbei in 4 verschiedene Phasen : a. Siedeln (platzieren, versetzen und verschieben der Jäger und/oder Mammuts auf dem Spielplan) b. Konflikte (Auswertung der Jägeranzahl jedes einzelnen Feldes und entfernen zuviel vorhandener Jäger) c. Wertung (Jäger in Landschaftsteilen bringen Punkte) d. Gletscher (Anlegen eines neuen Gletscherteils und damit Verkleinerung des Spielplanes, der pro Durchgang somit kleiner und kleiner wird).

Jeder Spieler erhält zu Beginn 5 Karten, 4 Steine und 13 Jäger. Runde Feuerplättchen werden verdeckt gemischt und je eines verdeckt auf ein Feld des Spielplanes gelegt. Die Feuerplättchen kommen im späteren Verlauf (Konflikte) zum Einsatz und werden erst dann i.d.R. umgedreht.

So, nun kann es losgehen:
 

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SpielmaterialDurchgang 1 Phase a (Siedeln):
Jeder Spieler muss (!) eine und kann eine weitere seiner Handkarten ausspielen. Das Ausspielen einer Karte ist mit einer Aktion verbunden, die entweder Steine (="Geldeinheit" des Spiels) einbringt oder kostet. Karten mit dunkler Rückseite sind zwar von Vorteil für die Mitspieler, bringen aber Steine in die eigene Kasse, Karten mit heller Rückseite hingegen sind von Vorteil für die eigenen Jäger, kosten aber Steine. Nach dem Ablegen der Karte und Ausführen der Aktion (z.B. neue Jäger einsetzen, Mammuts versetzen, Gegner muss Jäger vom Spielplan nehmen, Gegner dürfen Jäger auf dem Spielplan platzieren etc.) wird die Kartenhand wieder auf 5 Karten ergänzt und der nächste Spieler kommt an die Reihe. Diese Phase dauert so lange, bis alle Steine aus dem "dunklen Vorrat" (ein bestimmtes Kontingent an Steinen) aufgebraucht sind. Danach beginnt die nächste Phase .......

Durchgang 1 Phase b (Konflikte):
Nun wird ausgewertet, wie viele Jäger auf dem jeweiligen Gebiet stehen dürfen und tatsächlich dort vorhanden sind. Maximal dürfen 3 Jäger auf einem Feld stehen. Befindet sich ein Mammut auf dem Feld, erhöht sich die Maximalzahl um 1, bei 2 Mammuts um 2 etc. Auch die Feuerstellen können die Maximalzahl erhöhen; sie wurden zu Beginn verdeckt verteilt und werden jetzt aufgedeckt, so dass der Wert sichtbar ist, um die die Maximalzahl an Jägern erhöht wird. Stehen mehr Jäger als erlaubt auf dem Feld, müssen überzählige entfernt werden - beginnend mit dem Spieler, der die wenigsten Jäger in dem Gebiet platziert hat. Nachdem die Konflikte überall bereinigt wurden, beginnt die neue Phase....

Durchgang 1 Phase c (Wertung):
Jeder Jäger in einem Gebiet bringt nun Punkte, Mammuts zählen bei der Vergabe mit. Beispielsweise zählt ein Jäger in einem Gebiet ohne Mammuts 1 Punkt, in einem Gebiet mit 2 Mammuts 3 Punkte. Die Punkte werden auf der Wertungsleiste markiert und die letzte Phase des Durchgangs kann beginnen.

Durchgang 1 Phase d (Gletscher):
Wer auf der Wertungsleiste am weitesten zurück liegt, darf ein neues Gletscherteil auf eines der 12 Felder des Spielplanes legen. Somit überdeckte Mammuts und Jäger kommen vom Spielplan - können jedoch wieder eingesetzt werden. Nach Ende dieses Durchgangs werden die Feuerplättchen vom Spielplan genommen, neu gemischt und erneut verdeckt auf die Felder verteilt.

Danach beginnt ein neuer Durchgang.
 

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Fazit:

Alles in allem hat mir das Spiel sehr gut gefallen, wenngleich es weniger anspruchsvoll ist als Puerto Rico, Fürsten v. Florenz, Tadsch Mahal etc.. Die Feuerplättchen und ihr Wert beinhalten für mich bislang einen hohen Glücksanteil (so beträgt der Wert eines Plättchens 0 oder 2 und dementsprechend kommt es zu Konflikten oder nicht). Sicherlich kann ich meine Jäger auf andere Felder stellen, die noch nicht so stark von anderen Jägern besiedelt sind, jedoch wenn ich als Erster in der Runde an der Reihe bin und alle anderen ihre Jäger dann zu meinem stellen..... Auch fand ich den Spielplan nicht ganz so hübsch. Eine etwas realistischere Umgebung (ähnlich Tikal) hätte mir persönlich besser gefallen. Dagegen gefallen mir die Spielkarten, welche mit steinzeitähnliche Symboliken und Figuren versehen sind, außerordentlich gut.

Das Spiel an sich ist ein feines und lustiges Ärgerspiel, bei dem man die ungeliebten Kontrahenten sehr oft piesacken kann. Ebenso fand ich es thematisch absolut gelungen und mir/uns hat es sehr viel Spaß (bei der bislang ersten Partie) gemacht, es wird wohl noch so einige Male bei uns auf den Tisch kommen. Eiszeit wird von Runde zu Runde immer spannender, da man - aufgrund der kommenden Eiszeit - immer weniger Felder auf dem Spielplan zur Verfügung hat.

Also eine absolute Kaufempfehlung meinerseits, wenngleich man auf keinen Fall Vergleiche mit Puerto Rico, Fürsten von Florenz anstellen sollte. Aber wie bereits gesagt: Ich hab's bislang erst ein einziges Mal gespielt und die Feinheiten/Strategien stellen sich mit Sicherheit in folgenden Spielen noch ein!

Glückwunsch Alea zu einem lustigen Legespiel mit hohem Ärgerfaktor! Für meine Mitstreiter/-spieler und mich hat sich der Kauf auf jeden Fall gelohnt und wir hatten sehr viel Spaß bei der ersten Partie.

"Braz"

Eiszeit von Alan R. Moon und Aaron Weissblum, Illustration: Felix Scheinberger, Realisation: Stefan Brück, 3-5 Spieler ab 10 Jahren, Spieldauer 75-120 Minuten, alea/Ravensburger (2003), Preis ca. 29 €

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Weitere Infos über "Eiszeit":
despielbox.de deLuding enBoardgameGeek
deSpielefindex deGoogle
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Markus Barnick <Markus.Barnick@gmx.de> 23.03.2004 14:00:

mein erster Eindruck war weniger positiv:

wir haben zu 5. gespielt und nach der ersten Runde die langweilige Herumschieberei abgebrochen. Es hatte keiner so recht Lust, noch weitere Runden zu spielen.

Die Einflussmöglichkeiten sind eher gering. Ich hatte dauernd Karten der Sorte "Ein Mitspieler darf einen beliebigen Jäger entfernen" auf der Hand, die ich versuchte, loszuwerden. Will sagen: die Karten, die machen, dass etwas mit einem geschieht, waren häufiger als die, durch die man etwas geschehen lassen konnte. Dadurch ging die Kontrolle über die eigenen Aktionen verloren.
Es ist auch irgendwie mühsam, aus den wenigen Handlungsmöglichkeiten, die man hat, v.a. wenn schon alle Jäger auf dem Brett sind, noch was Sinnvolles rauszuholen.

Das Spiel hat eine leichte Ähnlichkeit mit El Grande (Wertungen, Regionen, Steine in den Regionen, Punkte in den Regionen...), liegt aber in der Qualität meilenweit dahinter zurück.

von mir keine Empfehlung.

 
Letzte Änderung: 16.04.2008 15:40 
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