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PEEP ("Persönliches «Erster Eindruck» Posting" aus dem spielbox-Forum) Elasund |
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Also: Ist es gut? Lange Antwort für Adepten: Der Spielplan zeigt das, was irgendwann einmal Elasund werden soll: Ein quadratisches Raster. Bis auf die Startgebäude erst einmal leer. Wer dran ist, würfelt erstmal mit den berühmten 2 Würfeln. Die geben an, in welcher Spalte es potentiell Rohstoffe gibt - entsprechendes Gebäude vorausgesetzt. Doch halt, Rohstoffe Damit wären wir bei Aktion Nummer 2: Bauen. Gebaut werden können Gebäude (Vorraussetzung: Etwas Geld und bereits platzierte Baugenehmigungen - siehe gleich), an der Kirche (kostet viel Geld, aber sonst unkompliziert und bringt gleich einen Siegpunkt) oder an der Mauer (kostet relativ wenig, ist unkompliziert, bringt aber auch erst dann Zählbares, wenn genug gebaut wurde). Das Bauen der Gebäude erinnert fast an ein Legespiel: Es gibt bessere und In Aktion Nummer 3 darf man eine Baugenehmigung in der Spalte platzieren, in der es auch Geld gab. Will man sie woanders hinlegen, benötigt man Machtkarten. Die Genehmigungen kosten ihren Wert in Gold - also sollte man möglichst die kleineren Ziffern legen (sofern noch vorhanden) - oder auch nicht, denn beim Bauen später darf man durchaus fremde mitbenutzen oder überbauen (muss den Geschädigten aber bezahlen), wenn man die höhere Ziffernsumme hat. Als Aktion 4 darf man mit lustigen Machtkartenkombinationen Lustiges anstellen, z.B. Geld nehmen. Sobald ein Spieler 10 Siegpunkte hat, ist das Spiel aus und derjenige hat gewonnen. Siegbedingung und die 2 Würfel sind das Einzige, was noch an Siedler & Co erinnert und beides hätte man bequem auch etwas anders lösen können. Aber egal: Das Spielgefühl ist ein völlig anderes. Durch den Wegfall verschiedener Rohstoffe ist der "alte Kern" weg und wurde durch eine Art Legespiel ersetzt.
Hinzu kommt noch, dass durch einige geschickte Regelkniffe der Glücksfaktor etwas minimiert wurde - gerade in der Anfangsphase konnte bei den Ursiedlern ja ein Spieler schnell ins Abseits geraten. Zwar ist es auch hier von Vorteil, gut zu würfeln (und wer viele Gebäude hat, bekommt auch viel Einkommen), aber es sind einige Nivellierungen vorhanden: Der Pirat trifft nur Leute, die bereits gepunktet haben. Es kann nicht 2x hintereinander dieselbe Zahl gewürfelt werden (wenn doch, muss das Schiff 2 Reihen nach oben oder unten versetzt werden. Das sollte man entsprechend auch mal bei den Siedlern probieren). Die Grundgebäude können nicht verschwinden und am Anfang hat niemand einen richtigen Vorteil. Außerdem führen viele Wege zum Ziel - Kirche, Gebäude, Mauer, Handelsleiste - die mir gut austariert scheinen. Und letztlich kann durch das neue Element des taktischen Bauens (Überbauen von gegnerischen Gebäuden, Platzieren der Baugenehmigungen, um den Gegner zu blockieren) auch geschickt gegen den Führenden gespielt werden, ohne dass es zur Candamirsches-Met-typischen Monotonie kommt. Elasund gefällt mir überraschend gut. Es ist nach wie vor kein Strategiehammer - das Glück spielt immer noch gut mit - aber als anspruchsvolles Familienspiel ist es sicherlich das Beste was in diesem Jahrtausend von Klaus Teuber rausgekommen ist. Elasund von Klaus Teuber, Grafik: Tanja Donner, 2-4 Spieler ab 10 Jahren, Spieldauer ca. 60-75+ Minuten, Kosmos (2005), Preis ca. 24.99 €. Peer Sylvester, 03.10.05 |
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| Letzte Änderung: 16.04.2008 15:40 |
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