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PEEP ("Persönliches «Erster Eindruck» Posting" aus dem spielbox-Forum) Gambit 7 |
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![]() In Phase 3 geben alle Spieler ihre Tipps ab. Die Sanduhr wird umgedreht, erst wenn die Zeit um ist, sind die Tipps endgültig, vorher können die Wettchips noch verschoben werden. Die beiden Wettchips können beliebig auf ein oder zwei Felder neben vorhandenen Antworten (dies muss nicht die eigene sein) gelegt werden. Sollte ein Spieler alle Antworten als zu hoch einschätzen, kann er einen oder beide Chips auf das unterste, rote Feld ("alle zu hoch") legen. In jeder Runde kann ein Spieler anstatt der beiden Wettchips auch den Gambit 7 Chip einsetzen. Dieser wird genauso wie die anderen Chips eingesetzt. Die Besonderheit liegt in der Punktewertung und dem Risiko des Einsatzes. Bei den "normalen Chips" kann man bereits erreichte Punkte nicht mehr verlieren. Beim Gambit 7 Chip werden die bisher erzielten Punkte eingesetzt, dies macht deshalb auch erst ab der 2. Runde Sinn. Liegt man mit dem belegten Feld richtig, werden die bisherigen Punkte mit 7 multipliziert. Liegt man falsch, ist das neue (Zwischen)Ergebnis 0. In der letzten Phase wird als erstes die richtige/beste Antwort ermittelt. Dazu wird die entsprechende Antwort auf der Rückseite vorgelesen. Punkte erhalten die Chips, die auf dem Feld neben der Antwortkarte mit der richtigen Lösung liegen. In den meisten Fällen gibt es keine Karte mit der exakten Lösung, dann bekommen alle Chips Punkte, die neben der Karte liegen, die von unten am nächsten an der richtigen Antwort liegt. Somit können zu hohe Antworten niemals Punkte bringen. Sind alle Antworten zu hoch, gibt es Punkte für das Feld "alle zu hoch". Alle falsch platzierten Chips und Antwortkarten erhalten die Spieler zurück. Dafür erhalten sie keine Punkte bzw.im Fall des Gambit 7 Chips wird der bisherige Punktestand auf 0 gesetzt. Befindet sich ein Spieler allein auf dem richtigen Feld, erhält der Spieler pro Chip den höheren Wert. Bei mehreren Spielern gibt es pro Chip den niedrigeren Wert. Sind alle Antworten zu hoch, gibt es für jeden Wettchip auf dem Feld "alle zu hoch" 15 Punkte. Ist bei den richtig platzierten Chips ein Gambit 7 dabei, werden die bisherigen Punkte dieses Spielers mit 7 multipliziert. Für die Sieger-Antwortkarte(n) erhält/erhalten der Spieler/die Spieler den kleineren Wert des entsprechenden Feldes gut geschrieben. Dann kommen auch die punktebringenden Chips/Antwortkarten zurück zu den Spielern. Die Punkte werden sofort auf der Wertungsleiste aktualisiert. Jetzt fängt die nächste Runde an. Nach sieben Runden ist das Spiel zu Ende. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt. Die Spielbewertung: Das Erste, was einem bei diesem Spiel auffällt, ist leider nicht positiv. Die Qualität der "Spieleschachtel" entspricht nicht dem Standard. Mir ist selten eine so unstabile Verpackung für Brett-/Wissensspiele in die Finger gekommen. Die äußere Verpackung ist aus dünner Pappe und auch der Innenkarton ist nicht stabil. Bereits nach 2-3x Öffnen ist unser Exemplar an der Stelle, an der man den Karton öffnet (Laschenfaltung), leicht verknickt. Das Spielmaterial dagegen ist von akzeptabler Qualität. Neben der Qualität des Spielmaterials soll sich laut den Diskussionen das Originalspiel Wits & Wagers im Vergleich zu Gambit 7 auch in den Regeln unterscheiden. Bei meiner Bewertung kann ich mich nicht vom Original beeinflussen lassen, da ich Wits & Wagers nicht kenne. In meinen bisherigen drei Partien kam der Spass nicht zu kurz. Alle drei Partien fanden jedoch auch in sehr netter Besetzung statt. Das Spiel lebt von der Interaktion der Spieler untereinander. Gemeinsam über Ausreißer Antworten lachen, um dann festzustellen, dass die Spielerin, die im Gegensatz zu den Mitspielern das durchschnittliche Lebensalter eines Rabens nicht einstellig tippt, sondern mit 40 Jahren an den tatsächlichen 70 Jahren am nächsten dran ist. Wer zuletzt lacht, lacht am besten. Das gegenseitige Hochziehen über den Wissensstand bei den verschiedenen Gebieten, das Stöhnen über die nächste Frage, die Schadenfreude über einen gescheiterten Einsatz des Gambit 7 Chips, das waren bei uns die Situationen, in denen Gambit 7 wirklich Spaß gemacht hat. Natürlich sollten die Mitspieler offen gegenüber Wissens- und Schätzspielen sein, aber auch eine sehr ernsthafte Einstellung gegenüber Spielen führt meiner Meinung nicht zu wirklichem Spielspass bei Gambit 7. Als reines Wissensspiel kann ich Gambit 7 nur eingeschränkt empfehlen, da auch andere Faktoren wie Raten, Schätzen, Zocken und Mitspieler Einschätzen eine große Rolle spielen. Insbesondere der Gambit 7 Chip könnte für "ernsthafte" Spieler ein Problem darstellen, da hier das gesamte Ergebnis auf den Kopf gestellt werden kann. ![]() Da die Regel kurz und auch nicht schwer zu verstehen ist, kann Gambit 7 auch gut von Runden aus Wenigspielern gespielt werden. Unterschiedliches Allgemeinwissen ist kein Problem. Zwar ist die Wahrscheinlichkeit zu gewinnen bei größerem Wissensstand höher, doch hat jeder Spieler seine Erfolgserlebnisse. Die Altersangabe ab 7 Jahren finde ich persönlich zu niedrig, aber wie immer sollte man im Einzelfall testen. Da das Spiel von der Interaktion der Personen untereinander lebt, ist es eher für 7 als für 3 Spieler zu empfehlen. Gambit 7 ist im ersten Eindruck für mich ein nettes Wissens-/Schätz-/Funspiel mit einer teilweise problematischen Materialqualität. In diesem Genre gefällt mir z.B. Fauna insgesamt noch besser, aufgrund der kurzen Spielzeit (15 - 20 Minuten) steht einer oder mehrerer Partien jedoch nichts im Weg, da man sich für diese kurze Spielzeit gut unterhalten kann. Gambit 7 von Dominic Crapuchettes, 3-21 Spieler ab 7 Jahren, Spieldauer ca. 15 Minuten, Preis ca. 25.00 €, Days of Wonder (2008) Thomas Reh, 15.01.2009 Diese Rezension wurde als "Erster Eindruck" zum Spiel in unserem |
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| Letzte Änderung: 04.03.2009 08:28 |
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