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PEEP ("Persönliches «Erster Eindruck» Posting" aus dem spielbox-Forum) Il Principe |
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Vor uns liegt ein Spielplan, der einen Teil von Italien zeigt. Ich weiß jetzt nicht genau, wie weit sich die Toskana erstreckt, aber ein paar Städte erkenne ich wieder von meiner Studienreise zu Abiturzeiten: Lucca, Florenz, Siena, Pisa. Weiter nördlich finden wir noch weitere bekannte Städte wie Mailand im Nordwesten oder Venedig im Nordosten. Zwischen den Städten, die im Laufe des Spiels gebaut werden sollen erstrecken sich farbige Landschaften, die während des Spiels besetzt werden sollen. Der untere Teil des Spielplans lässt Platz für insgesamt zehn Rollenkarten – fünf große und fünf kleinere. Sie werden im Spiel für die Mehrheit bestimmter gebauter Gebäude vergeben und bringen Vorteile/Privilegien mit sich. Der Zusammenhang von Rollen und Gebäuden (Gebäude gibt es in diesem Spiel in Form von Karten) wird durch die fünf unterschiedlichen Farben deutlich. Die Spieler erhalten ihr Familienwappen (mit einer kleinen Zusammenfassung der Phasen einer Spielrunde) und ihre zwölf Wappenmarker. Die Gebäudekarten werden gemischt, das Geld bereit gelegt und die Städtekarten ausgelegt. Hiervon liegen immer vier Karten aus, die unterschiedliche Städte anzeigen. Auf den Städten sind die Gebäude abgebildet, die ausgelegt werden müssen, damit man diese Stadt bauen kann. Es gibt drei unterschiedliche Stadtgrößen, unterschiedlich teuer und unterschiedlich einflussreich. Die Rollenkarten werden auf ihre entsprechenden Felder gelegt (im Zweierspiel werden nur die Hauptrollen benötigt). Ein Startspieler wird ermittelt und zu "Il Principe" erkoren. Dies verdeutlicht ein kleiner Pappmarker. Dieser Spieler mit dem Marker wird "Il Principe" – Der Fürst - genannt. Los geht's… In Phase 1 bekommen alle fünf Geldstücke und ziehen vier Gebäudekarten (sechs Geldstücke und fünf Gebäudekarten im Zweierspiel). Zwei (drei im Zweierspiel) müssen allerdings verdeckt in die Mitte gelegt werden. Haben alle, von "Il Principe" aus angefangen, ihre Karten abgegeben, werden diese umgedreht und nach Farben sortiert. Sie werden in der Reihenfolge ausgelegt, in der sie versteigert werden in… …Phase 2. Zuerst die, von denen es am wenigsten zu versteigern gibt, zuletzt die Sorte mit den meisten. Der linke Nachbar des Fürsten fängt an zu bieten. Jedes weitere Gebot muss höher sein, es wird so lange geboten, bis alle bis auf einen ausgestiegen sind. Derjenige bekommt alle Karten dieser Farbe. Jetzt ist es dem neuen Fürsten (derjenige der eine Auktion gewinnt bekommt den Marker) möglich, eine der ausliegenden vier Städte zu bauen (nicht in der ersten Runde!!!). Dazu später mehr. Die weiteren Karten werden versteigert bis alle Karten weg sind. Nach jeder Auktion kann der Gewinner eine Stadt bauen, so er denn möchte. In Phase 3 gibt es zwei Optionen für die Spieler. Eine Stadt bauen oder Gebäudekarten auslegen. Eine Stadt wird folgendermaßen gebaut. Der Spieler sucht sich eine der verfügbaren Städte aus (die vier ausliegenden, sobald eine gebaut wurde, wird eine neue aufgedeckt). Er legt die angegebenen Gebäudekarten vor sich aus. So entsteht eine Auslage von Gebäuden vor jedem Spieler. Die Gebäude werden farblich sortiert und zusammengelegt. Er bezahlt die Goldstücke, die angegeben sind, und erhält dafür die aufgedruckten Siegpunkte. Des Weiteren darf er auf der Landkarte ein oder mehrere Wappen auslegen. Und zwar in die Ländereien, die an die Stadt angrenzen. Nun kommt der Clou: Alle Rollenbesitzer bekommen nun Siegpunkte, wenn es Gebäude der Rollenfarbe in der neu entstandenen Stadt gibt. Ein Beispiel: Die Besitzer der blauen Rollenkarten bekommen Siegpunkte, wenn es nötig war, in der Stadt blaue Gebäude zu bauen. Der Lord (Hauptrolle) und der Ritter (Unterrolle) bekommen je zwei bzw. einen Siegpunkt. Wie man diese Rollen bekommt, folgt gleich… Entscheidet sich der Spieler für die andere Option, das Auslegen von Gebäudekarten, darf er so viele Karten, wie er möchte, von einer Gebäudesorte vor sich ablegen. In Phase 4 werden nun die Rollen neu vergeben. Es wird geprüft, wer die meisten Gebäude einer Sorte hat. Derjenige bekommt die Hauptrolle. Der Spieler mit den zweitmeisten Karten bekommt die Unterrolle. Bei Gleichstand wird die Rolle unter den Spielern versteigert, die gleich viele Karten besitzen. Die Besitzer der Rollenkarten führen die Sonderfunktionen direkt aus. Dies sind z.B. das Ziehen einer Gebäudekarte oder ein wenig Geld. Die Besitzer der Hauptrollen müssen allerdings die Hälfte (aufgerundet) ihrer Gebäudekarten der beteiligten Farbe umdrehen. Sie zählen im weiteren Spielverlauf nicht mehr. Die Sonderfunktion der grünen Rolle ermöglicht es allerdings, eine nichtgrüne Karte wieder umzudrehen. Es folgt eine neue Spielrunde. Das Spiel endet, wenn es nicht mehr genug Städtekarten gibt oder zu wenig Gebäudekarten im Nachziehstapel vorhanden sind. Nun folgt die Auswertung von Siegpunktleiste, Ländereienbesitz, Geld, verbliebenen Handkarten und Kartenauslage. Sieger ist der Spieler mit den meisten Punkten. Aber das war irgendwie zu erraten, oder?
Fazit: Wichtig ist auch Konzentration bei der Vergabe der Rollen. Wer hier nicht aufpasst steht bald ohne Rolle da und diese sind beim Bauen der Städte wichtige Siegpunktlieferanten. Meist lässt sich eine, manchmal zwei, Rollen beim Städtebau ausklammern, also heißt es am Ball bleiben, damit man auch bei gegnerischen Städten mit absahnt. Wichtig sind auch die Mehrheiten in den Ländereien, denn hier gibt es bei Spielende viel zu holen. Schon Oltre Mare hat mir sehr gut gefallen. Aber Il Principe gefällt mir sogar noch ein klein wenig besser. Dabei ist es nicht viel schwieriger als Erstgenanntes. Es ist aber nicht so glücksabhängig und man hat die Fäden besser in der Hand. Man muss nur aufpassen… Il Principe von Emanuele Ornella, 2-5 Spieler ab 10 Jahren, Spieldauer ca. 60-90 Minuten, Mind the Move (2005), Preis ca. 25.00 €. Andreas Odendahl, 12.11.05 KMW: Eine Bemerkung zum Spiel kann ich mir nicht verkneifen. 2003 kam der Verlag mit "Fantasy Pub" nach Essen, 2004 mit "Oltre Mare" - beide waren klein und kompakt verpackt, bei "Oltre Mare" steckte bemerkenswert viel Spiel in der kleinen Schachtel. 2005 kündigte Mind the Move stolz das erste "große" Spiel an. In der Tat ist "Il Principe" in einer repräsentativen Schachtel verpackt. Man fragt sich allerdings, ob das nötig war. Die Schachtel ist so groß, dass der Spielplan ungefaltet hineinpasst. Und er hätte noch kleiner sein können, wenn man die Ablagefelder für die Rollenkarten nicht drauf gedruckt hätte - nötig war das jedenfalls nicht. Tatsächlich ist er in Länge und Breite nur 1 cm größer als der alte Oltre Mare-Plan. Auch die Spielanleitung füllt die große Schachtel nicht aus; dabei ist sie in so kleiner Krümelschrift gedruckt, dass alte Augen Mühe haben, sie zu entziffern. Fazit: Il Principe hätte sehr gut in die alte Oltre Mare Schachtel gepasst. Aber dann hätte es auch nur die Hälfte gekostet... |
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| Letzte Änderung: 16.04.2008 15:40 |
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