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PEEP ("Persönliches «Erster Eindruck» Posting" aus dem spielbox-Forum) Im Jahr des Drachen |
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Jede Runde besteht aus 4 Phasen. In Phase 1 wählt jeder Spieler eine Aktion aus. Es gibt insgesamt 7 verschiedene Aktionen. Diese werden in jeder Runde neu in Gruppen (abhängig von der Anzahl der Spieler, bei 4 Spielern: 2, 2, 2, 1) eingeteilt und auf dem Spielplan platziert. Jeder Spieler wählt nacheinander eine der Gruppen aus und kann dann eine der Aktionen dieser Gruppe ausführen. Interessant ist, dass die Gruppenzusammenstellung zufällig ist und von Runde zu Runde variiert. Zudem kann jede Gruppe kostenfrei nur von einem (!) Spieler gewählt werden. Will ein weiterer Spieler eine Aktion dieser Gruppe ausführen, so kostet ihn das 3 Yuan. Und Geld ist knapp in diesem Spiel! Die Aktionen beinhalten im wesentlichen den Erwerb von Geld, Siegpunkten, Palastausbauten und Objekten die während der Ereignisse nützlich sind. In Phase 2 holt jeder Spieler eine weitere Person an seinen Hof. Zu Beginn hat jeder Spieler 2 zweistöckige Paläste und kann sich 2 beliebige Personen (mit geringer Erfahrung) aussuchen, die er in seinem Hof anstellt. Hierbei gilt die Restriktion, dass kein Spieler eine Personenkombination wählen darf, die vor ihm schon ein anderer Spieler gewählt hat (diese Restriktion ist bei uns nicht negativ aufgefallen, macht die Sache für den letzten Spieler aber schon schwieriger). Jeder Spieler hat 11 Personenkarten auf der Hand, 9 davon repräsentieren die im Spiel vorhandenen Personengruppen, 2 weitere Joker ermöglichen es, eine Person mehrfach an den Hof zu holen. Dabei gibt es 6 von 9 Personen mit unterschiedlicher Erfahrung. So weist eine Person mit geringer Erfahrung einen hohen Personenpunktwert auf und einen geringen Bonus, bei einer Person mit hoher Erfahrung ist es umgekehrt.
In Phase 3 findet ein Ereignis statt. Insgesamt gibt es 6 verschiedenen Ereignisse, von denen jedes zweimal vorkommt. In den ersten beiden Runden ereignet sich: Nichts! Es herrscht Ruhe und das ist auch gut so, denn man muss sich auf die kommenden Ereignisse gut vorbereiten, da diese zumeist negativer Natur sind. Die anderen 10 Ereignisse werden gemischt und in zufälliger Reihenfolge offen platziert. Ein Beispiel was den Spieler so erwartet: Beim Ereignis "Tribut" muss z.B. jeder Spieler 4 Yuan bezahlen. Kann er dies nicht, muss er für jeden Yuan den er weniger bezahlt, eine Person aus seinem Hof entlassen! Leute, das ist heftig, es ist mir einmal gelungen, ohne Geld in dieses Ereignis zu rutschen und das war der Super-Gau. Generell sollte man versuchen, immer zumindest 3 Yuan zu besitzen, um die Option zu haben, eine Aktion auszuführen, die man dringend benötigt, die aber schon ein Spieler vor einem ausgewählt hat. Das Entlassen von Personen aus seinem Hof ist auch das negative Kernelement aller Ereignisse!
Nach der 12. Runde gibt es zusätzlich eine Schlusswertung, in der jede Person, die man noch am Hof beschäftigt, 2 Punkte bringt. Zudem kann man noch Geld in Siegpunkte tauschen und auch der Mönch greift endlich ins Spiel ein. Fazit: Zu Beginn war bei allen Spielern nach der Erklärung eine gewisse Ratlosigkeit festzustellen, wie das denn wohl zu spielen sei. Diese legte sich auch erst nach einigen Spielrunden. Soll heißen, "Im Jahr des Drachen" bietet nicht gerade den einfachsten Spieleinstieg, aber es lohnt sich. Nach insgesamt 3 Partien mit 6 beteiligten Spielern äußerte keiner etwas Negatives und alle sprachen von einem zumindest guten Spiel mit hohem Wiederspielreiz. Es bietet sich dem Spieler ein abwechslungsreiches, interessantes und auch anspruchsvolles Spiel. Durch die von Runde zu Runde wechselnde Anordnung der Aktionen und die von Spiel zu Spiel wechselnde Anordnung der Ereignisse gleicht kein Spiel dem anderen und man benötigt ein sehr variables Spiel. Es stellt zudem eine schöne Herausforderung dar, herauszufinden, ob es vielleicht eine Strategie gibt, mit der man vielleicht doch immer gut klarkommt. Die Einführung der Personenpunktleiste zur Festlegung der Spielerreihenfolge ist ein innovatives und sehr gelungenes Element! Hier vorne zu liegen, macht vieles einfacher. Obwohl man sagen muss, das in unserer letzten Partie der hier stets Führende am Schluss Letzter wurde. Die Ereignisse haben zumeist negative Folgen. Hierauf muss man sich einlassen. Es wäre falsch, dem Spiel vorzuwerfen, dass es sich dabei um ein destruktives Element handelt. Vielmehr steht man ständig vor der Herausforderung, auf der einen Seite seinen Bonus zu optimieren und gleichzeitig den zu erwartenden Malus zu minimieren. Ich persönlich finde das sehr gelungen und ansprechend umgesetzt. Noch ein Wort zu Stefan Feld und zu "Notre Dame". Hier wurden im Vorfeld Ähnlichkeiten gepostet. Meines Erachtens haben die Spiele lediglich den gleichen Autoren und sonst aber auch wirklich nichts gemeinsam. Außer, das es beides gute Spiele sind, wobei "Im Jahr des Drachen" zu Recht in der Anspruchsskala etwas höher liegt als "Notre Dame". Ich persönlich würde mich freuen, im nächsten Jahr ein Spiel von Stefan Feld zu sehen, das eine 6 auf der Anspruchsskala verdient! Insgesamt von mir eine klare Empfehlung im Jahrgang 2007!
PS: Im Jahr des Drachen von Stefan Feld, Illustration/Grafik: Harald Lieske, Michael Menzel, 2-5 Spieler ab 12 Jahren, Spieldauer ca. 50-100 Minuten, Preis ca. 29.90 €, alea/Ravensburger (2007) Frank, 24.10.07 Diese Rezension wurde als "Erster Eindruck" zum Spiel in unserem |
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| Letzte Änderung: 16.04.2008 15:40 |
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