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Leserrezension («PEEP» - Erster Eindruck, gepostet im spielbox-Forum)

Indus


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BoxAm Freitag kam unser Paket mit den Spielen für die Brettspielmeisterschaft. Darunter auch Indus von Wolfgang Panning, das ich euch hier vorstellen möchte.

Beim Material hat Queen Games gute Arbeit geleistet. Die Spielplanteile und Fundstücke sind grafisch schön gestaltet, die Archäologen sind aus Holz und werden mit Aufklebern versehen, damit eine Verwechslung der Steine während des Spiels nicht vorkommt.

Bevor es richtig losgehen kann, setzt man aus den 14 Spielplanteilen eine fünfteilige Ausgrabungsstätte zusammen. Eine ganze Reihe von Variationen ist dadurch möglich. Nach drei Spielen muss ich jedoch sagen, dass dies kein wirklich zusätzlicher Reiz ist.

Auf den einzelnen Teilen sind Quadrate sichtbar, zusammengesetzt ergibt sich ein Spielplan von 6x6 Feldern, der von einem Rahmen (vergleichbar mit Löwenherz) zusammengehalten wird. Der Rahmen ist nicht nur schönes Beiwerk, sondern von hier aus schicken wir unsere Archäologen ins Spielgeschehen.

Nachdem der Plan liegt, zeigt uns ein Blick auf die Ausgrabungsstätte mehrere große Gebäude, Gräberfelder, Kanäle, Straßen und Stadtmauern, die jeweils mit einem oder mehreren Artefakten versehen sind. Auf diesen ist die jeweilige Punktzahl vermerkt, die man bei der Abrechnung am Ende des Spiels erhält.
 

Spielplan

Zum Spielablauf. Zu Beginn legt jeder Spieler reihum einen beliebigen seiner Spielsteine auf eines der Felder auf dem Spielplanrahmen (die Anleitung zeigt für Einsteiger eine Anfangsaufstellung). Sobald jeder zwei seiner Figuren aufgestellt hat, kann das Spiel beginnen.

Ein Zug sieht folgendermaßen aus: Zuerst setze ich einen weiteren Stein auf ein Feld des Spielplanrahmens, dann werfe ich den Würfel und kann mich nun entscheiden welchen meiner Steine ich in die Ausgrabungsstätte ziehen möchte. Dabei muss ich die Figur um die gewürfelten Punkte vorziehen, darf jedoch nicht abbiegen oder Würfelpunkte verfallen lassen.

Nachdem ich einem meiner Archäologen ein schönes Plätzchen ausgesucht habe, ist dieser jedoch noch lange nicht gesichert. Erst wenn ich einen zweiten Stein darauf platziere, ist das Quadrat in meinen Händen. Anders gesagt, auch ein Gegner kann sich auf mein Feld setzen, schafft er es einen weiteren Stein dort zu platzieren, sichert er das Quadrat und meine Figur wird gefangen und bringt meinem Mitspieler Punkte.

ArchäologenWarum gibt es nun Spielsteine mit drei verschiedenen Wertigkeiten (Arbeiter, Assistent und Professor)? Falls ein Würfelwurf völlig daneben geht, kann ich ein weiteres Mal würfeln, darf dann jedoch nur noch Assistent oder Professor bewegen, bei einem dritten Wurf nur noch den Professor.

So versucht man, Mehrheiten in den Gebäuden zu erlangen, gegnerische Archäologen zu fangen, oder durch weitere Würfe das Glück zu bändigen. Das Spielende tritt ein, wenn alle Steine in der Ausgrabungsstätte liegen.

Es kommt zur Wertung. Dabei werden die Mehrheiten in den Gebäuden ermittelt und die jeweiligen Artefakte entsprechend verteilt. Gleiches geschieht mit Grabstätten, Kanälen usw. hier zählen jedoch im Gegensatz zu den Gebäuden nur die oben liegenden Steine.

Mein persönliches Fazit:
Indus ist ein sehr schön aufgemachtes Spiel mit tollem Material, jedoch gibt’s auch Negatives zu berichten. Durch die vielen Straßen, Kanäle usw. geht der Überblick verloren; wer gerade in Führung liegt, ist nur schwer auszumachen. Auch bei der Abrechung kann es vorkommen, dass ein kleiner Straßenabschnitt oder ein 1er Artefakt übersehen wird. Die Artefakte sind zwar schön anzusehen, haben aber sonst keinen großen Nutzen, da sie nur für die Endabrechnung gebraucht werden. (Dass in meinem Indus zwei rote Assistentenfiguren fehlten, war persönliches Pech).

Das Regelheft ist ein wenig unübersichtlich, hat man sich durchgekämpft, begreift man das Spiel aber recht schnell. Was das Spielgefühl angeht, bin ich ein wenig gespalten. Durch das Würfeln wird natürlich ein immens großer Glücksfaktor ins Spiel gebracht, der auch durch wiederholte Würfe oft nicht ausgeglichen werden kann. Trotzdem ist Indus ein leicht erlernbares Spiel, mit strategischer Komponente, das sich zum gelegentlichen, lockeren Spielen eignet.

Meine Note: 3+ (für mich kein Kandidat für das Spiel des Jahres)

Daniel Ott, 05.04.04

Indus von Wolfgang Panning, Grafik: Hans-J. Brehm, 2-4 Spieler ab 8 Jahren, Spieldauer ca. 45-60 Minuten, Queen Games (2004)

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Weitere Infos über "Indus":
despielbox.de deLuding enBoardgameGeek
deSpielefindex deGoogle
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Letzte Änderung: 16.04.2008 15:40 
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