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PEEP ("Persönliches «Erster Eindruck» Posting" aus dem spielbox-Forum)

O Zoo le Mio


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CoverEs ist kein neues Spiel, das 2003 auf der Spielemesse von Zoch präsentiert wurde. Vielmehr handelt es sich um eine Neuauflage des Spiels "ZooSim", das im vorigen Jahr vom holländischen Kleinverlag Cwali als Spiel in einer schönen Rolle veröffentlicht wurde. Diese Rezension soll neben einer Beschreibung des neuen Spiels auch einen Vergleich ziehen zwischen dem Original und der Neuauflage.

Spielziel: Die Spieler in "O Zoo le Mio" sind Zoodirektoren. Die Aufgabe besteht darin, in 5 Jahren (= 5 Spielrunden) einen möglichst attraktiven Zoo aufzubauen. Wer über die Jahre in seinem Zoo die attraktivsten Gehege aufbaut und somit zum richtigen Zeitpunkt die meisten punkteträchtigen Besucher anlockt, macht die meisten Punkte und gewinnt das Spiel.

Spielmaterial / Spielvorbereitung: Jeder der 2 bis 4 Spieler bekommt ein kleines Zoohäuschen, von dem aus der eigene Zoo seinen Ursprung nehmen wird. Weiter erhält jeder 8 Geld in Form von weißen Holzspielsteinen. Diese werden während des ganzen Spiels verdeckt gehalten, was bei der Menge kein Problem sein sollte - das passt auch in Kinderhände.

Je 3 Holz-Spielfiguren in 5 Farben, 3 Holz-Bäume und eine Handvoll Holz-Parkbänke werden bereitgelegt. Außerdem werden in den Farben der Mitspieler kleine Fahnen untereinander an einen Fahnenmast angelegt. Die Reihenfolge der Fahnen ist zu Beginn zufällig.

Schließlich werden von den 25 Zooplättchen, mit denen die Zoos im Laufe des Spiels ausgebaut werden sollen, 5 offen nebeneinander in die Tischmitte gelegt, so dass sie von allen Spielern gut gesehen werden können. Auf den Zooplättchen befinden sich Tierarten in 5 verschiedenen Kategorien (verschiedene Farben), sowie Wege und Bäume. Jedes Plättchen ist in 2 Hälften aufgeteilt, d.h. auf jedem Plättchen sind 2 verschiedenfarbige Tiergruppen abgebildet (vgl. Dominosteine). Die Attraktivität eines Geheges wird durch eine unterschiedliche Anzahl von Sternen dargestellt (1-3 Sterne).

Spielablauf: In jeder Spielrunde stehen nacheinander 5 Zooplättchen zum Versteigern bereit. Hierzu nehmen die Spieler verdeckt ein Gebot in die Faust und decken gleichzeitig auf. Der Spieler mit dem Höchstgebot erhält das aktuelle Plättchen und muss es nun in seinen Zoo einbauen. Bei einem Gleichstand bei den Geboten entscheiden die Postionen der Fahnen am Fahnenmast. Die Versteigerung gewinnt der Spieler, dessen Fahne am Mast am weitesten oben hängt (natürlich wird nur unter den Spielern entschieden, die zusammen das Höchstgebot abgegeben hatten). Die Fahne des Siegers kommt anschließend am Fahnenmast an die unterste Position.

Das Einbauen eines Plättchens unterliegt der Regel, dass Wege an Wege grenzen müssen - es darf also kein Weg blind in einer Wiese enden. Von Vorteil ist es, wenn es dem Spieler gelingt, gleichfarbige Gehege direkt benachbart zu legen, da dieses die Attraktivität der entsprechenden Gehege steigert.

Nachdem die 5 Zooplättchen der aktuellen Runde versteigert und eingebaut sind, endet die Spielrunde (Spieljahr). Es kommt zur Zwischenwertung. Außerdem erhält jeder Spieler für seinen Zoo Einnahmen, und zwar soviel Geld, wie er in seinem eigenen Zoo Zooplättchen liegen hat. Anschließend werden für die nächste Spielrunde 5 neue Plättchen ausgelegt.

Nach 5 Runden endet das Spiel, die Punkte der einzelnen Runden werden addiert.

Wertung: Nach jedem einzelnen ersteigerten und eingebauten Zooplättchen erfolgt eine Bewegung der Zoobesucher. Dieses passiert nach folgenden Regeln:

- in das erste Gehege einer Farbe wandert eine entsprechende Figur

- sobald ein zweites Gehege einer Farbe gelegt wird (in einem anderen Zoo), wird die Attraktivität der Gehege geprüft. Sie ergibt sich aus der Zahl der Sterne auf den Zooplättchen. Je mehr Sterne, um so attraktiver ist das Gehege. Bei einem Gleichstand ist das Gehege attraktiver, in das zuletzt ein Plättchen gelegt wurde. Liegen gleichfarbige Gehege im gleichen Zoo nebeneinander, werden die Sterne addiert. In das attraktivste Gehege - das mit den meisten Sternen - werden zwei Besucher gesetzt , in das zweiattraktivste 1 Besucher.

Ähnlich wie die Gehege werden auch die Bäume behandelt. In den ersten Zoo mit einem Baum auf einem Zooplättchen wird einer der Holzbäume gestellt. Sobald in einem zweiten Zoo Bäume auf Zooplättchen angelegt werden, erhält der Zoo mit den meisten Bäumen zwei Holzbäume, der mit den zweitmeisten einen. Im Gegensatz zu den addierten Sternen bei den Tiergehegen spielt es bei den Bäumen keine Rolle, ob sie direkt benachbart liegen. Hier zählt nur die Gesamtzahl im ganzen Zoo.

Die dritte Möglichkeit, Punkte zu erzielen, bieten die Rundwege. Gelingt es einem Spieler, mit seinen Plättchen geschlossene Rundwege zu legen, darf er in diesen Rundweg eine Parkbank stellen.

Nachdem das 5. Plättchen in der ersten Spielrunde versteigert und eingebaut worden ist, gegebenenfalls Besucher, Bäume und Parkbänke verteilt worden sind, kommt es zur ersten Zwischenwertung. Pro Besucher, Baum und Parkbank gibt es nach der ersten Spielrunde 1 Punkt. Die Punkte werden auf vorgedruckten Blättern notiert.

Nach den folgenden Spielrunden geschieht das gleiche, nur gibt es dann pro Besucher, Baum und Parkbank jeweils einen Punkt mehr, nach der 2. Runde also je 2 Punkte, nach der 3. je 3 usw.

Nach der 5. Wertung werden die Punkte der einzelnen Spieler addiert zu einer Gesamtpunktzahl. Bei Gleichstand entscheidet die noch vorhandene Menge an Spielgeld über den Sieg.
 

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Spielmaterial

Fazit / Vergleich: Leider ist das Innenleben der Schachtel noch nicht die ideale Lösung, da vor allem die kleinen Zoohäuschen nicht richtig hineinpassen. Das soll jedoch in der nächsten Auflage geändert und das Tiefziehteil in der Schachtel verbreitert werden.

Ansonsten ist das Material eine deutliche Verbesserung zum Original von Cwali. Gab es in "ZooSim" noch einheitlich schwarze Figuren, um die einzelnen Mehrheiten in den Gehegen, bei den Bäumen sowie die Rundwege zu markieren, ist "O Zoo le Mio" durch die verschiedenen Farben, die Bäume und die Parkbänke deutlich übersichtlicher.

Während es sich bei den Holz-Spielfiguren um gewohnt gute Zoch-Qualität handelt, ist das von den Zoohäuschen leider nicht mit voller Überzeugung zu behaupten. Einmal zusammengesteckt sollten sie so belassen werden, auch wenn dann das Platzproblem in der Schachtel auftritt. Beim Auseinanderbauen kann es zum Einreißen der Häuschen an den Ecken und Kanten kommen. Außerdem lässt sich über die Namen der Zoohäuschen diskutieren. Die Namen "Villa Gorilla" & Co. wirken in der Zoch-Ausgabe doch recht zwanghaft aufgesetzt.

Das Spiel an sich ist schnell verstanden. Hierbei ist die Spielregel mit vielen Beispielen sehr hilfreich. Auch bei Kindern habe ich die Erfahrung machen dürfen, dass sie den Versteigerungsmechanismus und die Kniffe beim Erwerben und Einbauen neuer Zooplättchen schnell erschlossen hatten. Mit einer relativ kurzen Spieldauer von 45 Minuten eignet es sich somit gut als Familienspiel.
Doch auch ausgewiefte Zocker können an diesem Spiel ihren Spaß haben. Geld ist das ganze Spiel knapp, man muss immer wieder abwägen, ob es sich lohnt, groß einzusteigen und mal ein bißchen mehr auszugeben.

In einigen Partien musste ich feststellen, dass man aufpassen muss, am Anfang nicht zu sehr ins Hintertreffen zu geraten. Will man sich seine Siegchance nicht zu früh verbauen, sollte man sich nicht zu sehr zurückhalten beim Ersteigern neuer Zooplättchen. Auf der anderen Seite ist es aber auch von Nachteil, zu schnell die Geldreserven zu erschöpfen.

Das Original "ZooSim" enthielt neben der Grundspielregel einige Varianten in der Wertung und auch im Spielablauf (Zahl der zu verteigernden Plättchen). In "O Zoo le Mio" findet sich lediglich eine kleine Profivariante, bei der die Zahl der zu versteigernden Plättchen pro Spielrunde variieren kann.
Wir hatten bei "ZooSim" nie das Bedürfnis, die Wertungsvarianten auszuprobieren, da wir sie nicht für eine bedeutende Verbesserung des Spiels hielten. Von daher fehlen sie mir in "O Zoo le Mio" auch nicht.

"ZooSim" bzw. "O Zoo le Mio" kam seit dem Erscheinen im letzten Jahr bei uns relativ oft auf den Tisch. Und ich denke nicht, dass es in der Versenkung verschwinden wird, da es sich um ein schön gestaltetes, locker zu spielendes Spiel handelt.

Ob ich die Cwali-Ausgabe oder das neue Spiel von Zoch bevorzuge, ist schwer zu beantworten. Als Sammler bekommt natürlich die ZooSim-Rolle den Vorzug, als Spieler bzw. aus Praktikabilität spreche ich der Zoch-Ausgabe meine Empfehlung aus. Natürlich könnte man die bunten Holzfiguren für das Spiel in der ZooSim-Rolle übernehmen... Smile

Christian Hildenbrand, 31.10.2003

O Zoo le Mio von Corné van Moorsel, Grafik: Czarné, 2-4 Spieler ab 9 Jahren, Spieldauer ca. 45-60 Minuten, Zoch (2003), Preis ca. 17,95 Euro.

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Weitere Infos über "O Zoo le Mio":
despielbox.de deLuding enBoardgameGeek
deSpielefindex deGoogle
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Weitere Infos über "ZooSim":
despielbox.de deLuding enBoardgameGeek
deSpielefindex deGoogle
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Letzte Änderung: 16.04.2008 15:40 
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