|
PEEP ("Persönliches «Erster Eindruck» Posting" aus dem spielbox-Forum)
Sunda to Sahul
Ausstattung
Spielmaterial: 136 Puzzleteile, 104 Tokens, 6 Ressourcenmarker, 4 Würfel, 1 Zählbrett.
Das Material ist von sehr guter Qualität, die Tokens und Marker sind gut gestanzt. Die Puzzleteile sind offenbar für die Ewigkeit gemacht, riechen allerdings sehr streng. Das beigelegte Zählbrett wird nur für die Schlussabrechnung gebraucht und ist daher eigentlich überflüssig.
Spielverlauf
Das Regelheft zu Sunda to Sahul enthält mehrere Regelvarianten, von einem sehr einfachen Grundspiel zu diversen deutlich komplexeren Varianten inklusive Kampfregeln. Ich habe bisher folgende Varianten gespielt:
Grundregeln
Jeder Spieler erhält eine Anzahl Tokens (bei 2 Spielern z.B. je 24). werden offen zwischen den Spielern ausgelegt; der jüngste Spieler plaziert ein Puzzleteil, das nur Wasser zeigt, als Startteil in der Mitte der Spielfläche. Jeder Spieler hat 2 Züge, dann ist der jeweils nächste dran. In jedem Zug wird ein Puzzleteil an die bereits ausliegenden angelegt. Wird dabei ein node (Knotenpunkt) komplettiert, markiert der Spieler diesen mit einem seiner Tokens. Ein node ist ein Punkt, an dem 3-6 Puzzleteile so zusammenstossen, dass sie den Punkt komplett umschliessen (Beispielbilder finden sich im Regelheft). Im Grundspiel zählen nur nodes, die auf Land liegen. Das Spiel endet, wenn einer der drei folgenden Fälle eintritt:
- Ein Spieler hat keine Tokens mehr
- Es sind keine Puzzleteile mehr übrig
- Die Spieler einigen sich darauf, daß keine Puzzleteile mehr angelegt werden können.
Bei Spielende zählt jedes Token auf einer vollständigen Insel 2 Punkte, jedes Token auf einer unvollständigen Insel zählt 1 Punkt. Wie üblich hat der Spieler mit den meisten Punkten gewonnen.
Das Grundspiel ist moderat interessant, da der beste Zug in einer gegebenen Situation meist ziemlich offensichtlich ist. Für den Spieler am Zug ist es oft schwierig, zu vermeiden, dem nachfolgenden Spieler eine Vorlage für einen guten Zug zu liefern. Insgesamt ist das Grundspiel aber ganz gut zur Eingewöhnung geeignet - man entwickelt definitiv einen Blick dafür, welche Puzzleteile wo passen.
Erweiterte Regeln
Die Grundregeln gelten weiterhin, werden aber um eine Menge an komplexeren Regeln ergänzt (einige davon sind optional). Ich habe bisher folgende ausprobiert:
Knotenpunkte im Wasser: Knotenpunkte im Wasser sind im Grundspiel irrelevant, im erweiterten Spiel können sie Punkte bringen. Ein Knotenpunkt (node) im Wasser kann nur dann in Besitz genommen werden, wenn die Wasserfläche einen See bildet, d.h., komplett von Land umschlossen ist. Der Spieler, der diese Umschließung durch das Legen eines Plättchens komplettiert, kann ein Token auf dem See plazieren und ihn damit in Besitz nehmen. Bei Spielende erhält dieser Spieler dann für jeden Knotenpunkt im See 5 Punkte; ist die Insel, auf der der See liegt, vollständig, zählt jeder Knotenpunkt sogar 10 Punkte.
Stämme, Kampf und Kooperation: Ein Stamm ist ein Stapel von Tokens eines oder mehrerer Spieler. Insgesamt kann ein Stamm zwischen einem und 5 Tokens enthalten. Komplettiert ein Spieler einen Knoten, so kann er ein Token auf der entsprechenden Insel plazieren und entweder einen neuen Stamm gründen, oder (unter bestimmten Bedingungen, s.u.) ein Token zu einem existierenden Stamm hinzufügen (d.h., das Token auf den existierenden Stapel legen). Das kann aus verschiedenen Gründen sinnvoll sein: Jedes Token in einem Stamm ist bei Spielende soviele Punkte wert, wie Tokens im Stamm enthalten sind. Ist die Insel, auf der sich der Stamm befindet, komplett, so ist jedes Token doppelt soviel wert. Außerdem können Stämme andere Stämme bekämpfen, und je grösser der Stamm, desto besser die Chancen bei Angriff und Verteidigung.
|