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PEEP ("Persönliches «Erster Eindruck» Posting" aus dem spielbox-Forum)

Wizard Kings (2nd Edition)


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CoverWizard Kings 2.0 stammt vom kanadischen Verlag Columbia Games. Deshalb ist auch das Spiel auf englisch, obwohl nur die Anleitung in englischer Sprache ist, die Spielkomponenten sind eigentlich sprachunabhängig (ausser den Namen der Figuren). Die erste Edition kenne ich nicht, darum kann ich nicht über die Unterschiede berichten.

Bei Wizard Kings handelt es sich um ein sogenanntes Blockspiel. "Block" daher, weil die Einheiten im Spiel durch Holzblöcke dargestellt werden. Typisch ist dabei, dass jede Seite eines Blockes einen anderen Wert darstellt, je nach dem, welche nach oben zeigt. Somit ist es möglich, dass eine Figur 4 verschiedene Kraftstufen aufweist. Im Kampf wird der Block jeweils gedreht, um die aktuelle Stufe nach oben zeigen zu lassen. Müsste der Block von 1 auf 0 gedreht werden, nimmt man den Block vom Spielfeld, die Figur ist eines heldenhaften Todes gestorben. Durch einen Aufkleber wird natürlich auch grafisch angezeigt, welche Seite die Werte 1-4 zeigt. In Städten können sich diese Figuren auch wieder erholen, in dem man die Kosten bezahlt, um eine Stufe wiederherzustellen und dies entsprechend oft wiederholt. Da die Blöcke den Aufkleber nur auf einer Seite tragen, bekommt der Gegner nur die leere Seite zu Gesicht, weiss also nicht genau, welche Einheiten da auf ihn zumarschieren. Dies wird "Fog of War", also Kriegsnebel genannt, erst beim Kampf werden die Blöcke umgedreht, so dass alle Spieler darauf Sicht haben.

Blöcke

Wizard Kings spielt in einem imaginären Land, wo jede der 7 Rassen um die Vorherrschaft kämpft, es handelt sich also grundsätzlich um ein Eroberungsspiel. Die 7 Rassen bestehen aus feudalen Rittern, Untoten, Amazonen, Orcs, Wikingern und Ähnlichem. Die Eigenschaften unterscheiden sich zum Teil ziemlich stark, so dass gewisse Rassen prädestiniert sind für eine defensive Strategie, andere wieder eher für einen Offensive. IlluJede Rasse kann Einheiten wie Kämpfer, Schiffe, Burgen, Katapulte, Monster, Helden und Magier enthalten.

Jeder Spieler startet mit bis zu 10 Einheiten (wobei keine Rasse mehr als 11 Einheiten (Blöcke) zur Verfügung hat. 50 Punkte darf jeder Spieler einsetzen, um seine Figuren auf den Plan zu stellen. Eine Figur mit Kosten von 3 pro Kraftstufe kostet also in ihrer vollen Pracht (3x4=) 12 Punkte. Daher ist bereits das Aufstellen ein taktisch-strategischer Akt. Jeder Spieler bekommt ein Gebiet, das Städte umfasst, die pro Runde 10 Geldeinheiten produzieren. Somit lassen sich nur halbstark ins Spiel gekommene Einheiten später noch aufwerten bzw. verlezte wieder heilen bzw. im Kampf gestorbene wieder einbringen.

Die Landkarten, die mit einem Hexfeldgitter überzogen sind, weisen verschiedene Gebiete auf, beispielsweise Ebene, Sumpf, Gebirge, Wald und Wasser (Meer). Die Figuren haben Eigenschaften, die es ihnen erlauben, überhaupt ins Gebirge zu gehen, bzw. haben sie einen Kampfbonus in einem solchen Gebiet. Auch hier ist wieder taktisches Vorgehen angesagt, welche Einheiten man auf welchem Weg wohin schickt. Einzig der Magier (je einmal vertreten pro Rasse), kann sich über alle Terrain-Effekte hinwegsetzen, darf aber im Falle des Todes nicht wieder eingesetzt werden. Der Magier kämpft grundsätzlich mit Zaubersprüchen, diese bezahlt er mit seiner Lebenskraft.

LandkarteWenn sich 2 feindliche Blöcke (oder mehr) im einem Hexfeld gegenüberstehen, kommt es zum Kampf. Dieser wird folgendermassen abgewickelt: Jede Figur ziert ein doppelstelliges Kürzel, z.B. A2, B1 oder C3, das folgendermassen zu lesen ist: Der Buchstabe gibt die Priorität im Kampf an. Eine Figur mit A schlägt zuerst, eine Figur mit D schlägt zuletzt. Eine Figur mit x1 trifft nur, wenn eine 1 gewürfelt wird, eine Figur mit x4 trifft, wenn eine 4 oder weniger gewürfelt wird. Die stärkste Figur wäre demnach eine A6 (gibt es aber nicht) und die schwächste eine D1. Die Anzahl der zu werfenden Würfel ergibt sich aus der aktuellen Kraft einer Figur/Blocks, also 1-4, je nach dem auf welcher Seite der Block sich gerade befindet. Somit ist klar, wer im Kampf zuerst würfeln darf, kann den Gegner vor seinem Gegenschlag bereits um ein oder zwei Würfel schwächen.

Jede Runde kennt eine Initiative (wer ist Startspieler), dann die Bewegung (aller Figuren), eine Kampfphase und eine Versorgungsphase (Städte produzieren Gold, das zum Heilen oder Produzieren eingesetzt werden kann). Nach 10 Runden ist das Spiel vorbei und es gewinnt der Spieler, der die meisten Städte eingenommen hat.

Mit dem Grundspiel können bis zu vier Spieler teilnehmen, Erweiterungskarten sind erhältlich.

Eindruck:

Grundsätzlich muss man Eroberungs- bzw. konfrontative Spiele mögen. Innerhalb dieses Genres erlaubt einem Wizard Kings eine grosse Flexibilität in der Gestaltung seiner Strategie. Natürlich wird ein unterlegener Spieler über das Würfelpech jammern, dennoch hat es mir viel Spass und Spannung bereitet. Wenn sich ein Unheil anbahnte, hatte ich immer noch etwas Zeit um zu reagieren.

Spielplan

Die Regel (nur schwarz/weiss) ist präzis geschrieben, dennoch sind fortgeschrittene Englischkenntnisse von Nöten, aber einmal kapiert, braucht man kaum mehr nachzuschlagen. Eine Partie zu viert dauert um 2 Stunden. Zu zweit reicht eine Stunde. Das Material besteht aus je 11 Holzblöcken, auf die man die Figurenaufkleber aufbringen muss. Es gibt 4 Kartenteile die sich verschieden kombinieren lassen. Diese sind aber dünn und man legt besser eine Plexiglasscheibe darüber.

Für meinen Geschmack gab es zu grosse Unterschiede in den Fähigkeiten der verschiedenen Rassen. Auch auf der Landkarte gab es etwas arg viel Wasser, da nicht jede Rasse über Schiffe verfügt. Abgesehen von diesen Bedenken betreffend der Balance ist das Spiel sehr solide designt.

Wizard Kings ist deutlich komplexer als übliche SdJ-Spiele, selbst ein bisschen mehr als Caylus, doch innerhalb der Wargames gilt es immer noch als ein "einfaches" und ist deshalb auch für interessierte Einsteiger wie mich geeignet, der bis anhin noch nie ein Blockspiel gespielt hatte, sondern eben eher Puerto Rico, Caylus, Hermagor usw.

Wizard Kings (2nd Edition) von Tom und Grant Dalgliesh, 2-4 (mit Erweiterung bis 7) Spieler, Columbia Games.

Daniel Rosenwasser, 02.04.07
Fotos: Columbia Games (5)

Diese Rezension wurde als "Erster Eindruck" zum Spiel in unserem .Spielerforum gepostet. Dort finden Sie weitere, gelegentlich auch kontroverse Meinungen.

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Weitere Infos über "Wizard Kings":
despielbox.de deLuding enBoardgameGeek
deSpielefindex deGoogle
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Letzte Änderung: 16.04.2008 15:41 
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