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PEEP ("Persönliches «Erster Eindruck» Posting" aus dem spielbox-Forum)

Zauberschwert & Drachenei

CoverIch hatte das Glück, Zauberschwert & Drachenei in einer Testrunde spielen zu dürfen. Smile Mir hat das Spiel sehr gut gefallen. Und bei den Preisen von Adlung kann man sowieso nicht viel falsch machen. Ich bin gespannt, wie das Spiel ankommt. Den Vergleich mit "Verräter" und "Meuterer" braucht es jedenfalls nicht zu scheuen. Glückwunsch zur Erstveröffentlichung!

Hier ist mal eine Beschreibung und ein erster Eindruck.

Spielziel:
Bei Zauberschwert & Drachenei kämpfen bis zu vier Magier um den Sieg. Jeder Spieler versucht, so viele Machtsteine (Siegpunkte) wie möglich zu sammeln. Machtsteine gibt es für Kämpfe mit magischen Kreaturen, die im Spielverlauf stärker werden (Spinnen, Orks, Drachen). Da hier Zauberer am Werk sind, wird nicht mit Schwertern, sondern mit Magie, Zaubersprüchen und Artefakten gekämpft.
Wer schließlich die meisten Machtsteine gesammelt hat, gewinnt das Spiel.

Spielvorbereitung:
Zu Spielbeginn erhält jeder Spieler einen Zauberer seiner Farbe und zwei Karten, mit denen angezeigt wird, wie viel Magie ein Zauberer momentan besitzt.
Die restlichen Karten teilen sich auf zwei Stapel auf; ein Stapel mit Artefakten und ein Stapel mit Abenteuerkarten.

Spielablauf:
Das Spiel verläuft über mehrere Runden. Am Anfang einer Runde werden zunächst zwei Abenteuerkarten aufgedeckt. Außerdem regeneriert sich jeder Zauberer um zwei Einheiten Magie. Beginnend mit dem Startspieler legen die einzelnen Spieler dann ihre Zauberer an eine der aufgedeckten Karten an. Es gibt vier verschiedene Kartensorten: Zaubersprüche, heilige Stätten, Energiekugeln und magische Kreaturen. Haben alle Spieler ihre Karten angelegt, so werden diese ausgewertet.

Hier erkennt man schon, dass es zwangsläufig zu Konflikten und Meinungsverschiedenheiten unter den Zauberern kommen wird, da nur zwei Karten ausliegen. Allerdings dürfen sich Zauberer für eine Runde auch verbünden und gemeinsam gegen eine Kreatur kämpfen.

Wurden die Karten ausgewertet, so dürfen die Spieler noch Artefakte auslegen. Es gibt Artefakte, die aus mehreren Teilen bestehen. Ein solches Artefakt darf man erst auslegen, wenn man alle Teile besitzt. Diese Teile dürfen auch untereinander getauscht werden. Danach beginnt eine neue Runde.
 

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Die Abenteuerkarten und der Kampf gegen eine Kreatur:
Die verschiedenen Abenteuerkarten sind mit unterschiedlichen Intentionen verknüpft.

An einer Energiekugel kann man sich mit Magie auftanken, wenn der eigene Zauberer mal wieder etwas schwächelt.

Zaubersprüche erhält man kostenlos, sofern kein weiterer Zauberer angelegt wurde. Falls mehrere Zauberer an einen Zauberspruch angelegt werden, wird dieser versteigert. Erhält ein Spieler einen Zauberspruch, legt er ihn vor sich aus. Zaubersprüche sind nicht zu unterschätzen, da sie in jeder Spielrunde benutzt werden dürfen und bis zum Spielende erhalten bleiben. Einige Zaubersprüche wirken besonders gut in Kombination mit anderer Sprüchen. Bei einer heiligen Stätte erhalten alle anliegenden Zauberer kostenlos Machtsteine und Artefaktkarten, allerdings in sehr geringer Anzahl.

KartenDie meisten Siegpunkte und Artefaktkarten erhält man beim Kampf gegen Kreaturen. Auf einer Karte mit einer Kreatur ist zunächst die Stärke abgebildet. Dieser Wert besagt, wieviel Magie aufgebracht werden muss, um die Kreatur zu besiegen.

Hat nur ein Spieler seinen Zauberer angelegt, so kämpft er alleine gegen die Kreatur und zahlt entsprechend viel Magie. Als Belohnung gibt es dann Artefaktkarten und Machtsteine. Haben zwei oder mehr Spieler ihren Zauberer angelegt, so können sie kooperieren und teilen sich die Kosten. Allerdings erhalten alle dann auch weniger Machtsteine und Artefaktkarten.

Sind sich die Spieler nicht kooperationseinig, so wird die Kreatur „versteigert“. Es darf dann derjenige gegen die Kreatur kämpfen, der am meisten Magie bietet (mindestens so viel, wie die Stärke der Kreatur). In diesem Fall ist die Belohnung genau so groß, wie bei einem Spieler, der alleine kämpft. Das Schöne daran ist, dass die anderen dann leer ausgehen Smile

Ist man daran beteiligt, eine Kreatur zu besiegen, so kann man seine Artefaktkarten einsetzen, die man in vorangegangenen Runden ausgelegt hat. Dazu sind auf den Artefakten Symbole abgebildet. Entsprechende Symbole befinden sich auch auf den Kreaturenkarten. Stimmt nun ein Symbol eines eigenen Artefakts mit dem Symbol einer Kreatur überein, so erhält man zusätzliche Magie oder zusätzliche Machtsteine.

Spielende
Das Spiel endet, wenn alle Abenteuerkarten aufgebraucht sind, also nachdem alle Kreaturen besiegt wurden. Gewonnen hat dann der Spieler mit den meisten Machtsteinen.

Spielgefühl und Strategie
Zauberschwert & Drachenei spielt sich außerordentlich flüssig. Man steht ständig vor dem Dilemma zu wenig Magie zu besitzen. Da meistens mehrere Zauberer an einer Abenteuerkarte anliegen und man Artefaktkarten tauschen darf, wird man ständig ins Spielgeschehen eingebunden, so dass es kaum Wartezeiten gibt. Es macht besonders viel Spaß, zu beobachten, wie sich im Spielverlauf eine immer größere Anzahl an Artefakten und Zaubersprüchen auf dem Tisch ausbreitet (Wir sind halt doch noch irgendwo Jäger und Sammler). Da man von Runde zu Runde mehr Hilfsmittel zur Verfügung hat und die Kreaturen immer stärker werden, entsteht ein schöner Spannungsbogen. Während des Spiels muss man ständig überlegen, welche Karte die günstigste ist oder wie man die anderen am besten schädigt. Manchmal muss man geschickt mit anderen kooperiern, manchmal egoistisch eine Kreatur alleine besiegen. Besonders in den letzten Runden lässt die Kooperationsbereitschaft dann stark nach.

Sowohl mit guten Zaubersprüchen, als auch mit Artefakten hat man gute Gewinnchancen, sofern man sie richtig einsetzt. Bezahlt man allerdings für einen Zauberspruch zu viel, so bremst man sich zunächst selber aus. In einem solchen Fall sollte man dann weniger teure Abenteuerkarten auswählen oder zusehen, dass man jemand findet, der kooperieren möchte.

In den Testrunden gab es viele Diskussionen über verschiedene Zauberspruchkombinationen (oder soll man sich doch mehr auf Artefakte spezialisieren?). Letztendlich gibt es aber auch noch einen geringen Glücksfaktor. Spielt man gegen Zauberschwert-Anfänger, so wird man meistens gewinnen, was wiederum zeigt, dass es kein Glücksspiel ist.

Der Autor hatte das Spiel ursprünglich als Brettspiel gestaltet. Erst später wurde es zu einem Kartenspiel weiterentwickelt. Dadurch erklärt sich ein gewisser Brettspielcharakter.

An@, 14.10.03

Zauberschwert & Drachenei von Jochen Schwinghammer, Grafik: Jochen Schwinghammer, 2-4 Spieler ab 12 Jahren, Spieldauer ca. 45 Minuten, Adlung (2003), Preis ca. 6.20 €.

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Weitere Infos über "Zauberschwert & Drachenei":
despielbox.de deLuding enBoardgameGeek
deSpielefindex deGoogle
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Letzte Änderung: 16.04.2008 15:41 
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