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Presseinformation Auf der Reeperbahn |
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In ganz Hamburg herrscht Feierstimmung. Gerade noch einmal konnte die Stadt verhindern, dass die Deutsche Bahn von der Spree an die Alster umzieht. Es ist also doch noch nicht alles zu spät. Die Menschen fassen wieder Vertrauen in die Zukunft und entwickeln mal so richtig Unternehmungslust. Zwei Spieler zum Beispiel fassten auf der Reeperbahn nachts um halb Zwei den kühnen Plan, auf St. Paulis bekanntester Nachtschwärmerstrasse jeweils ein Lokal zu eröffnen. Beide träumen davon, die neue angesagte Adresse auf St. Pauli zu werden - in allen Ehren natürlich. Und weil sie erfahrene Barhocker sind, ist beiden auch völlig klar, dass auf der Reeperbahn nur der Erfolg haben wird, dem es gelingt, einen der beiden Hamburger Szene-Leithammel, Schampus-Charly oder Brilli-Lilli, ins eigene Lokal zu locken und als Stammgast zu gewinnen. Der Spielplan von "Auf der Reeperbahn nachts um halb Zwei" wird so zwischen die beiden Konkurrenten gelegt, dass jeder direkt vor einem der beiden Cabaret-Lokale sitzt, die sich an den Schmalseiten des Plans, d.h. auf gegenüberliegenden Straßenseiten der Reeper-bahn befinden. Auf der Fahrbahn, die in eine größere Anzahl von Lauffeldern unterteilt ist, markiert ein Kanaldeckel die Straßenmitte. Dorthin wird, ehe das Spiel richtig beginnt, Brilli-Lilli, die einflussreiche Szene-Diva, gesetzt. Ebenfalls in die Straßenmitte, aber mehr dort, wo’s ein bisschen dunkler ist, kommt Schampus-Charly, ähnlich wichtig wie Lilli, aber vom Temperament her doch ziemlich anders. Nach dem ersten großen Auftritt dieser beiden Szenegrößen folgen die beiden Bodyguards, ohne die Lilli nie auf die Straße geht. Mit je einem Feld Zwischenraum postieren sich die beiden vor und hinter Lilli. Nun fehlen noch zwei weitere wichtige Figuren: "Der blonde Hans" (gelb) und "die rote Lola (rot). Beide sind bekannte Künstler auf der Reeperbahn, und jeder weiß, dass Lilli und Charly meist dorthin ziehen, wo die beiden auftreten. Einer der beiden Spieler nimmt den blonden Hans und stellt ihn in seiner Straßenhälfte auf das eine freie Feld zwischen Lilli und dem ersten Bodyguard. Der andere Spieler schnappt sich die rote Lola und platziert sie seinerseits auf dem Feld zwischen dem zweiten Bodyguard und Lilli. Zum Abschluss der Spielvorbereitung werden nun noch die 55 Spielkarten gemischt und als verdeckter Stapel neben den Spielplan gelegt. Der Kartenstapel beinhaltet Lilli-Karten, Bodyguard-Karten, Karten, die die rote Lola zeigen, und solche, die dem blonden Hans Beine machen. - Jeder zieht zu Beginn acht Karten vom Stapel, und dann kann das Spiel seinen Lauf nehmen. Pro Zug dürfen immer nur Karten einer bestimmten Sorte ausgespielt werden, davon aber dafür beliebig viele. Wer also Lilli-Karten ausspielt, um die Spielfigur Lilli näher an sein eigenes Lokal heranzuführen, darf nicht im gleichen Zug auch noch andere Karten-Typen, z.B. Bodyguard-Karten, spielen. – Alle Karten tragen unterschiedlich hohe Zahlenwerte, die jeweils angeben, um wie viele Felder weit die entsprechende Figur damit bewegt werden kann. Sonderregeln gelten für die Karten der beiden Reeperbahn-Attraktionen "Rote Lola" und "Blonder Hans". – Wenn sich die rote Lola zwischen Brilli-Lilli und der eigenen Straßenseite befindet, dann dürfen Rote-Lola-Karten auch zum Bewegen anderer Figuren eingesetzt werden. – Der "blonde Hans" wiederum besitzt eine ganz besondere Anziehungskraft. Ein Spieler, der am Zug ist, darf – anstatt Karten auszuspielen - einen der Bodyguards oder Brilli-Lilli auf das Feld ziehen, auf dem er selbst steht. Nur die rote Lola lässt sich nicht vom blonden Hans herbeizitieren. Ziel des Spieles ist es, dass entweder die Figur der Brilli-Lilli oder die von Schampus-Charly über die Lauffelder der Reeperbahn ins eigene Lokal zieht. Wer sich die nicht so wahnsinnig große Zahl besagter Lauffelder ansieht, der könnte zu dem Schluss kommen, dass das eigentlich eine leichte Übung sein müsste... Von wegen! Erstens fühlen sich Lilli und Charly ständig zwischen den beiden Lokalen hin- und hergerissen (dafür sorgen schon die geschickt ausgespielten Karten der beiden Lokalbesitzer) und zweitens lassen sich die beiden Szenegrößen gar nicht so leicht bewegen. Lilli zum Beispiel tut keinen Schritt, ohne von ihren beiden Bodyguards eingerahmt zu sein. Wer die brillantenschwere Dame also mit Hilfe der entsprechenden Lilli-Karten dazu bewegen will, irgendwo hin zu kommen, der muss dafür sorgen, dass auch ihre Leibwächter durch Ausspielen entsprechender Bodyguard-Karten mit Lilli Schritt halten können. Schampus-Charly wiederum kann man mit Karten überhaupt nicht auf Trab bringen. Vielmehr lässt er sich von demjenigen Spieler, der seinen Zug gerade beendet hat, immer um so viele Felder weit in die Richtung des spielereigenen Lokals bewegen, wie dort Figuren (Hans, Lola, und vielleicht auch schon mal ein Bodyguard) stehen; meist ist das zwar nur einer, es können aber auch schon mal zwei, und in sehr seltenen Fällen sogar drei werden. Auch dann, wenn es einem Spieler gelingt, Brilli-Lilli samt ihren beiden Bodyguards auf seine Straßenhälfte zu ziehen, bewegt sich Charly um ein Feld auf das eigene Lokal zu. Das Spiel endet spätestens, sobald der Kartenstapel zweimal durchgespielt wurde. Es gewinnt dann der Spieler, auf dessen Hälfte der Straße Brilli-Lilli steht. Meist endet "Auf der Reeperbahn nachts um halb Zwei" aber vorzeitig dadurch, dass es einem der beiden Spieler gelingt, Schampus-Charly oder Brilli-Lilli über die ganze Breite der Reeperbahn hinweg in sein eigenes Lokal zu ziehen. Auf der Reeperbahn nachts um halb Zwei von Reiner Knizia, 2 Spieer ab 12 Jahren, Spieldauer ca. 30 Minuten, Kosmos (2006), Preis ca. 14,99 EUR Fritz Gruber |
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| Letzte Änderung: 16.04.2008 15:41 |
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