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Eben sitzen noch sechs Personen um den Tisch herum, plötzlich hält sich einer die Ohren zu, einer streckt die Arme in die Luft und der Rest der Spieler steht gerade von seinen Sitzen auf. Was wird denn hier gespielt? Klarer Fall: Concerto Grosso!
Zu Beginn des Spiels erhalten alle Spieler gleich viele Karten, die sie als Kartenstapel vor sich ablegen. Die Karten zeigen verschiedene Hasenmusiker (Dirigent, Sängerin, Klavierspieler etc.). Der jüngste Spieler beginnt, danach geht es im Uhrzeigersinn weiter. Wer am Zug ist, nimmt die oberste Karte von seinem Stapel und legt sie verdeckt in die Mitte des Tisches. Dort deckt er die Karte auf. Er sieht einen von elf möglichen Musikern.
Bei den meisten Hasenmusikern passiert erst einmal gar nichts. Jedoch gibt es vier Musiker, bei denen die Spieler auf bestimmte Weise reagieren müssen. Beim Schlagzeuger werden die Arme in die Luft gehoben, bei der Sängerin müssen sie sich die Ohren zuhalten, beim Dirigenten müssen sie aufstehen und sich wieder hinsetzen und beim Musiker der die Becken spielt müssen die Spieler in die Hände klatschen. Wer falsch reagiert, muss alle Karten, die bis zu diesem Zeitpunkt in der Tischmitte liegen, aufnehmen. Wer als Erster keine Karten mehr besitzt wird Störenfried. Und das ist eine feine Sache, denn der Störenfried darf bewusst falsch reagieren. Wenn andere Spieler darauf reinfallen Pech gehabt! Man muss ja nicht immer alles nachmachen, oder? Das Spiel endet, wenn ein zweiter Spieler keine Karten mehr besitzt. Verloren hat derjenige, der am Ende des Spiels die meisten Karten eingesammelt hat.
Concerto Grosso von Hajo Bücken, Grafik: Oliver Freudenreich, 3-6 Spieler ab 8 Jahren, Spieldauer ca. 20 Minuten, Preis ca. 11 DM, Amigo (2000).
Tanja Hohmann