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Presseinformation

Die Säulen der Erde

Das große Spiel zum großen Roman von Ken Follett


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Verfilmt wurden schon viele Romane des walisischen Schriftstellers Ken Follett: U.a. sein 12-Millionen-Bestseller "Die Nadel" (1978), "Der Schlüssel zu Rebekka" (1982), "Auf den Schwingen des Adlers" (1983) und "Die Löwen" (1986). - Aber verspielt... Verspielt wurde bislang noch kein Follett-Roman. Das ändert sich jetzt.

Die beiden deutschen Spieleautoren Stefan Stadler und Michael Rieneck erhielten das Privileg, Folletts bekanntesten Roman, "Die Säulen der Erde", in die Sprache des Spiels zu übersetzen. Ken Follett und sein spielbegeisterter Sohn waren vom Ergebnis so angetan, dass der 1949 im walisischen Cardiff geborene Erfolgsschriftsteller am 4. Oktober 2006 eigens zur Vorstellung des neuen Spiels zum Buch zur Frankfurter Buchmesse kommt.

"Ich muss zugeben, ich hätte mir nie vorstellen können, dass "Die Säulen der Erde" eines Tages als Brettspiel erscheinen würde. Aber es funktioniert wunderbar, und wir alle haben sehr viel Spaß damit." Ken Follett

Spielablauf

ProduktfotoDer Spielplan, ebenso wie das Cover wunderbar illustriert von Michael Menzel, zeigt eine südenglische Landschaft rund um das fiktive Städtchen Kingsbridge. Eingebettet in diese Landschaft befinden sich vierzehn wichtige Spielstationen. Darunter natürlich auch der Bauplatz, auf dem im Verlauf des Spiels eine prächtige Kathedrale heranwachsen wird.

Jeder Spieler verfügt über drei Baumeister sowie über sieben "kleine" und einen "großen" Arbeiter (entspricht fünf kleinen Arbeitern). - Darüber hinaus erhält jeder zu Beginn drei Handwerker (1 Mörtelmischer, 1 Schreiner, 1 Steinmetz) in Form von Karten, die er offen vor sich ablegt, sowie zwei Holzscheiben seiner Farbe (eine davon wird anzeigen, wie viel Gold man gerade noch im Säckel hat, die andere, wie viele Siegpunkte man bereits erwirtschaften konnte). - Im übrigen gibt es noch einen allgemeinen Vorrat an 36 Handwerkerkarten, 9 Baustoffkarten, 16 Vorteilskarten sowie 10 Ereigniskarten.

Jede der insgesamt sechs Spielrunden ist in drei Spielphasen unterteilt und hat stets den gleichen, in sich stimmigen und logischen Ablauf.

Phase 1

Von den Handwerkerkarten werden die beiden obersten, von den Baustoffkarten (die Runde für Runde wieder neu gemischt werden) die sieben obersten am unteren Rand des Spielplans ausgelegt. Reihum wählen die Spieler dann immer eine Karte für sich aus. Man kann, immer wenn man wieder an der Reihe ist, so lange je eine neue Karte nehmen, wie man diese auch mit Gold (bei Handwerkerkarten) bezahlen kann. Wer eine Baustoffkarte nimmt, muss die auf dieser Karte geforderte Anzahl von "Arbeitern" abstellen können. Nimmt man z.B. eine Baustoffkarte "Holz", so könnten die Angaben auf dieser Karte folgendes aussagen: "Der Spieler, der diese Karte besitzt, darf sich später vier Holzteile aus dem Wald holen, wenn er in der Lage ist, dafür sieben seiner Arbeiter sofort in den Wald zu schicken" (jeder Spieler hat in aller Regel pro Runde nur 12 Arbeitskräfte zur Verfügung!). Alle Arbeiter, die nicht in den Wald, den Steinbruch oder die Sandgrube geschickt werden, setzt man in die Wollmanufaktur, wo sie später Gold einbringen werden.

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Strategisch von großer Bedeutung ist, dass man nach Möglichkeit versucht, solche Baustoffe zu erhalten, die man mit der eigenen Handwerkerschar möglichst gewinnbringend beim Bau der Kathedrale einsetzen kann. Wer also unter seinen maximal fünf verschiedenen Handwerkern jemanden hat, der aus nur einem Stück Holz einen Siegpunkt macht, der wird versuchen, möglichst viel Holz aus dem Wald zu holen. Und warum nun z.B. keinen Sand? Wahrscheinlich deshalb, weil der Mörtelmischer im eigenen Bautrupp drei Fuhren Sand benötigt, um daraus einen Siegpunkt zu erwirtschaften. Und auch Stein ist im Moment nicht so attraktiv wie Holz, weil der eigene Steinmetz immerhin noch zwei Steine benötigt, um diese in einen Siegpunkt zu verwandeln.


Wer 7 Arbeitskräfte in die Kiesgrube schickt, bekommt dort 4 Sandeinheiten. Der Mörtelmischer macht aus jeweils 2 Sandeinheiten 1 Siegpunkt - und das drei Mal pro Runde, vorausgesetzt, wir haben so viele Sand.

Die Präferenzen für einen bestimmten Baustoff können sich im Laufe des Spiels aber ändern, denn stets haben die Spieler Gelegenheit, bessere bzw. effektivere Handwerker einzustellen.

Phase 2

In der zweiten Phase des Spiels, wenn die Verteilung der Handwerker- und Baustoffkarten abgeschlossen ist, treten die jeweils drei eigenen Baumeister auf den Plan. Ihre Aufgabe ist es, Runde für Runde taktisch wichtige Felder zu besetzen.

Wer einen Baumeister zum Sitz des Bischofs stellt, schützt sich vor widrigen Ereignissen; wer einen Baumeister nach Kingsbridge schickt, meldet Anspruch auf eine der zwei von Runde zu Runde neuen und wechselnden Vorteilskarten an; wer die Priorei in Kingsbridge aufsucht, erhält direkt ein oder zwei Siegpunkte (die Priorei nimmt freilich nie mehr als maximal zwei Baumeister in ihren Mauern auf); wer einen Baumeister zum Königshof entsendet, schützt sich vor Steuererhebungen und erhält, sofern er als erster dort auftaucht, sogar noch ein rares Stück Metall, das sich gegen Ende des Spiels in den Händen eines für die Metallverarbeitung besonders geeigneten Handwerkers in besonders viele Siegpunkte verwandeln lässt; wer meint, er müsse seine Arbeiterschar in der nächsten Runde einmalig um zwei Kräfte verstärken, der schickt einen Baumeister auf die Burg von Shiring. Aber auch das Feld unten im Ort Shiring selbst ist sehr interessant. Dort können Baumeister nämlich, wenn sie früh genug da sind, Handwerker treffen, die bereit sind, sich ohne Zahlung von Gold dem eigenen Handwerkertrupp anzuschließen. Blieben nun nur noch zwei weitere Stationen: Am Baustoffmarkt in Kingsbridge können Baumeister eine begrenzte Zahl von Baustoffen ein- und beliebig viele verkaufen. Und wer Wert darauf legt, in der nächsten Runde Startspieler zu sein und damit die erste Wahl zu haben bei den zur Verfügung stehenden Handwerkern und Baustoffen, der beordert einen seiner Baumeister direkt zum Feld mit dem Kathedralenbauplatz.

Der ungewöhnliche Modus für das Einsetzen von Baumeistern bietet Raum für ausgefeilte taktische Überlegungen:

KostenDie Baumeister aller Spieler werden in ein Säckchen geworfen und verdeckt gezogen. Der erste Baumeister, der gezogen wird, bzw. der Spieler, dem dieser Baumeister gehört, kann sich entscheiden, ob er die Gunst der Stunde nutzen und sich gleich auf ein Feld seiner Wahl setzen will. Wenn ja, kostet ihn das die erhebliche Summe von sieben Gold! Wenn nein, dann setzt er seinen Baumeister auf der "Kostenleiste" auf das Feld mit der Zahl "7" in Wartestellung. - Danach wird der nächste Baumeister gezogen. Dieser müsste nun nur noch 6 Gold bezahlen, wenn er gleich zum Zug kommen will; der nächste Baumeister muss, egal ob der vorhergegangene von seinem unmittelbaren Aktionsrecht Gebrauch gemacht hat oder nicht, nur noch 5, der nächste 4, 3, 2 und schließlich 1 Gold berappen. Alle nachfolgenden Baumeister - namentlich auch die, die anstatt Gold zu bezahlen lieber in Wartestellung geblieben sind - können nun umsonst eingesetzt werden.

Phase 3

In dieser letzten Spielphase jeder Runde "ernten" die Spieler die Früchte ihrer Arbeit aus den Runden 1 und 2.

Zunächst wird vom "Ereigniskartenfeld" eine Karte aufgedeckt. Positive und negative Ereignisse halten sich in etwa die Waage. Geschützt, falls es sich um ein negatives Ereignis handelt, ist nur derjenige Spieler, der einen Baumeister zum Bischof neben das Ereignisfeld gesetzt hatte.

Danach gibt es als Erstes die Einnahmen aus der Wollmanufaktur. Für jeden Arbeiter, den ein Spieler in Phase 1 nicht zum Baustoff-Abbau in den Wald, den Steinbruch oder die Sandgrube , sondern in die Wollmanufaktur geschickt hat, erhält er ein Gold.

Von der Wollmanufaktur geht die Reise weiter nach Kingsbridge. Die Spieler (maximal 2), die dort einen Baumeister stehen haben, erhalten je eine Vorteilskarte. Die nächste Etappe führt zur Priorei in Kingsbridge. Wer dort auf dem zweiten Platz steht, erhält einen, wer auf dem ersten Platz steht zwei Siegpunkte.

Endlich gelangt man zu den Baustofffeldern, d.h. in den Wald, zum Steinbruch und zur Sandgrube. Jeder erhält nun für seine in Phase 1 gesammelten Baustoffkarten jeweils 2, 3 oder 4 Baustoffe, die er vor sich ablegt. Die Arbeiter, die er in Phase 1 auf die verschiedenen Bausstofffelder gestellt hatte, nimmt er wieder in seinen Vorrat zurück.

Spielmaterial

An der nächsten Station des Spiels entscheidet sich, wieviel Steuern der König in dieser Runde erhebt. Aus Gründen der Steuergerechtigkeit wird einfach ausgewürfelt, wie viel Gold - 2,3,4 oder 5 - jeder bezahlen muss; ausgenommen davon ist, wer in Phase 2 einen seiner Baumeister auf das Königsfeld geschickt hat, um Steuerbefreiung zu erlangen.

Weiter geht es nach Shiring. Dort gibt es fromme Handwerker, die für Gotteslohn arbeiten; und auf der Burg von Shiring darf derjenige Baumeister, der sich dorthin begeben hat, zwei zusätzliche Arbeiter mitnehmen, die genau eine Runde lang seine zwölfköpfige Stamm-Arbeiterschaft verstärken.

Wer einen Baumeister auf den Baustoffmarkt nach Kingsbridge entsandt hat, der darf dort zusätzliche Baustoffe ein- oder verkaufen.

Ist dies geschehen, dann endlich darf an der Kathedrale gebaut werden und die Handwerker können zeigen, wie geschickt sie mit den von den Baustofffeldern geholten Baumaterialien umgehen können. Der einfache Steinmetz zum Beispiel, den jeder gleich von Beginn an hat, benötigt für einen Siegpunkt zwei Steine. Ein Maurer hingegen erarbeitet einen Siegpunkt mit nur einem Stein, und ein Bildhauer gar macht aus einem Stein gleich zwei Siegpunkte. Ähnlich große Unterschiede in Sachen Kunstfertigkeit und Siegpunkteffizienz gibt es auch bei den Holz und Sand verarbeitenden Handwerkern. Übrigens unterscheiden sich die Handwerker nicht nur in ihrer Kunstfertigkeit, sondern auch in Sachen Ausdauer. Es gibt solche, die können pro Runde nur ein einziges Mal Baumaterial in Siegpunkte verwandeln, andere können dies pro Runde bis zu vier Mal hintereinander.

Die Autoren

PorträtMichael Rieneck, Jahrgang 1966, lebt bei Kiel. Er übersetzte bislang zwei literarische Vorlagen in Spiele: Bram Stokers "Dracula" kam in der renommierten Reihe "Spiele für 2" beim KOSMOS-Verlag heraus. - Ebenfalls bei KOSMOS erschien Rienecks "In 80 Tagen um die Welt" nach Motiven von Jules Verne. Dieses Familienspiel wurde 2005 zum "Spiel des Jahres" nominiert.

PorträtStefan Stadler, Jahrgang 1973, ist gelernter Buchhändler und begeisterter Spieler. Das zusammen mit Michael Rieneck erarbeitete Spiel "Die Säulen der Erde" ist Stefan Stadlers Einstieg in die Welt der Spieleautoren.

Das Spiel ist so angelegt, dass mit zunehmender Spieldauer immer geschicktere und siegpunktträchtigere Handwerker auf dem Arbeitsmarkt erscheinen.

Alle Baustoffe, die ein Spieler am Ende der Runde von seinen Handwerkern in Siegpunkte verwandeln lässt, kommen wieder auf die entsprechenden Baustofffelder zurück. Ein Spieler kann auch Baustoffe für die nächste Runde aufbewahren, insgesamt aber maximal fünf Stück. - Am Ende der Runde setzt der bisherige Startspieler ein Kathedralenbauteil auf den Bauplatz.

Spielende

Das Spiel endet, wenn nach der sechsten Runde das sechste Kathedralenbauteil auf den Spielplan gestellt wird und die "Säulen der Erde" monumental vollendet sind. Der Spieler, der dann auf der Siegpunktleiste am weitesten vorn steht, ist der Gewinner dieses friedlichen und dennoch hochspannenden Konkurrenzkampfes.

Die Säulen der Erde von Michael Rieneck und Stefan Stadler, Grafik: Michael Menzel, 2-4 Spieler ab 12 Jahren, Spieldauer: 90-120 Minuten, Kosmos (2006), Preis ca. 31,99 EUR

Fritz Gruber

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Weitere Infos über "Die Säulen der Erde":
despielbox.de deLuding enBoardgameGeek
deSpielefindex deGoogle
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Adeptus <adeptus@macbay.de> 28.12.2006 22:19:

Das Spiel ist recht komplex und daher auch interessant zu spielen. Besonders gut gefällt mir, dass man mit sehr unterschiedlichen Strategien zum Ziel kommen kann.

 
Letzte Änderung: 16.04.2008 15:41 
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