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Presseinformation

Die Säulen der Erde - Die Erweiterung


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ProduktfotoZur SPIEL '06 wurden sie vorgestellt, Die Säulen der Erde als spielerische Umsetzung des gleichnamigen Bestsellers von Ken Follett. Ein Jahr später gewinnt das Kosmos-Spiel mit deutlichem Vorsprung vor den Verfolgern den Deutschen Spiele Preis. Eine ausführliche Vorstellung des Spiels finden Sie in unserem .Spielarchiv. Zur SPIEL '07 haben die beiden Autoren Michael Rieneck und Stefan Stadler nun die große Erweiterung zum Spiel fertig gestellt.

War "Die Säulen der Erde" bislang auf zwei bis vier Spieler beschränkt, so können mit der neuen Erweiterung nun auch fünf bis sechs Spieler an dem spannenden Wettstreit um den Bau der prächtigen Kathedrale von Knightsbridge teilnehmen. Die neue Erweiterung bringt einen neuen Spielplan, neue Handwerker, neue Vorteile, neue Ereignisse und Arbeiter, die sich als Söldner für Kreuzzüge verdingen. DIeses neue Material kann auch beim bislang gewohnten Spiel zu zweit, zu dritt oder zu viert eingesetzt werden und bietet in jedem Fall neue strategisch/taktische Möglichkeiten.

Blickfang der neuen Erweiterung ist ein von Michael Menzel einmal mehr wunderschön illustrierter Spielplan, der im Norden die Erzminen des Königs, im Süden die Felsen der englischen Kanalküste sowie gegenüber die Gestade der französischen Normandie zeigt. An der Flussmündung zum offenen Meer schweift der Blick des Betrachters über ein Zeltlager, in dem sich Arbeiter zur Teilnahme an Kreuzzügen anwerben lassen. Vor der Küste warten Schiffe, deren Kapitäne gewillt sind, Baumaterialen zu kaufen, und in Shiring findet sich ein Ort, an dem neue Vorteilskarten die Baumeister der "Säulen der Erde" locken.

Unter den neu hinzukommenden Spielmaterialien befinden sich Baumeister- und Arbeiterfiguren in den beiden zusätzlichen Spielerfarben Weiß und Orange sowie zwei neue Sätze mit je drei Starthandwerkern. Darüber hinaus bietet die Erweiterung aber auch noch neue Vorteilskarten (10 Stück), neue Ereigniskarten (4) und - von Liebhabern des Spiels heftig begehrt - sechs neue Handwerkerkarten. Für nur zwei Gold gibt es da z.B. jetzt einen Gehilfen, der Runde für Runde die Kapazitäten eines beliebigen eigenen Handwerkers erhöht. Ein Kachelmacher wiederum versteht es, unter minimalem Einsatz von billigem Sand Runde für Runde zweimal zwei Siegpunkte einzufahren. - Sowohl die Ereignis- als auch die Vorteils- und Handwerkerkarten können auch bei einer Partie mit zwei bis vier Spielern eingesetzt werden.

SpielplanDer neue Spielplan wird links an den Hauptspielplan, neben dem Königshof und der Burg von Shiring, angelegt. - Der Plan bietet vier neue Einsetzfelder für die Baumeister sowie eine neue Möglichkeit, seine Arbeiter zu nutzen - und zwar dergestalt, dass man den tüchtigen Leuten die zweifelhafte Ehre angedeihen lässt, an einem Kreuzzug teilzunehmen. Der erste Spieler, der diese Möglichkeit wählt, kann gegen Entsendung von sechs Arbeitern zwei Siegpunkte gewinnen; der nächste Spieler, der ebenfalls auf zwei Siegpunkte erpicht ist, muss schon sieben Arbeiter für einen Kreuzzug opfern.

Es geht jedoch auch eine Nummer kleiner. Wer nur drei Arbeiter auf den Kreuzzug schickt erhält immerhin noch einen Siegpunkt. Wählt noch ein zweiter Spieler diese kleine Lösung, dann muss er vier Arbeiter ins Heilige Land abkommandieren. Nach Erhalt der Siegpunkte wandern die für Kreuzzüge eingesetzten Arbeiter wieder zurück in ihre heimische Wollmanufaktur und können in der nächsten Runde erneut eingesetzt werden.

Wer einen Baumeister in Shiring einsetzt, bekommt eine der attraktiven neuen Vorteilskarten.

Einen ganz eigenen Charme besitzt das neue Feld für den Steuereintreiber. Wer einen seiner Baumeister auf dieses Feld setzt ist in der gleichen Runde nicht nur von der Steuer befreit, sondern erhält zudem noch Einnahmen in Höhe der für alle andern ausgewürfelten Steuer.

Ungewohnte Vorteile bringt auch ein kleiner Handelshafen an der Kanalküste. Dort können die Spieler beliebig viele Baustoffe verkaufen (nicht einkaufen!), und zwar zu einem Preis der pro Baustoff stets um ein Gold höher liegt als auf dem vom Hauptspiel her bekannten Baustoffmarkt in Kingsbridge.

Baumeister können neuerdings auch in Frankreich, im normannischen St. Denis, eingesetzt werden. Wer dies tut, erhält die "Inspiration-in-St.-Denis-Karte", die am Ende einer Runde wie ein beliebiger eigener oder fremder Handwerker genutzt werden kann. Es lohnt also, sich ab und zu aus dem Mutterland des gotischen Kathedralenbaus "Inspiration" zu holen - auch wenn die kurzfristig geliehene Arbeitskraft in ihrer Leistungsfähigkeit ein ganz klein wenig eingeschränkt ist. Kann ein Handwerker zum Beispiel pro Runde drei mal aus einem Stein je einen Siegpunkt machen, so gelingt ihm dies auf Basis der "Inspiration-in-St.-Denis" nur zweimal.

Ken Follett
Ken Follett (Bildmitte) mit den Autoren des Spiels
Stefan Stadler (links) und Michael Rieneck

Neben einer Reihe von geringfügigen Änderungen beim Spiel zu fünft oder zu sechst (eine zehnte Baustoffkarte kommt ins Spiel und man wählt nun pro Runde nicht mehr nur unter zwei, sondern unter drei verschiedenen Handwerkern aus) fällt auf, dass die Spieler nur noch zwei und nicht mehr, wie bisher, alle drei eigenen Baumeister in den Sack (aus dem sie nach dem Zufallsprinzip gezogen und zum Einsatz gebracht werden) werfen. Seinen dritten Baumeister bringt jeder Spieler in Wartestellung neben der Baumeisterleiste. Der erste, der einen aus dem Beutel gezogenen Baumeister auch gleich einsetzt, platziert seinen wartenden Baumeister auf der hintersten Position der Baumeisterleiste. Wenn dann alle Baumeister gezogen und eingesetzt wurden bleibt zuletzt jedem Spieler der Baumeister übrig, den er auf die Baumeisterleiste gesetzt hat. Wessen Baumeister dort am weitesten vorne steht, darf ihn nun als erster auf eines der noch freien Baumeisterfelder setzen. Das heißt: Wer als erster überhaupt einen Baumeister platzieren konnte, der hat nun den kleinen Nachteil, seinen dritten Baumeister als Letzten einsetzen zu müssen.

Die "Erweiterung" zum Spiel "Die Säulen der Erde" bietet eine Fülle von neuen taktischen Möglichkeiten, darunter auch reizvolle Verlockungen, scheinbar "mühelos" zu Siegpunkten zu kommen - was aber durchaus auf Kosten eines stabilen und tragfähigen strategischen Spielaufbaus gehen kann. Schön ist, dass die neuen Möglichkeiten dieser Erweiterung nicht auf das Spiel zu fünft oder sechst beschränkt ist, sondern auch in Normalbesetzung (zwei bis vier Spieler) zum Tragen kommen können.

Die Säulen der Erde - Die Erweiterung von Michael Rieneck und Stefan Stadler (nur zusammen mit dem Basisspiel spielbar), Grafik: Michael Menzel, 2-6 Spieler ab 12 Jahren, Spieldauer ca. 90-120 Minuten, Preis ca, 14,99 EUR, Kosmos (2007)

Fritz Gruber
Fotos: Kosmos (2), KMW (1)

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Weitere Infos über "Die Säulen der Erde - Die Erweiterung":
despielbox.de deLuding enBoardgameGeek
deSpielefindex deGoogle
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Letzte Änderung: 16.04.2008 15:41 
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