Presseinformation
Mit "Hellas" bereichert der Münchener Spieleautor
Franz-Benno Delonge die KOSMOS-Zweierspielreihe um ein
opulent ausgestattetes Bluff- und Taktikspiel. "Hellas" wird
insbesondere jene Zweierspielfreunde ansprechen, die auch mit
Titeln wie "Kahuna" oder "Babel" die richtige Herausforderung
gefunden haben.
Die Geschichte von "Hellas" spült uns an die Gestade des alten Griechenlands. Auf den hellenischen Inselwelten toben heftige Machtkämpfe. Je nach Temperament suchen die Spieler ihr Heil in der Entdeckung neuer Inselreiche oder in der Eroberung von Inseln, die bereits unter der Herrschaft eines anderen stehen. - Gekämpft wird zu Wasser (hier kommen fein gestaltete kleine Schiffe ins Spiel) und zu Lande (mit detailliert ausgearbeiteten, vollplastischen griechischen Kriegern). Wer auf den Inseln als erster insgesamt zehn Städte gebaut hat gilt als Sieger.
Zum Spiel gehören dreiundzwanzig sechseckige Landschaftsfelder sowie drei verschiedene Arten von Götterkarten. - Nach einer Startphase, in der jeder Spieler, ausgehend von einem Startlandschaftsfeld, vier Landschaftsfelder sowie pro Feld je einem Krieger sowie ein Schiff platziert, beginnt das eigentliche Spiel- und Kampfgeschehen.
Kommt ein Spieler an die Reihe, so steht ihm eine von drei verschiedenen Handlungsmöglichkeiten offen: 1. Verstärkung, 2. Seefahrt oder 3. Angriff.
Die
Operation "Verstärkung" erlaubt dreierlei: Der Spieler
darf eine Kriegerfigur in eine seiner Städte schicken -
und ein neues Schiff in den Hafen einer seiner Städte
segeln lassen - und eine Götterkarte von einem der drei
verdeckten Stapel ziehen. Eine solche Stückelung ist
allerdings nicht obligatorisch, es geht auch, dass er
z.B. nur einen neuen Krieger einsetzt, gar kein neues Schiff
vor Anker legt, dafür aber statt einer gleich zwei
Götterkarten zieht. - Das Ziehen von Götterkarten
ist übrigens keine geringe Kunst, denn je nachdem von
welchem der drei Stapel (der eine ist dem Meeresgott
Poseidon, der andere dem Kriegsgott Ares und der dritte dem
Göttervater Zeus geweiht) man zieht, entscheidet man
sich tendenziell entweder für göttliche
Unterstützung bei der klassischen Seefahrt (Poseidon)
oder für kriegerische Handlungen (Ares). Zeus, wie es
einem Göttervater zukommt, hat auf allen Gebieten
wertvolle Unterstützung zu bieten.
Wählt ein Spieler statt der Verstärkung die Option "Seefahrt", so heißt das, er deckt ein neues Landschaftsfeld vom verdeckten Stapel auf, versucht es anzulegen und darauf eine Stadt zu gründen. Das ist nicht ganz einfach, denn zum einen muss das neue Feld an zwei bereits ausliegende Landschaftsfelder passen und zum anderen darf es nur an solche direkt angrenzenden Landschaftsfelder gelegt werden, auf denen man eine Mehrheit von Schiffen stehen hat.
Wählt man den "Angriff", so muss die Anzahl der Angreifer mindestens so groß sein wie die Zahl der Verteidiger einer angegriffenen Stadt. Ob ein Angriff Erfolg hat, ist aber keineswegs immer offenkundig, denn die geheimen Götterkarten spielen hier meist eine ebenso überraschende wie große Rolle.
Hellas von Franz-Benno Delonge, 2 Spieler ab 12 Jahren, Spieldauer 45-60 Minuten, Kosmos (2002), Preis ca. 14,95 €.
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Fritz Gruber