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Presseinformation

In 80 Tagen um die Welt

Spannendes Wettrennen mit Eisenbahnen, Schiffen, Ballons und Elefanten


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Rund drei Monate vor dem Start (23.12.2004) des neuen, aufwändig ausgestatteten Kinofilmes "In 80 Tagen um die Welt" - in den Hauptrollen mit Jackie Chan als Diener Passepartout und Steve Coogan als Phileas Fogg - bringt der Stuttgarter KOSMOS-Verlag den wohl berühmtesten Romantitel von Jules Verne als großes Abenteuerspiel heraus.

Rechtzeitig zum Jules-Verne-Jubiläumsjahr 2005, dem 100. Todesjahr des großen französischen Schriftstellers, entwickelte der Kieler Autor Michael Rieneck seine spielerische Umsetzung von "In 80 Tagen um die Welt". Ein spannendes Wettrennen mit sehr originellen spielerischen Mitteln. Hier heißt es: Nerven bewahren und nicht gleich auf jeden Zug aufspringen - es könnte ja sein, dass sich schon bald eine Möglichkeit bietet, noch viel schneller voranzukommen. Natürlich sind Züge in diesem Spiel nicht das einzige Fortbewegungsmittel. Schiffe, Ballons und sogar Elefanten können einem ebenfalls auf die Sprünge helfen.

DetailDer Spielplan des spannenden Reiseabenteuers zeigt, in weichen Pastelltönen, eine Karte der Welt um das Jahr 1900. Die zehn Stationen des Wettrennens, beginnend im legendären Londoner "Reform Club", werden dargestellt durch prächtig illustrierte alte Postkartenmotive. Die Reise führt über London nach Paris und Brindisi. Von dort geht es über den Suezkanal weiter nach Bombay, Kalkutta, Hongkong und Yokohama. Danach folgt eine große Pazifik-Überquerung mit Ziel San Francisco, und weiter quer durch den amerikanischen Kontinent nach New York, bis dann die letzte Etappe über den Großen Teich zurück nach London ansteht. Die einzelnen Reiseziele sind untereinander mit Routen verbunden, denen verschiedene Symbole zugeordnet sind. So zeigt die Strecke von London nach Paris z.B. ein Eisenbahnsymbol und ein Schiffssymbol. Anders die Route Suez - Bombay, hier sind zwei Schiffssymbole zu sehen.

Die Reisekarten. - Um von einem Ort zum anderen zu kommen, muss man den Symbolen entsprechende Reisekarten abgeben; Karten, von denen man zu Beginn des Spieles drei Stück (plus einen Goldtaler) vom verdeckten Stapel bekommt.

Danach hat jeder Spieler in seinem Zug eine von sechs (wenn 5 oder 6 Spieler auf die Reise gehen) offen ausliegenden Reisekarten nachzuziehen. Hat sich jeder, beginnend mit dem Startspieler, eine Karte ausgesucht, dann werden für die nächste Runde sechs neue Karten vom Stapel gezogen und offen ausgelegt. Die Reisekarten zeigen verschiedene Schiffe und Dampfloks und tragen Werte von 2 bis 8. Diese Werte symbolisieren die Anzahl der Tage, die man mit dem jeweiligen Verkehrsmittel unterwegs ist. Wer also von London nach Paris reist und dafür ein Schiff mit dem Wert 7 und eine Lok mit dem Wert 4 einsetzt, verbraucht schon gleich mal 11 Reisetage. Das ist nicht so gut. Zumal ja keiner gezwungen ist, auch zu reisen, wenn er am Zug ist. Man hätte also auch warten können, bis man für diese erste Etappe einer 2er-Zug und vielleicht ein 4er-Schiff zu Verfügung hat. Ergibt zusammen nur sechs Reisetage. Viel besser! Besonders aufpassen muss man, wenn, wie auf der Strecke von Suez nach Bombay, oder von Hongkong nach Yokohama, zwei gleiche Verkehrsmittel, z.B. zwei Schiffe, erforderlich sind. Gelingt es nämlich, solch eine Etappe mit zwei Schiffen des gleichen Wertes, sagen wir mal 7, zu bewältigen, dann werden diese beiden Werte nicht zusammengezählt und die Reisezeit beträgt anstatt 14 nur 7 Tage. - Solche Pärchen können spielentscheidend sein, denn gewonnen hat am Ende nicht, wer mit seiner Figur als erster wieder in London eintrifft, sondern derjenige, der bis zur Rückkehr nach London die wenigsten Reisetage benötigt hat.

Die Zeitleiste. - Reist ein Spieler von einer Etappe zur anderen, dann trägt er die Tage, die er dafür braucht, auf einer den Spielplan säumenden Zeitleiste (von 1 bis 80) ab, das heißt, er schiebt einen Marker seiner Farbe um entsprechend viele Tagesfelder auf der Zeitleiste weiter.

Die Entscheidung, welche Reisekarte man sich in seinem Zug auswählt, wird aber nicht nur davon bestimmt, wo es Karten mit möglichst niedriger Reisezeit zu holen gibt. Es gibt, am unteren Spielfeldrand, sechs verschiedene Felder mit sechs verschiedenen Symbolen.

Vor jedes dieser Felder wird eine Reisekarte gelegt. Nimmt man sich nun die Reisekarte, die vor dem Feld mit der Goldmünze liegt, so erhält man zusätzlich zur Karte noch einen Goldtaler; nimmt man eine Reisekarte, die vor dem Feld mit dem Heißluftballon liegt, so darf man in diesem Zug eines der geforderten Verkehrsmittel durch eine Fahrt mit dem Ballon ersetzen.
 

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Beispiel: Gefordert sind eine Eisenbahn- und eine Schiffskarte. Die Eisenbahn trägt den Reisezeitwert 2, das Schiff trägt den hohen Reisezeitwert 8. Der Spieler sagt nun, er möchte das Schiff durch eine Ballonfahrt ersetzen. Dazu kommt nun ein Würfel ins Spiel. Der Spieler würfelt eine 4; und das ist allemal besser als die 8 Reisetage, die das Schiff gekostet hätte. Zusammen mit dem Reisezeitwert der Eisenbahn ergibt das angenehm kurze sechs Tage. Hat man eine zu hohe Zahl gewürfelt, kann man, gegen Entrichtung eines Goldtalers, sein Würfelglück noch mal versuchen. - Wer sich dafür entscheidet, eine Reisekarte zu nehmen, die vor einem Fragezeichenfeld liegt, der begibt sich in unwägbare Abenteuer, genauer gesagt: er nimmt eine Ereigniskarte. Hat er Pech, beschert das Ereignis ihm und allen anderen Spielern ein Unwetter oder eine sonstige Reiseverzögerung, hat er Glück, dann erwischt er einen superschnellen Propellerzug, oder er begegnet einer wohlwollenden Prinzessin. Viele weitere, tendenziell eher positive Ereignisse erwarten die Reisenden. Besondere Erwähnung verdient aber der Elefant, der einem auf der Etappe von Bombay nach Kalkutta eine ganze Menge Reisezeit einsparen hilft. - Das nächste Feld, vor dem eine Reisekarte liegt, ist mit einem schwarzen Hut gekennzeichnet. Dieser Hut bringt uns zu einer Person, die bislang noch nicht erwähnt wurde: dem ehrgeizigen Detektiv, der als schwarze Figur sein Unwesen auf dem Spielfeld treibt. Wer das Hutfeld wählt, darf den Detektiv auf ein beliebiges Etappenziel setzen. Lästig für die Mitspieler, denn wer am Ende seines Spielzuges mit seiner eigenen Figur noch auf einem Feld steht, auf dem sich auch der Detektiv befindet, der verliert zwei Reisetage.

Das vorletzte Auslage-Feld zeigt eine Taschenuhr. Wer die Karte vor diesem Feld wählt, der ist in der nächsten Runde der Startspieler. Das sechste Feld schließlich berechtigt einen Spieler, bis zu drei seiner Reisekarten aus der Hand abzulegen und dafür entsprechend viele neue Karten vom verdeckten Stapel zu ziehen.

Etappensieger erhalten kleine Vorteile. - Auch wenn man das große Ziel "zurück nach London" nie aus den Augen verlieren darf, sind doch die kleinen Etappenziele nicht zu verachten. Wer als Erster einen Etappenort erreicht, erhält einen Bonuschip, ebenso derjenige, der einen Ort als Letzter ansteuert. Die Bonuschips bringen den Reisenden entweder Gold oder eine zusätzliche Reisekarte; auch zum Ziehen einer Ereigniskarte vom verdeckten Stapel können sie berechtigen, oder gar dazu, allen Mitspielern eine Zeitstrafe aufzubrummen.

Das Spielende. - Sobald der erste Spieler mit seiner Figur wieder in London angekommen ist, erhöht sich für die anderen Spieler der Zeitdruck ganz erheblich. In den folgenden Runden verlieren nämlich alle Spieler, die London noch nicht erreicht haben, je einen Tag. Das Spiel endet, wenn der vorletzte Spieler in London eintrifft. Dann wird geschaut, wer von denen, die in London eingetroffen sind, für die Reise die wenigsten Tage benötigt hat, das heißt, wessen Marker auf der Zeitleiste am weitesten hinten steht. Der hat dann das Rennen "In 80 Tagen um die Welt" gewonnen. - Alle, die mehr als 80 Tage gebraucht haben, haben mit der Ermittlung des Siegers automatisch nichts mehr zu tun.

In 80 Tagen um die Welt von Michael Rieneck, 3-6 Spieler ab 10 Jahren (mit Variante für 2 Spieler), Kosmos (2004), Preis ca. 29,95 EUR

Fritz Gruber

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Weitere Infos über "In 80 Tagen um die Welt":
despielbox.de deLuding enBoardgameGeek
deSpielefindex deGoogle
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Letzte Änderung: 16.04.2008 15:41 
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