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Was sich bislang senkrecht und waagerecht abgespielt hat, ist jetzt rund. Neben den mehrfach ausgezeichneten Spielen "Das verrückte Labyrinth" (1986 erschienen), "Das Labyrinth der Meister" (1991 erschienen) und "Junior Labyrinth" (1995 erschienen) ist das Labyrinth der Ringe das vierte in dieser Produkt-Famile. Über 10 Millionen Spiele mit der Labyrinth-Idee wurden bisher weltweit verkauft.

Im Labyrinth der Ringe bleibt nichts so, wie es ist: In dem runden Wege-Wirrwarr verschieben sich Mauern, verschwinden Gänge, tauchen plötzlich wieder auf - und das bei jedem Spielzug neu. In den geheimnisvollen Gängen befinden sich sieben Trolle, sieben Schätze und vier Fabeltiere. Gewinner des Spiels ist, wer als Erster sechs Schätze oder sechs Trolle gefunden hat. Um sie zu bekommen, müssen sich die Spieler geschickt durch das Labyrinth schlängeln. Das Labyrinth ist rund und besteht aus einem inneren, einem mittleren und einem äußeren Ring. Alle drei sind drehbar, wobei die Spieler selbst bestimmen, welche Ringe in welche Richtung drehen. Spannend wird es, wenn sich zwei Spieler mit Stein, Schere und Papier duellieren - dann hilft nur Glück.
Die Spieler stellen ihre Spielfiguren auf die Startfelder, die in alle vier Himmelsrichtungen zeigen. Insgesamt 18 Geheimniskarten liegen verdeckt auf einem Stapel. Auf ihnen sind wieder die Schätze, Trolle und Fabeltiere zu sehen. Die oberste Karte des Stapels wird aufgedeckt. Sie bestimmt, wohin die Spieler mit ihrer Figur ziehen müssen. Dann kann es losgehen - der jüngste Spieler beginnt, danach geht es reihum. Wer an der Reihe ist, muß sich einen Weg durch das Labyrinth bahnen. Dazu hat er drei Möglichkeiten: Erstens, er dreht die beiden äußeren Ringe des Labyrinthes um jeweils einen Punkt, zweitens, er dreht nur einen der äußeren Ringe um zwei Punkte oder drittens, er dreht den inneren beliebig weit und einen äußeren Ring um einen Punkt. Dadurch entstehen neue Gänge, andere verschwinden. Jetzt kann der Spieler seine Figur durch das Labyrinth ziehen, soweit er kommt. Trifft er auf den gesuchten Schatz, den Troll oder auf das Fabeltier, darf er sich die aufgedeckte Geheimniskarte nehmen. Gelangt er nicht dorthin, kann er versuchen, seinem Mitspieler eine Karte wegzunehmen. Dazu muß er auf das gleiche Feld kommen, auf dem der Spieler steht und ihn zu einem Duell herausfordern.
Kommt es zu einem Duell zwischen zwei Spielern, kann das Ziel unerwartet in weite Ferne rücken. Das Duell-Set jedes Spielers besteht aus einer kleinen Schere, einem echten Kieselstein und einem Stück Papier. Fordert ein Spieler den anderen heraus, nehmen beide versteckt einen der drei Gegenstände in die Faust und legen diese geschlossen auf den Tisch. Dann öffnen beide gleichzeitig ihre Faust. Wie im bekannten Knobelspiel gewinnt der Stein gegen die Schere, die Schere gegen das Papier und das Papier gegen den Stein. Hat der Verlierer des Duells nicht die gewünschte Karte, kann er dem Sieger auch keine abgeben - Pech für den Herausforderer. Heikel wird es, wenn sich dieser um mehrere Karten duellieren will. Dann kommt der Würfel ins Spiel: Die Augenzahl bestimmt die Anzahl der Karten, um die geknebelt wird. Auch hier gilt: Hat der Verlierer keine der gewünschten Karten bzw. nur weniger als gefordert, bekommt der Gewinner entweder keine oder nur die, die der Verlierer hat. Dann ist der nächste Spieler an der Reihe.
Auch die vier Fabeltiere auf den Geheimniskarten sind wertvoll. Sie sind die Joker im Spiel. Statt eines Zuges kann ein Spieler eine Karte mit einem Fabeltier ausspielen. Dann kann er seine Spielfigur auf ein beliebiges Feld setzen oder von einem Mitspieler verdeckt eine Geheimniskarte ziehen.
Max J. Kobbert (54 Jahre) ist der Autor aller Spiele mit der Labyrinth-Idee. Seit über 27 Jahren erfindet er Spiele. Von Beruf ist Kobbert Wahmehmungspsychologe an der Universität Münster. Das verrückte Labyrinth, das erste aus dieser Spielserie, zählt zu den erfolgreichsten Spielen bei Ravensburger.
Labyrinth der Ringe, Such- und Knobelspiel, 2-4 Spieler, ab 10 Jahren, Spieldauer ca. 45 Minuten, Preis ca. 45 DM, Ravensburger (1998)
Cordula Schnieber, Andrea Keidel