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Kurz vor Spielende sieht es noch so aus, als hätte man dieses Spiel sicher gewonnen. Doch in der letzten Runde schieben einem die Mitspieler die "Nicht die Bohne"-Karte unter. Und schon sieht man seine Felle davon schwimmen. Die mühsam gesammelten Karten sind sprichwörtlich "Nicht mehr die Bohne" wert!
Nicht die Bohne ist ein besonders kniffliges Kartenspiel mit einer neuen Spielidee. Bei diesem Spiel erhalten in jedem Fall die Mitspieler die Karten, die man auf der Hand hält. Vorrangiges Ziel der Spieler ist es, möglichst lange Farbreihen vor sich abzulegen und somit Punkte zu sammeln.
Dies funktioniert folgendermaßen: Der Spieler mit dem Bohnenchip beginnt und spielt eine seiner Handkarten aus. Diese legt er offen auf den Tisch, der Bohnenchip wird auf die Karte gelegt. Danach wählen alle anderen ebenfalls eine ihrer Handkarten aus und legen sie vor sich ab. Jeder Spieler muss nun eine der ausgespielten Karten nehmen. Es beginnt immer der Spieler, der den Bohnenchip besitzt. Er darf sich eine der ausgespielten Karten nehmen. Man darf nie eine eigene ausgespielte Karte wählen. Der Spieler, dessen Karte genommen wurde, ist als Nächster an der Reihe und so fort. Der letzte Spieler erhält automatisch die Karte mit dem Bohnenchip. Die Runde ist beendet, wenn jeder eine Karte genommen hat. Die ausgewählten Karten werden nun nach Farben sortiert und offen vor den jeweiligen Spielern abgelegt. Die nächste Runde kann beginnen.
Die Spieler sollten jedoch auf die im Spiel befindlichen Sonderkarten achten. Je nachdem, welche Sonderkarte sich in einer Farbreihe befindet, hat die Reihe einen positiven oder negativen Wert, und kann auch mal "Nicht die Bohne" Wert sein. Wenn alle Karten ausgespielt worden sind, werden die Werte der Farbreihen bestimmt. Die Reihen mit positiven Werten werden zusammengezählt und von den negativen Farbreihen abgezogen. Der Gesamtwert der Farbreihen von jedem Spieler wird auf dem Block notiert. Wer nach drei Partien die meisten Punkte hat, gewinnt.
Nicht die Bohne ist ein unterhaltsames und schnelles Kartenspiel für die ganze Familie. Es bleibt bis zuletzt spannend, denn man sollte sich nie zu sehr in Sicherheit wiegen. Eine falsche Karte und alles ist "Nicht die Bohne" wert!
Nicht die Bohne! Von Horst-Rainer Rösner, Grafik: Björn Pertoft, 3-6 Spieler ab 10 Jahren, Spieldauer ca. 30 Minuten, Amigo (1999), Preis ca. 10,90 DM.
Tanja Hohmann
Nach einigen Partien bin ich begeistert. Nicht die Bohne! gehört für mich in die gleiche Güteklasse wie Sticheln oder Mit List und Tücke. Auch dieses ist ein Spiel, bei dem man recht verquer denken muss. Wenn's einen Kritikpunkt gibt, dann die Spielerzahl, die der Verlag dafür angibt. Erst bei 4 Spielern fängt das Spiel an, sich zu entfalten; zu dritt sollten Sie's nicht ausprobieren.
KMW