"Eureka" hat ja mit dem Spielprizip des Erratens von Worten, bei denen nur einige Buchstaben zu erkennen sind, einen hohen Aufforderungscharakter. Millionen Glücksradzuschauer können nicht irren. Folgendes Problem taucht bei dem Spiel schon bei vier Spielern auf: Wenn ich an der Reihe war und keine Lösung wußte, durfte ich erst nach drei weiteren aufgedeckten Buchstaben wieder raten, und oft hatte ein Mitspieler vorher die Lösung gesagt. Selbst wenn mir die Lösung vorher eingefallen wäre, hatte ich keine Einflußmöglichkeiten und mußte darauf warten, nochmal die Chance zu bekommen.
Vollends zum Glücksspiel wird "Eureka" zu sechst. Dann sagt die Sitzposition schon fast alles über Sieg oder Niederlage aus. An erster oder zweiter Stelle ist es unmöglich, mit den wenigen Informationen das Wort zu erraten. Wenn dann an fünfter oder sechster Position schon so viele Buchstaben offen liegen, daß ich es auch weiß, wird gelöst, und ich habe in der nächsten Runde wieder die wenigen Informationen.
Eine Lösung sehe ich darin, daß alle Spieler gleichzeitig raten dürfen. Das Erwürfeln der Buchstaben geht wie vorher auch jetzt von Spieler zu Spieler weiter. Nachdem das entsprechende Plättchen umgedreht wurde, wird eine sanduhr betätigt. In dieser Zeit kann sich jeder Gedanken über das zu erratende Wort machen. Glaubt ein Spieler die Lösung zu kennen, schreibt er sie geheim auf einen Zettel. der erste Spieler mit einer Lösung wird dann auch gleich Spielleiter. Er notiert die Punktzahl. In den späteren Runden notiert er immer die Punkte, bei denen die einzelnen Spieler ihre Lösungen notiert haben. Hat jeder Spieler eine Lösung oder ist das Wort aufgedeckt, wird kontrolliert, wer richtig geraten hat. Diejenigen erhalten ihre notierten Punkte gutgeschrieben. Alle anderen bekommen die notierten Punkte als Minuspunkte angeschrieben. So hat jeder gleiche Ratechancen, und man muß trotzdem gut überlegen und darf nicht zu früh raten, um keine "Miesen" zu bekommen.
Torsten Gimmler