spielbox Kramer Almanach
TA/TE-Erweiterung

Redaktion: spielbox@kmws.de

Essen 2006

Neuheiten der Internationalen Spieltage
und andere Sommer- und Herbst-Neuheiten 2006


ABACUSSPIELE

Update: Neu aufgenommen: Koala.

ProduktfotoKoala ist ein Kartenspiel der italienischen Firma Red Glove; Abacusspiele vertreibt es in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Worum geht es? Die Spieler sind hungrige Koalas. Bei bis zu 6 Spielern erhält jeder Koala einen Platz am Tisch. Jeder Platz ist eine Vorratshöhle. Bei mehr als 6 Spielern werden Plätze doppelt besetzt! Das heißt, jeder "überzählige" Spieler muss mit jeweils einem Koala am Tisch koal(a)ieren: Er setzt sich auf dessen Schoss, stellt sich hinter ihn oder was auch immer… Spieler am Tisch werden "weiße Koalas" genannt. Spieler in der "zweiten Reihe" werden "schwarze Koalas" genannt. Jetzt bekommt jeder Spieler eine geheime Teamkarte auf die Hand, denn es spielen immer zwei oder drei Spieler als Team zusammen und tragen gemeinsam zur Teamwertung bei. Nun noch schnell 3 Spielkarten auf die Hand nehmen, und los geht's! Der Startspieler deckt die oberste Karte vom Stapel auf. Deckt er eine Nahrungskarte auf, versuchen die Spieler gleiche Karten wie die aufgedeckte Nahrung auszuspielen, um alle ausgespielten Karten für sich zu ergattern. Dabei hat der schwarze Koala den Vorteil, dass er auch die Karten aus der Hand des weißen Koalas benutzen darf, aber nicht umgekehrt.

Hat ein Spieler genügend gleiche Nahrungskarten zusammen, kann er sie gegen eine Fresskarte eintauschen. Fresskarten sind dem Spieler für den Rest des Spiels sicher; wechselt er die Vorratshöhle, nimmt er die Fresskarten mit. Aktionskarten sorgen noch dafür, dass die Koalas zum Beispiel die Plätze wechseln oder weiße Koalas zu schwarzen werden und umgekehrt. Das Spiel endet, wenn der Stapel aufgebraucht ist. Dann decken die Spieler ihre Teamkarten auf und es kommt zur Wertung. Jetzt möchte jeder vor einer gut gefüllten Vorratshöhle sitzen, denn jede Nahrungskarte und jede Fresskarte zählt für sein Team einen Punkt. Es gewinnt natürlich das Team mit den meisten Punkten. - Durch die wechselnden Plätze und Koal(a)itionspartner ist KOALA ein sehr ungewöhnliches Kartenspiel.

Ende der 90er Jahre war Murray Heasman schon einmal in Essen. Zunächst hieß sein Spiel "The Game of Kells", dann "The High Kings of Tara". Eine Weiterentwicklung ist jetzt unter dem Namen Project Kells - Tara bei Abacusspiele im Vertrieb.

Sacred Hill, "Der Heilige Hügel", ist eine andere Bezeichnung für den "Hill of Tara", die uralte Hauptstadt Irlands. Sacred Hill ist auch der Name des ersten Spiels im Rahmen des PROJECT KELLS - TARA. Es repräsentiert die erste Stufe in einer Reihe zunehmend anspruchsvoller werdenden Spiele im Rahmen dieses Projekts. Die Spieler versuchen ihre Spielsteine, die sogenannten "Befestigungen", so zu setzen, dass sie bei Spielende möglichst nur ein einziges, großes, "Königreich" genanntes, Gebiet besitzen. Zu Beginn setzen die Spieler abwechselnd ihre Befestigungen ein. Kann dabei ein bestimmter Abstand nicht mehr eingehalten werden, beginnt die zweite Phase des Spiels: Jetzt versucht jeder Spieler einzelne gegnerische Befestigungen von allen Seiten einzuschließen und so zu seinem Gebiet hinzuzufügen. Gleichzeitig versucht jeder Spieler, den Mitspieler zu zwingen, einzelne Befestigungen zu neuen Königreichen auszubauen!

In der zweiten Spielstufe geht es um die Anzahl der Knoten, die durch das Setzen der Befestigungen entstehen. Die Regeln hierzu stehen auf .www.tailtengames.com zum Herunterladen bereit. Dort finden Sie auch Demo-Filme, Strategie-Tipps und die Regeln für zwei weitere Spiele, die mit dem mitgelieferten Material gespielt werden können.

Produktfoto

ProduktfotoÜber Tichu, das Kartenspiel, das in vielen Runden Kult ist, braucht man nicht mehr viele Worte zu verlieren. Falls Sie's trotzdem nicht kennen: TICHU ist ein Spiel für vier Spieler. Jeweils zwei Spieler bilden ein festes Team und spielen zusammen. Das Karten-Deck besteht aus 52 Farb- und 4 Sonderkarten mit außergewöhnlichen Funktionen. Jeder Spieler versucht, als erster alle seine Karten loszuwerden. Wer ausspielt, legt eine Einzelkarte oder eine erlaubte Kombination aus Karten (z.B. Pärchen oder Straßen) aus. Die anderen Spieler müssen die Vorlage mit einer höheren Kombination der gleichen Art übertreffen oder passen. Im Gegensatz zu üblichen Stichspielen wie Skat oder Doppelkopf endet der Stich nicht automatisch nach einer Runde, sondern erst, wenn niemand mehr eine höhere Kombination spielen will oder kann. So kann ein Spieler während eines Stiches mehrfach an die Reihe kommen. Die Runde endet, wenn nur noch ein Spieler Karten auf der Hand hat.

Tichu gibt's jetzt in einer limitierten Sonderausgabe in einer Metall-Box, sie enthält ein Karten-Deck mit goldfarbener Rückseite und eine reich bebilderte, vierfarbige Spielregel.

CoverEs war das dritte der großen alea-Spiele und kam 2000 auf den Markt: Tadsch Mahal von Reiner Knizia. Noch im selben Jahr wurde es mit dem Deutschen Spiele Preis ausgezeichnet. Drei Jahre später schon wurde es aus dem alea-Programm gestrichen. Jetzt kommt es bei ABACUSSPIELE zurück. Geändert haben sich nur das Schachtelformat und der Name. Spieltechnisch ist das Spiel, das jetzt Taj Mahal heißt, dasselbe geblieben.

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts ist die 200-jährige Herrschaft der Großmoguln zusammengebrochen. Nun ist für die bedeutendsten Maharishis und Fürsten der Augenblick gekommen, die Kontrolle über den indischen Subkontinent zu übernehmen. Im Nordwesten Indiens gewinnen sie Stadt für Stadt und Provinz für Provinz an Einfluss. Der erfolgreichste Spieler - und damit der Gewinner - wird derjenige sein, der die großartigsten Paläste baut und am Ende den meisten Einfluss besitzt.

Das Spielbrett zeigt 12 Provinzen mit Städten, die durch ein Straßennetz miteinander verbunden sind. In jeder Runde wird in einer anderen Provinz gespielt. In jeder Provinz dürfen die Spieler reihum so lange jeweils 1 oder 2 Karten auslegen oder sich zurückziehen, bis sich alle Spieler zurückgezogen haben. Danach wird in der nächsten Provinz weitergespielt. Wenn sich ein Spieler zurückzieht, vergleicht er sofort seine Karten mit den Karten der Mitspieler. Die Karten zeigen unterschiedliche Symbole. Für jede Mehrheit bei einem oder bei mehreren Symbolen erhält der Spieler Warenplättchen oder das Recht Paläste zu bauen. Für beides, Waren und Paläste, erhält er sofort Einflusspunkte.

Die Besonderheit von TAJ MAHAL liegt im Wertungssystem: Die Paläste und Waren eines Spielers, die er schon in vorhergehenden Runden erhalten und gewertet hat, können im Spielverlauf immer wieder mit gewertet werden. Daher lohnt es sich eher mit wenigen Punkten, dafür aber häufiger an einer Wertung beteiligt zu sein, als bei einer einzelnen Wertung möglichst viele Einflusspunkte zu gewinnen. Da alle ausgespielten Karten nach der Wertung weg sind und der Karten-Nachschub auch eher spärlich ist, sollte man lange Auseinandersetzungen vermeiden, denn sie kosten viele Karten.

TAJ MAHAL verbindet eine kurze Spieldauer mit der Spannung durch die sich ständig verändernden Mehrheitsverhältnisse und die damit verbundenen Entscheidungen. Die Spielregeln stehen beim Verlag zum .Download bereit.

CoverAngekündigt war's bereits zur SPIEL'05, jetzt endlich kommt es in die Läden (voraussichtlich im September): Gloria Mundi, die deutsche Ausgabe des bei Rio Grande produzierten Spiels von James Ernest und Mike Selinker. Die deutsche Spielanleitung steht ab sofort zum .Download bereit.

Und so beschreibt ABACUSSPIELE das Spiel:

Der Stern Roms ist im Sinken. In einer Zeit des kulturellen Niedergangs und des politischen Chaos kämpfen die Spieler als römische Staatsmänner ums Überleben. Während politische Unfähigkeit und die Verteidigung gegen fremde Invasoren die letzten Ressourcen des Imperiums aufzehren, versuchen die Spieler auf dessen Überresten ihre Karriere aufzubauen. Sie verwalten Landgüter, Städte und Legionen, und sie entscheiden, was davon ausgebaut wird und was zerstört wird. Dabei hat jeder nur ein Ziel: sich Richtung Afrika so weit wie möglich von Rom zu entfernen, bevor die Goten Rom erreichen!

Jeder Spieler beginnt das Spiel mit Karten auf seiner Hand, die jeweils ein Landgut, eine Stadt oder eine Legion zeigen. In seinem Zug muss er eine der Karten auslegen. Die ausgelegte Karte bestimmt zugleich, welche Karten nun alle Spieler aktivieren dürfen, auch wenn sie gerade nicht am Zug sind. Wenn ein Spieler Karten aktiviert, produzieren sie Ressourcen wie etwa Nahrung oder Gold. Außerdem kann der aktive Spieler mit den produzierten Ressourcen in jedem Zug eine sogenannte Aufbau-Karte kaufen. Kauft er eine solche Karte, darf er mit seiner Spielfigur auf dem Spielplan einen oder mehrere Schritte von Rom weg Richtung Süden ziehen. Außerdem ermöglichen ihm diese Karten z.B. die Produktion neuer Ressourcen oder weitere Schritte weg von Rom.

Nachdem die Spieler ihre Karten aktiviert haben, muss der aktive Spieler entscheiden, ob er es dem Goten gestattet, sich Rom von Norden her weiter zu nähern oder ob er ihm Tribut zahlt. Dies ist eine der weitreichendsten Entscheidungen im Spiel, denn wenn sich der Gote Rom nähert, zerstört er die Karten von Spielern, und es gilt abzuwägen, welcher Spieler dabei den meisten Schaden davonträgt. Das Spiel endet, wenn der Gote Rom erreicht oder wenn ein Spieler Afrika erreicht. Es gewinnt in jedem Fall der Spieler, der die meisten Schritte Richtung Afrika gemacht hat.

In Gloria Mundi können die Spieler, gleich den römischen Staatsmännern, Intrigen spinnen und ihren Mitspielern das Leben schwer machen. Ein Leckerbissen für gewiefte Taktiker und alle, die nicht nachtragend sind!

Spielmaterial
Foto: .Boardgamenews.com

Auch das bei Rio Grande erschienene .Medici vs Strozzi, die 2-Personen-Version von Reiner Knizias Medici, wird von ABacus vertrieben.

ProduktfotoNeues gibt's auch für alle Freunde von Urs Hostettlers Anno Domini: Österreich heißt die neueste Folge. Wie immer müssen Ereignisse in die richtige zeitliche Abfolge gebracht werden. Es gilt also nicht Fragen zu beantworten, sondern zu entscheiden, ob etwa "die Österreicher bei der UNESCO ihren Charme als immaterielles Weltkulturerbe schützen lassen wollen" bevor oder nachdem "Kottan ermittelt". Reihum fügt jeder Spieler der Kette aus meist kuriosen Ereignissen ein neues hinzu und versucht so, als Erster seine Karten loszuwerden. Wird ein Spieler jedoch bei einem Fehler ertappt, bekommt er Strafkarten vom Stapel.

ABACUSSPIELE vertreibt in Deutschland auch das Programm des italienischen Verlags .dV Games, unter anderem auch Maestro Leonardo, die deutsche Ausgabe von Leonardo da Vinci. Weitere Infos finden Sie auf der Seite von .dV Games.

 

deDie "technischen Daten" dieser und weiterer Spiele finden Sie in unserer . Neuheitentabelle.
ukFor "tech details" of these and other games see our . gametable.

Quellen:
en.Rick Thornquist's Boardgamenews
en.Erwin Broens' Bordspel.com

Verlage im Fokus:

18xx Games (16.04.)
2F-Spiele (16.04.)
3am Games (16.04.)
ABACUSSPIELE (16.04.)
Adlung-Spiele (16.04.)
Aktuell-Spiele-Verlag (16.04.)
alea/Ravensburger (16.04.)
Amigo (16.04.)
Angelo Porazzi Games (16.04.)
Argentum Verlag (16.04.)
arte ludens (16.04.)
AoS-Team (16.04.)
AZA-Spiele (16.04.)
Bambus Spieleverlag (16.04.)
BeWitched Spiele (16.04.)
Bézier Games (16.04.)
Braun-Kohl Verlag (16.04.)
Brettform (16.04.)
Burley Games (16.04.)
Cardinal Games (16.04.)
Casasola (16.04.)
CCP Games (16.04.)
Clemens Gerhards (16.04.)
Clicker Spiele (16.04.)
Cocktail Games (16.04.)
Cranium (16.04.)
Cuboro (16.04.)
Cwali (16.04.)
Czech Board Games (16.04.)
Days of Wonder (16.04.)
Der Knetmatz (16.04.)
Don & Co (16.04.)
Doris & Frank (16.04.)
Drei Magier (16.04.)
dV Games (daVinci) (16.04.)
Edition Erlkönig (16.04.)
Elven Ear Games (16.04.)
Eggertspiele (16.04.)
Esagek (16.04.)
ESLO (16.04.)
Face 2 Face Games (16.04.)
Fantasy Flight Games (16.04.)
Fragor Games (16.04.)
Franjos (16.04.)
Games Above Board (16.04.)
Games for the World (16.04.)
Games Workshop (16.04.)
Gecko Games (16.04.)
Ghenos Games (16.04.)
GiftTRAP (16.04.)
Giseh Verlag (16.04.)
GMT Games (16.04.)
Goldsieber (16.04.)
Golden Laurel Entertainment (16.04.)
HABA (16.04.)
Hans im Glück (16.04.)
Hasbro (16.04.)
Heidelberger Spieleverlag (16.04.)
HiKu Spiele (16.04.)
HUCH & friends (16.04.)
Hurrican (16.04.)
Ideenfinderin (16.04.)
Isensee Verlag (16.04.)
Jactaléa (16.04.)
Japon Brand (16.04.)
JKLM Games (16.04.)
JMcreative (16.04.)
Kosmos (16.04.)
Krimsus KrimsKrams-Kiste (16.04.)
Kronberger Spiele (16.04.)
Lauwers Games (16.04.)
Lookout Games (16.04.)
LudoArt (16.04.)
Manorhouse (16.04.)
Matagot (16.04.)
Mattel (16.04.)
Menippos GmbH (16.04.)
Mind the Move (16.04.)
Mücke Autorenrechte (16.04.)
Neuroludic (16.04.)
Pegasus (16.04.)
Pfifficus-Spiele (16.04.)
Phalanx Games (16.04.)
Phantastische-Spielewelten (16.04.)
Piatnik (16.04.)
Post Scriptum (16.04.)
Prestel (16.04.)
Pro Ludo (16.04.)
Queen Games (16.04.)
Ragnar Brothers (16.04.)
Ravensburger (16.04.)
R&D Games (16.04.)
Repos Production (16.04.)
Rio Grande Games (16.04.)
Role et Stratégie (16.04.)
RomBol (16.04.)
SandTimer (16.04.)
SAZ (16.04.)
Schmidt (16.04.)
Scribabs (16.04.)
Selecta (16.04.)
Sierra Madre Games (16.04.)
Singlish Mopping (16.04.)
Snarling Badger Games (16.04.)
Sphinx Family (16.04.)
Sphinx Spieleverlag (16.04.)
Spiel-ou-Face (16.04.)
spielbox (16.04.)
Spiel des Jahres (16.04.)
Spiele aus Timbuktu (16.04.)
Spielen in Österreich (16.04.)
Spielepizza (16.04.)
Spieltrieb (16.04.)
Squale Games (16.04.)
Stein-Thompson (16.04.)
StrataMax Games (16.04.)
Sunriver Games (16.04.)
Super Ape Games (16.04.)
Surprised Stare Games (16.04.)
Team Crossroads (16.04.)
Tenkigames (16.04.)
The Game Master (16.04.)
Tilsit Éditions (16.04.)
Take on You (16.04.)
Truant (16.04.)
Tusbas (16.04.)
Uljö (16.04.)
Valley Games (16.04.)
VIA Spiele (16.04.)
Warfrog (16.04.)
WENNDENN Spieleverlag (16.04.)
What's Your Game (16.04.)
Winning Moves (16.04.)
Winsome Games (16.04.)
Woteva Games (16.04.)
Ystari (16.04.)
Zoch (16.04.)
Z-Man Games (16.04.)
Zugames (16.04.)

.Weitere Infos zur SPIEL '06 in Essen (Überblick)


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