Nürnberg 1998

Die Internationale Spielwarenmesse


Abacus

Unmittelbar vor der Messe erst kam ein Deal zwischen Abacus und Fata Morgana zustande. Danach ist das Kultspiel Tichu künftig bei Abacus im Programm, ebenso Cosmic Eidex, eine Jass-Variante, sowie Anno Domini. Für alle Spiele zeichnet Urs Hostettler als Autor verantwortlich.

Die Reihe der Holzspiele setzt Abacus fort mit Bretonenboule von Franz-Josef Lamminger. Mit Sand gefüllte Bälle sollen ein Ziel treffen, das sich auf einer schiefen Ebene befindet. Das Faszinierende daran: Trotz der schrägen Fläche bleiben die Bälle in der Nähe ihres Aufschlagpunktes liegen und rollen nicht herunter.


Amigo

ElfenlandIm Mittelpunkt der Amigo-Neuheiten steht zweifellos Alan Moons Elfenland, das früher als Elfenroads bei White Wind erschienen war. Die Neuauflage wurde komplett überarbeitet; dazu gehört auch ein neuer Spielplan. Reiner Knizias Exxtra ist laut Presse-Info "ein rasantes Würfelspiel, bei dem sowohl Würfelglück als auch eine klitzekleine Dosis Gemeinheit zum Sieg führen". Für Kartenspieler kommt Yoyo, ein Aktionskartenspiel von Hanno und Wilfried Kuhn, bei dem es darum geht, möglichst schnell seine Karten loszuwerden.

Für Überraschung dürfte sorgen, daß Amigo sich jetzt auch im Rollenspiel-Sektor engagiert. Nachdem TSR von Wizards of the Coast übernommen wurde und Wizards Sammelkartenspiel Magic in seiner deutschen Ausgabe bei Amigo zuhause ist, kommt nun TSR's Advanced Dungeons & Dragons (Kurz: AD&D) zu Amigo. Als erstes Produkt der neuen Linie wird auf der Messe das überarbeitete AD&D Starter-Set vorgestellt.


Berliner Spielkarten

Die Spieleszene nahm diesen traditionsreichen Verlag erst zur Kenntnis, als er im vergangenen Jahr mit drei Autorenspielen überraschte. In diesem Jahr wird die Serie mit zwei neuen Titeln fortgesetzt: David und Goliath von Reinhard Staupe ist ein Stichspiel mit wieder einmal einem originellen Mechanismus: Wer die niedrigste Karte gespielt hat, kassiert die höchste im Stich gespielte Karte; die höchste Stichkarte kassiert den Rest. Blindes Huhn von Michael Schacht, die andere Neuheit, konnten wir bereits als Prototyp spielen:

Blindes HuhnBlindes Huhn besteht aus 60 Karten. Die meisten davon sind einfach durchnumeriert. Auf einigen sind Blinde Hühner mit mehr oder weniger Eiern abgebildet. Diese blinden Hühnereier will niemand haben, denn sie bringen Minuspunkte. Gespielt wird eigentlich ein ganz normales Stichspiel. Wobei es keinen Bedienzwang gibt, weil es keine verschiedenen Kartenfarben gibt. Die höchste Karte gewinnt den Stich - und damit vielleicht auch ein blindes Huhn. Was ist nun das Besondere an dem Spiel? Nachdem die Karten ausgeteilt sind, muß jeder seine Kartenhand unter spieltaktischen Gesichtspunkten sortieren. Denn ausgespielt werden darf nicht beliebig, sondern nur vom linken oder rechten Ende der Kartenhand. Irgendwas macht man dabei immer falsch und fängt sich trotz aller Vorüberlegungen dann doch ein blindes Huhn ein. Gemeinerweise gibt's dann auch noch einen Multiplikator, der die Minuspunkte vervielfacht, wenn gleich mehrere blinde Hühner im Stich liegen. Blindes Huhn ist nichts Anspruchsvolles, aber ein kleines, lockeres, zügiges Spiel, das uns sehr viel Spaß gemacht hat. Der Autor hat damit übrigens 1997 den 9. Spieleautorenpreis beim Hippodice Spieleclub gewonnen. Mit einer weiteren Neuheit ist er bei Noris vertreten.

Seit Sommer letzten Jahres hat der Verlag auch den Vertrieb der Staupe Spiele übernommen, jener Spiele, die Reinhard Staupe, der bei Berliner das Autorenprogramm redaktionell betreut, im Eigenverlag herausgibt (sein Comeback schaffte letztes Jahr den Sprung auf die Auswahlliste beim Spiel des Jahres). In Nürnberg stellte er drei neue Kartenspiele vor, die alle zu einem Preis von ca. 7 DM zu haben sind: Die Bombe, Kommando und Merlin. Mehr darüber in Kürze.


Eurogames

Zur Messe bereits fertig produziert liegt die deutsche Ausgabe des Avalon Hill-Spiels Hannibal vor.

Voraussichtlich ab April sind weitere fünf Ergänzungssets für Formula Dé erhältlich. Die neuen Rennstrecken: Watkins Glen / Silverstone, Long Beach / Montreal, Hockenheim / Zeltweg, Suzuka / Melbourne, Buenos Aires / La Coruña.

Auf Hochtouren laufen jetzt schon die Vorbereitungen für eine Neuerscheinung, die erst zu den Internationalen Spieltagen in Essen fertig sein wird: Age of Renaissance kommt dann in einer deutschen Ausgabe. Gegenüber dem Originalspiel wird es kleine Modifikationen am Spielmaterial geben.


Felsberger

Felsberger S & A Spiel & Art AG ist ein Schweizer Lieferant von Holzspielen, die in Einzelanfertigung durch eine Behindertenwerkstätte in St. Gallen hergestellt werden. Neu in diesem Jahr ist das "Felsberger TOCCATO, ein Strategiespiel für zwei Personen oder Teams von Nicolaas Neuwahl (dem derzeitigen 1. Vorsitzenden der Spieleautorenzunft SAZ). Die Presseinfo meldet dazu: "Abwechslungsweise werden die Spielsteine auf den drehbaren Spielteller gesetzt. Jeder fremde Stein, der dadurch berührt wird, zählt als Pluspunkt. Nach setzen der 24 Spielsteine, die sich einzig in der Parteienfarbe unterscheiden, führt eine positive Punktebilanz zum Sieg."


F.X.Schmid / FX

Nach der Übernahme durch die Ravensburger verliert die Traditionsmarke F.X.Schmid immer mehr ihre Eigenständigkeit. In diesem Jahr präsentierte sie ihre Neuheiten am Ravensburger Messestand und im Ravensburger Hauptkatalog (der inzwischen Leitz-Ordner-Dimensionen angenommen hat). Zum 1. März wird der Standort Prien aufgegeben. Bereits in Essen war mehr über die künftige Produktpolitik zu erfahren: F.X.Schmid wird das Label für Erwachsenenspiele sein, während das Ravensburger Etikett (unter anderem) für Familien- und Kinderspiele steht. Entsprechend werden nun diverse Produkte umetikettiert. Dennoch gab's in Nürnberg eine Überraschung, zauberten die Ravensburger doch mit "FX" ein neues Label aus dem Hut (lesen Sie dazu auch unsere Messenotizen "Spieleverlage im Dreierpack") - dies offenbar so kurzfristig, daß es noch keinen Eintrag im Hauptkatalog fand.

Als neue Spiele mit dem alten Label F.X.Schmid wurden vorgestellt: Basari von Reinhard Staupe, bei dem als erstes das Cover auffällt, das sehr eng an Sid Sackson Bazaar angelehnt wurde, spielerisch mit diesem aber nichts zu tun hat. Die Spieler würfeln sich über einen Spielplan, um Siegpunkte einzusammeln. Auf den Basarfeldern können sie alternativ auch Edelsteine einsammeln, die den Gegenstand von Handels- und Tauschgeschäften sind. Bei Zoff in Buffalo von Christward Conrad werden Kühe auf unterschiedlich großen Weiden "abgesetzt". Denkste! von Gerhard Wieser ist ein abstraktes Laufspiel. Die Zugweite wird auf einer Drehscheibe eingestellt. Der Gegner tut das Gleiche. Stellt er dieselbe Zahl ein, wird's nichts mit dem Vorwärtsrücken. Je näher das Ziel kommt, desto mehr Versuche hat der Gegner.

Ich bin zwar ein Fan von Mr. Bean, aber muß ich jetzt deshalb mit ihm spielen? Bei Mr. Bean's Party-Spiel versuchen die Spieler, Aufgaben zu erfüllen, während einer von ihnen in der Rolle von Mr. Bean stört. Von der Ravensburger Mutter übernommen wurde Das Nilpferd in der Achterbahn und die Kartenspiele Hol's der Geier, Kuhhandel, Fiasko, For Sale und Ex & Hopp. Alle anderen Ravensburger Kartenspiele sind "ex & hopp"!. Wer sich einen der genannten Titel anschaffen wollte, sollte das bald tun. Bei F.X.Schmid werden Kartenspiele in größeren Schachteln verpackt, als dies die Ravensburger getan haben. Und größere Schachteln bedeuten höhere Preise (ca. 25% teurer)!

Vier Kartenspiele sind neu ins Programm gekommen, die ich hier zunächst mal nur auflisten kann: Pepper, Lucky Five, Alles futsch und Dumm gelaufen! Mehr darüber, wenn wir sie auf dem Spieltisch hatten.

Das neue Label "FX" startet mit 8 Spielen in neuem und auf anspruchsvoller getrimmten Design. 6 der Titel sind allerdings alte Bekannte: Partytime, Bluff, Personality, Haste Worte, Nobody is perfect und Rondo kennen wir schon, letzteres wurde 1997 als Neuheit bei Schmidt vorgestellt. (Das Nilpferd in der Achterbahn würde ebenfalls in diese Serie passen, wurde aber schon in Essen mit dem F.X.Schmid-Label präsentiert). Eine echte Neuheit ist Gambler, das bereits in den USA bei MB als Sharp Shooters auf dem Markt ist: Kurz erklärt handelt es sich dabei um eine Kniffel-Erweiterung, die dafür sorgt, daß jeder Spieler nicht - wie beim Original - allein vor sich hin spielt, sondern interaktive Elemente und Taktik ins Spiel kommen. Tres erinnert ein wenig an das alte Pelikan-Spiel Moulin Rouge. Zwei Spieler versuchen drei Scheiben in einer Reihe zu plazieren. Die Scheiben werden von außen auf konzentrische Ringe eingeschoben, die ihrerseits gedreht werden können.


Goldsieber

In diesem Jahr zeichnet erstmals Joe Nikisch für das Spiele-Programm bei Goldsieber verantwortlich. Der 98er Jahrgang umfaßt 7 Neuheiten.

Edison & CoVon Günter Burkhardt stammt Edison & Co. Die Spieler schlüpfen in die Rolle von Erfindern, bewegen kleine Fahrzeuge (Zinnfiguren!) über den Spielplan und schließen Wetten darauf ab. Es kommt nicht darauf an, als Erster das Ziel zu erreichen, sondern, zu bestimmten Zeitpunkten, an denen eine Wertung stattfindet, auf bestimmten Feldern zu stehen. Die Fahrzeuge werden mit Hilfe von Spielkarten bewegt; während ein Spieler die Zugweite bestimmt, gibt der andere die Zugrichtung vor, die dritte entscheidet, welche Fahrzeuge sich bewegen - wobei die Reihenfolge, in der dies alles abläuft, auch eine andere sein kann.

Ido ist ein abstraktes Taktikspiel für 2-4 Spieler von Bernhard Weber (Autor von Downtown bei Abacus). Ziel des Spiels ist, seine Spielsteine auf die gegenüberliegende Seite zu bringen. Allerdings liegt ein Rahmen über dem Spielplan, der, wenn er bewegt wird, die Spielsteine verschiebt und auch die Felderstruktur ändert. Der Beschreibung nach gibt's bei diesem Spiel einiges zu bedenken.

Klaus Palesch (der Autor von Sticheln) hat das Familienspiel Fossil geschaffen. Damit ist nicht der Familienälteste gemeint, es geht vielmehr um alte Steine. Teile von Fossilien unterschiedlicher Wertigkeit müssen eingesammelt werden. Beim jeweils letzten Teil eines Fossils findet eine Wertung statt.

Die Kartenspielreihe wird mit zwei neuen Titeln fortgesetzt. Grusel-Wusel (nein, Freunde, das Wusel von KMWs Spielplatz kassiert für diesen Titel keine Lizenzen!) ist ein Reaktionsspiel von Oliver Igelhaut (sein Erstlingswerk). Gegen die Zeit werden Karten und Würfelsymbole miteinander verglichen. Bei Übereinstimmung wandern die Karten zum Nachbarn. - Reiner Knizia hat sich den Katzenjammer-Blues ausgedacht. Karten auf dem Tisch werden mit Hilfe der Karten auf der Hand ersteigert. Ziel ist es, Quartette zu bilden, um damit Mäuse zu machen.

Als Kinderspiel kommt in der Reihe "Maxis in der Mini-Box" Der kleine Riese Kasimir von Rüdiger Dorn (Autor des Ravensburger Kartenspiels Ex und Hopp).

Und schließlich kommt noch das Unvermeidliche: The Black Rose ist ein Erweiterungssatz für das Spiel des Jahres 1997. Damit kann die Mississippi Queen nun mit 2 bis 6 Spielern gespielt werden. Der jeweils letzte Spieler zieht das Piratenschiff "The Black Rose".


Hans im Glück

Freibeuter heißt eins der beiden neuen Spiele von Hans im Glück. Mangels eigener Erkenntnisse darüber hier der Text der Presse-Info:

Schiff ahoi! Wir schreiben das Jahr 1584. In der karibischen See kreuzen spanische und englische Schiffe, beladen mit allem, was das Herz begehrt: Gold, Silber, Schmuck und Edelsteine. Ein wahres Paradies für Freibeuter, die den Handelsschiffen und Galeonen auflauern, um reichlich Beute zu machen. Um diese Beute dreht sich alles in Freibeuter von Newcomer Reiner Stockhausen. Ein Spieler setzt in seinem Zug über das Ausspielen von Karten entweder ein Boot ein, oder er entert ein Schiff. Entscheidet er sich für das Boot, nimmt er den übrigen Piraten einen Teil ihrer Beute ab. Entert er dagegen ein Schiff, sichert er sich zwar den Löwenanteil an den Schatzkisten, muß aber auch die Mitbewerber auszahlen. Beide Aktionen hängen untrennbar zusammen. Denn wird ein Schiff von Booten in die Enge getrieben, ohne daß es zuvor geentert wird, entkommt es - und die Piraten gucken in die Röhre. Auf der anderen Seite nützt auch das geschickteste Entern nichts, wenn das Schiff nicht von Booten eingekreist wird. Bis die Beute verteilt werden kann, müssen die Spieler also schon ein wenig kooperativ vorgehen - ohne sich dabei aber zu sehr in die Karten schauen zu lassen...

Freibeuter; Spielerzahl: 2-4 Freibeuter; Alter: ab 9 Jahren; Spieldauer: 30-45 Minuten; Autor: Reiner Stockhausen; Grafik: Fox Werbeagentur; Preis: ca. 49 Mark

Das zweite neue Spiel hatten wir auf der Presse-Info glatt übersehen - nicht, weil wir's für banal halten, sondern weil wir nach Euphrat & Tigris nicht zwei Neuheiten für Nürnberg erwartet hatten. 'Tschuldigung für das Versehen! Hier der Text der Presse-Info:

In Cheops spekulieren die Nachfahren der Bauarbeiter mit Schätzen aus der Pyramide, um sie in bare Münze zu verwandeln. Nur wenige Dira von der großen Pyramide entfernt liegt das kleine Dorf El’Charid. Dort lebt Ahliman mit seiner vielköpfigen Familie. Die Überlieferung sagt, daß Ahlimans Vorfahren bereits zu Lebzeiten des Pharaos Cheops in El’Charid ansässig waren. 23 harte Jahre mußten sie gemeinsam mit Tausenden von anderen Bauern die Pyramide fertigstellen. Viele kamen dabei um, die Ernten wurden vernachlässigt, das Vieh verhungerte, und das Volk verarmte. Da ist es kaum verwunderlich, daß die Bauern schon bald nach dem Tod des Pharao begannen, die Schätze zurückzuho-len, die sie in die große Pyramide tragen mußten.

In Cheops - dem Erstlingswerk von Klaus Paal - schlüpfen die Spieler in die Rolle der Familienmitglieder, die die Schätze Zug um Zug in bare Münze verwandeln wollen. Noch wissen sie nicht, wieviel sie wert sind. Doch im Dorf lebt auch der Händler Kaftah. Er kauft den Familien die Schätze zu einem Festpreis ab. Manche verkaufen an ihn, andere bewahren ihre Schätze lieber auf, um später vielleicht einen höheren Preis zu erzielen. Ob sich die Spekulation gelohnt hat, erfahren die Ägypter allerdings erst, wenn das Spiel zu Ende ist. Denn auch zu Zeiten der Pharaonen hatte am Ende derjenige die Nase vorn, der die meisten Erlöse erzielen konnte.

Cheops, Spielerzahl: 2-5 Ägypter, Alter: ab 9 Jahren, Spieldauer: 30-45 Minuten, Autor: Klaus Paal, Grafik: Simona Koch, Preis: ca. 49 Mark


Hasbro

Unter dem Dach der Hasbro-Gruppe finden sich die beiden Marken Parker und MB. Das Neuheitenangebot ist riesig, ebenso der Messestand. Für die Spielerwelt allerdings ist nur ein kleiner Teil des Angebots von Interesse.

MB setzt auf Neuauflagen und Erweiterungen bekannter Titel. "Schiffe versenken" spielt man bekanntlich nicht mehr auf Karo-Papier, sondern längst elektronisch. Jetzt endlich gibt es das Infra-red Flottenmanöver, bei dem sich die beiden Spieler unabhängig voneinander mit ihren Konsolen im Raum aufhalten können. Pay Day gab's schon einmal als Ohne Moos nix loos!, auch Outburst ist ein altbekanntes Spiel, dem nur ein neues Design verpaßt wurde (beide früher bei Parker). Vorsicht Fälschung! setzt die aus Zeitschriften bekannte Idee, die Unterschiede zwischen zwei Gemälden oder Fotos zu finden, in ein Gesellschaftsspiel um. MB ist bekanntlich auch immer für Aktionsspiele gut, die eigentlich für Kinder gedacht sind, dann aber Erwachsenen in die Hände fallen, die sie nicht mehr hergeben (siehe Looping Louie): In diesem Jahr wird Hühner Krocket gespielt; wer mit einem gezielten Krocket-Schuß den Ball an die Hühnerbrust knallt, erlebt, wie das Huhn fröhlich gackernd ein Ei legt.

Monopoly WMAuch Parker besinnt sich auf seine Klassiker und bringt wenig Neues.Von Cluedo gibt's die praktische Reiseausgabe. Trivial Pursuit wird um die Millenium- und eine Fußball-WM-Ausgabe ergänzt. Außerdem kommt irgendwann das Trivial Pursuit Electronic. Auch Monopoly läßt sich für alle möglichen Themen verwursten. Im Jahr der Fußball-WM gibt's die "WM Fußball Edition" - mit Tribünen und Stadien anstelle von Häusern und Hotels.

LionheartRichtig neu ist Lionheart, ein optisch gelungenes Spiel, bei dem zwei Spieler ihre mittelalterlichen Figuren gegeneinander antreten lassen. (Wobei ich mir jetzt aber nicht sicher bin, ob dieses Spiel unter anderem Titel schon einmal bei MB im Programm war; zumindest gab's dort vor wenigen Jahren schon einmal ein ähnliches Spiel, bei dem Figuren auf Plattformen gegeneinander antraten.)


Jumbo

TycoonIm Mittelpunkt der Jumbo-Neuheiten steht - zumindest aus der Sicht der Spielplatz-Leser - Tycoon, ein Spiel von Wolfgang Kramer und Horst-Rainer Rösner. Die Presse-Info verrät darüber: "Jeder Spieler ist Miteigentümer und Manager eines Unternehmens. Er baut Flugverbindungen auf und fliegt um die ganze Welt, um Hotels und Fabriken zu bauen. Ziel des Spiels ist es, der Mächtigste und Erfolgreichste zu werden. Am Zahltag erhalten die Spieler von der Bank Geld für die Anzahl der Städte, in denen sie mit Immobilien vertreten sind, und für jede Fabrik, die gebaut wurde. Wer in einer Stadt die meisten oder zweitmeisten Immobilien besitzt, kassiert noch einmal 'kräftig ab'. Darlehen sorgen zwischendurch für das nötige 'Kleingeld'." 2-4 Personen können mitspielen, die Spieldauer liegt bei 60 Minuten und mehr, der Preis bei 49,95 DM.

Wort-Duell ist ein Wörterspiel für 2 Personen. Jeder schreibt geheim ein Wort aus maximal 6 Buchstaben auf sein Spielgerät. Der Gegner muß das Wort natürlich herausfinden. Dazu tastet er sich Schritt für Schritt an das gesuchte Wort heran, indem er Schieber über eine Alphabet-Skala bewegt.

Zwei neue Kartenspiele wird man sich genauer ansehen müssen. Bei Ohio muß jeder seine Karten so ablegen, daß er jeweils niedrigere Werte ablegt. Die Karte mit dem niedrigsten Wert gewinnt; der Spieler erhält den kompletten Kartenstapel und bucht alle Punkte für sich. Beim Jumbo Grand Prix geht es darum, aus verschiedenen Einzelteilen auf den Karten einen "Superflitzer" zusammenzustellen.

Neu bei Jumbo ist die Reihe der "After Dinner Games", Spiele, hinter denen man spontan Kommunikatives vermutet (was zutrifft) und die man sich in etwas edlerer Aufmachung vorstellt (was leider überhaupt nicht der Fall ist). Kampf der Geschlechter beschäftigt sich mit "dem ewigen Spiel seit Adam und Eva": Wenn ein Mann denkt, daß er weiß, was Frauen denken, dann hat er meistens nur gedacht... Männer und Frauen sollen als jeweils eigene Teams versuchen, die gegnerische Psyche zu ergründen. Bei Farbe Bekennen geht's ebenfalls darum, was die Mitspieler von einem denken. Und Warum? Wieso? Weshalb? hat nichts mit dem fast gleichnamigen Lied der Sesamstraße zu tun, es ist nämlich für Leute ab 18 Jahren gedacht (wie auch die anderen Spiele dieser Reihe). Es gilt, die Antwort auf Fragen wie "Warum haben Spechte niemals Kopfschmerzen" zu finden.

Der Rest in Kürze und ohne Anspruch auf Vollständigkeit: Jumbos Klassiker Stratego kommt in diesem Jahr in einer Junior-Ausgabe. Für Rummikub wird (endlich) ein Ergänzungsset für den 5. und 6. Spieler angeboten. Rubik's Cube lebt immer noch und ist - neben anderen Rubik-Produkten - jetzt bei Jumbo gelandet. Aus ASS-Beständen stammt das Spiel des Wissens, das ran SAT.1 Fussball-Quiz Super Q erinnert zumindest vom Titel an das ehemalige Schmidt-Spiel (hat aber ein neues Spielbrett).

Die Reihe der "Miteinander-Spiele" aus dem Herder-Verlag wird von Jumbo noch immer fortgeführt, in diesem Jahr mit dem Piratennest (2-4 Spieler): Piraten haben die Tiere aus dem Dorf gestohlen. Zum Glück leben dort aber sehr mutige Kinder, die sich auf die Suche machen. Sie segeln zur Pirateninsel, entdecken ihre vierbeinigen Freunde und versuchen nun, den Piraten zu entkommen.


Klee

Klee gehört jetzt bekanntlich zu Kosmos, damit wird das Verlagsprogramm ebenfalls vom TM-Team redaktionell betreut. 1998 werden bei Klee 4 Autorenspiele erscheinen. Rudi Hoffmann zeichnet für Fröscheln verantwortlich; dahinter soll sich ein altes Spiel des Meisters verbergen, welches wurde aber nicht verraten.

Die anderen drei Neuheiten werden mit Karten gespielt: Rockets von Chris Baylis, Zocken von Peter Neugebauer und Dummy von Collovini (Incognito) und de Toffoli.


Kosmos

Die Stuttgarter wollen in diesem Jahr beweisen, daß sie ein vollwertiger Spieleverlag sind, der mehr produzieren kann als nur Ergänzungssets für Die Siedler von Catan. Wobei natürlich auch dieses Kultspiel weiter ausgebaut wird. Eine Vorschau auf das Set Städte und Ritter finden Sie ja bereits seit Oktober auf dem Spielplatz. Das Spiel ist übrigens entgegen den Erwartungen noch nicht fertig, weil es Produktionsprobleme beim Material gibt.

Von Reiner Knizia kommt Durch die Wüste. Spielerisch soll es ein eher untypischer Knizia sein. Materialmäßig wird eine reichhaltige Ausstattung versprochen, die rein optisch allerdings sehr viel Ähnlichkeit mit Gummybonbons hat. Jean du Poel bietet seit rund einem Jahr Teutopolis im Eigenverlag an. Die Neuausgabe bei Kosmos heißt nun Wettstreit der Baumeister und setzt mit mittelalterlichen Städteansichten in Kupferstichmanier auf anspruchsvolle Gestaltung.

Vier weitere Kosmos-Neuheiten: Wörtersee ist ein Wortspiel von Manfred Ludwig. Der Autor des Familienspiels Kraut & Rüben heißt bezeichnenderweise Gerd Fenchel (und das soll kein Pseudonym sein). Finale ist ein weiteres Kartenspiel für 2 Personen, diesmal zum Thema Fußball. Und schließlich ist Alex Randolphs Klassiker Twixt nun bei Kosmos im Programm (vorher Klee), wird aber erst im Herbst zu den Internationalen Spieltagen erscheinen.


Noris

Die für 1997 angekündigten Noris-Neuheiten kamen bisher nicht auf den Markt. Ob und welche davon nun in Nürnberg erneut als Neuheit präsentiert werden, wird die Messe zeigen. Ein Spiel jedenfalls ist auf jeden Fall wieder dabei: Her mit den Kröten von Michael Schacht ist ein Stich-Kartenspiel für 3 bis 5 Spieler, bei dem man verdeckt oder offen spielen kann. Eine Kröte "zu fangen", bringt viele Punkte. Die meisten bekommt man aber, wenn man es schafft, mit einer Kröte einen Stich zu machen.


Piatnik

Piatniks Dauerbrenner Activity wird auch in diesem Jahr um neue Spielvarianten ergänzt. Bei Activity connection! geht es nicht nur darum, Begriffe zu erraten, sondern auch einen Oberbegriff mehrerer Begriffe zu finden. Und auch Kinder können künftig aktiv werden mit Activity Kinder. Die übrigen Kinderspiele lassen wir mal, wie bei allen Verlagen, unberücksichtigt. Hier ein Blick auf die neuen Familienspiele:

Am Himalaya (von Günter Burkhardt) geht's natürlich immer darum, als erster den Gipfel zu erreichen. Jeder Spieler macht sich mit einem Bergsteiger, vier Sherpas und einem Satz Proviantkarten an den Aufstieg. Fünf Würfel werden gewürfelt, einer ausgewählt und eine Figur vorgerückt. Die anderen wählen aus den restlichen Würfeln. Wahlweise können auch Proviantkarten eingesetzt werden. Taucht der Yeti auf, suchen die Sherpas ihr Heil in der Flucht. - Der Schatz der Erdgeister von Rüdiger Dorn verlockt die Spieler und so machen sie sich daran, eine Schatzkammer zu erreichen; gezogen wird mit Hilfe von Karten. - Auf der Kippe! ist ein Geschicklichkeitsspiel für beliebig viele Spieler. Chips werden von einer Ebene einer Wippe in eine andere gesteckt. Irgendwann bekommt das Ding das Übergewicht und alle Chips fallen heraus.

Von Martin Schlegel stammen gleich zwei Spiele: Verflixt & zugesperrt! ist ein Merkspiel: Verdeckten Schlüssel ansehen, anderen Schlüssel aufnehmen und auf das passende Schloß legen. Wer den letzten Schlüssel findet, öffnet die Tür und nimmt sich einen Wertstein aus dem Safe. Nuts! sieht nach einem Kinderspielchen aus, ist aber erst ab 10 Jahren gedacht. Es geht darum, Nüsse zu sammeln. Gezogen wird mit Karten. Wer nach dem Zug allein auf einem Feld mit dem höchsten Wert steht, kassiert.

Honeybears ist ein taktisches Laufspiel von Reiner Knizia. Vier Bären sind auf dem Weg zur Bärenhöhle; Karten bringen sie voran. Doch die nicht ausgespielten Karten bringen am Ende Punkte.


Queen Games

Nachdem sein Showmanager im vergangenen Jahr so erfolgreich war, ist Dirk Henn in diesem Jahr gleich mit zwei neuen Titeln im Verlagsprogramm vertreten; beide allerdings kennt man bereits aus seinem Eigenverlag db-Spiele: Carat kommt unter demselben Titel als Queen-Game, Al Capone dagegen wird einen neuen Titel erhalten, da das Thema geändert wurde: Peanuts - Tante Emma kauft Teutonenbank! Gespielt wird nicht mehr im Gangstermilieu, statt dessen dreht sich das Spiel um Tante Emma-Läden.

HolzwurmAuch Queen setzt in diesem Jahr auf Kartenspiele und startet eine entsprechende Serie mit 4 Spielen, allerdings in unterschiedlich großen Schachteln. Das kleinste (im Amigo-Schachtelformat) ist Wolfgang Kramers Holzwurm: Gespielt wird mit Karten in 6 Farben, die durchnumeriert sind. Alle geraden Werte sind Pluspunkte, die ungeraden Minuspunkte. Die Karten werden zu reinen Farbreihen ausgelegt, wobei eine der Farben neutral ist und wie ein Joker in jeder Farbreihe angelegt werden kann. Angelegt werden darf immer nur ein Wert, der höher ist, als die Anzahl der Karten in der Farbreihe. Wer das nicht kann, muß nach "6 nimmt!"-Manier die ganze Farbreihe aufnehmen und erhält zusätzlich eine Karte von einem "Schicksalsstapel". Das Spiel endet, wenn entweder ein Spieler keine Karten mehr hat oder der Schicksalsstapel verbraucht ist. Die Restkarten auf der Hand (Plus- und Minuswerte) werden saldiert; der Spieler mit dem besten Punktergebnis gewinnt.

Im größeren Schachtelformat erscheint eine Neuauflage des alten Hexagames-Spiels von Reiner Knizia, Res Publica. Ob der alte Titel beibehalten wird, steht noch nicht fest. Immerhin ändern sich die Völker, die im Spiel sind. Reiner hat auch die Spielregel überarbeitet, ohne daß sich allerdings der Spielablauf geändert hat, allerdings wurde die Wertung modifiziert.

Von Uwe "Bohnanza" Rosenberg kommt das sehr originelle Stichspiel Schnäppchen. Dabei ist "Stichspiel" eigentlich nur die halbe Wahrheit. Mit dem gesamten Kartensatz werden je nach Spielerzahl 4 oder 6 Runden gespielt. Zunächst wird ein Teil der Karten verteilt. Jeder legt eine Karten offen vor sich aus und deklariert damit sein "Schnäppchen", den Kartenwert, den er in dieser Runde sammeln will. Gewinnt er einen Stich, der ein Schnäppchen enthält, legt er dieses offen ab; die übrigen Karten sind "Krimskrams", der am Ende Minus zählt - doch wird man einige dieser Karten wieder los oder kann sogar Schnäppchen daraus machen. Im Stichspiel selbst wird der Trumpf mit jedem Stich neu festgelegt; es herrscht Bedienzwang, wer nicht bedienen kann, wirft eine andere Farbe ab und erklärt, ob dies eine Fehlfarbe oder Trumpf ist. Nach der Stichrunde entscheidet jeder, welchen Kartenwert seines Krimskrams er abstößt. Hat er viele Karten davon, braucht er nur einige auf einen "Abfallhaufen" zu legen, den Rest wandelt er in Schnäppchen um und genau hinter diesem Kartenwert ist er dann in der nächsten Runde her.

Als viertes Kartenspiel erscheint in einer noch größeren Schachtel Putsch von Heiko Wiese. Am treffendsten läßt es sich wohl als "Junta für Kartenspieler" charakterisieren. Grundsätzlich hat jeder seine Karten offen vor sich liegen und damit die Kontrolle über Regierung, Opposition, Wirtschaft, Militär oder Guerilla verschiedener Länder. Die Gruppierungen eines Landes sind meist in der Hand verschiedener Spieler. Ziel ist es, Machtpunkte zu gewinnen. Das Spiel ist auf den ersten Blick recht komplex; hört sich aber wahnsinnig interessant an.


Ravensburger

Die ersten Spiele des Jahrgangs 1998 aus Ravensburg sind eingetroffen, einige haben wir bereits gespielt:

Magalon von Wolfgang Kramer (2-4 Spieler) ist ein "Magier-Wettstreit im Tal von Magalon"; jeder Spieler schlüpft in die Rolle eines Magiers. Multifunktionale Karten bestimmen die Züge der Spieler; es gilt, den Stein der Weisheit, den Ring der Unsterblichkeit und das Amulett der Macht auf dem Brett zu erreichen und als Erster wieder an den Ausgangspunkt zurückzukehren, um das Spiel zu gewinnen.

Tonga Bonga von Stefan Dorra (3+4 Spieler) hat einen sehr interessanten Mechanismus: Es wird um die Crew von Segelschiffen und deren Heuer gepokert. Die Güte der Crew treibt die Schiffe voran. Am Ende zählt der volle Geldbeutel.

Lotus von Dominique Tellier (2-4 Spieler) ist ein eher abstrakt gehaltener Wettlauf, bei dem die Steine gestapelt werden und die Stapelhöhe die Zugweite bestimmt.

Die übrigen Titel aus Ravensburg sind eher für den Spielernachwuchs bestimmt: Grand Prix, ein Auto-Rennspiel der einfachen Art, das nichts mit dem gleichnamigen Ravensburger Spiel aus früheren Jahren gemeinsam hat; Tiff & Töff, noch ein Spiel zu diesem Thema, diesmal für die ganz Kleinen (Untertitel: "Mein erstes Auto-Rennspiel"); Quaaki bringt Frösche mit bunten Füßen ins Spiel und appelliert an die Merkfähigkeit. In der Schachtelgröße der Mitbringspiele kommen Rutsch Partie, Safari Tours und Schnipps! - ebenfalls Titel, die primär für Kinder gemacht wurden.


Relaxx

Auf der Spielwarenmesse in Nürnberg stellt sich der neue Spieleverlag "Relaxx Spiele" vor. Die beiden Eigentümer des Verlags sind in der Spieleszene keine unbekannten: Frank G. Hegewald, ehemals bei Mattel und später Tyco, und Roland Siegers, erfolgreicher Spieleautor und ehemals bei Schmidt-Spiele tätig. Relaxx Spiele werden über die Firma EKOS vertrieben. Im Programm des Verlages werden neben fünf Spielen zum Thema Sesamstraße auch zwei Autorenspiele sein. Business, ein Wirtschaftsspiel von Sid Sackson und Waterloo, ein Denk- und Taktikspiel von Roland Siegers.


Schmidt Spiele

Nach dem Konkurs lebt der Markenname Schmidt unter dem Dach der Blatz-Gruppe weiter. Blatz, der zuvor schon die Überreste von ASS übernommen hatte, gibt sein eigenes Label "Blatz Spiele" zugunsten von "Schmidt Spiele" auf. Nach und nach werden die Blatz-Spiele, die es wert sind, am Leben gehalten zu werden, in die neue alte Marke übernommen. ASS dagegen wird sich künftig auf die Produktion von Spielkarten beschränken.

Einige Klassiker haben den Schmidt-Konkurs überlebt und werden weiter produziert. Dazu gehören natürlich Mensch ärgere Dich nicht und Kniffel, aber auch die Neuheiten des letzten Jahres Balderdash (die abstrusen Begriffe für das Spiel zu finden, war seinerzeit die Aufgabe KMWs von KMWs Spielplatz), Visionary und Memoland. Nicht mehr im Programm dagegen ist SinnSenns.

An echten Neuheiten auf dem Sektor Erwachsenenspiele gibt es drei Titel: G.I.P.F. von Kris Burm hatte dieser bereits in einer Eigenproduktion auf den Internationalen Spieltagen SPIEL '97 in Essen vorgestellt. TACTIX von Geoff Hayes wird als spannendes Strategiespiel für 2 Spieler deklariert. Gespielt wird mit jeweils 8 weißen und schwarzen Holzwürfeln sowie Königswürfeln. Dahinter verbirgt sich das alte Parker-Spiel Duell, das zuletzt in einer wunderschönen Holzversion unter dem Titel Alea bei "Das Spiel" im Programm war.

Die SeidenstraßeDie dritte Neuheit trägt deutlich die grafische Handschrift der bisherigen Blatz-Spiele. Die Seidenstraße von Hartmut Kommerell versetzt uns in die Zeit Marco Polos. Die Spieler legen ihren Weg von X'ian, der Hauptstadt Chinas, nach Venedig mit Hilfe von Bewegungskarten zurück. Der Weg führt an Handelsstationen vorbei, an denen immer wieder gepunktet wird.

Wer gehofft hat, daß die Neuauflage von Acquire (mit dem neu bezifferten Spielbrett und entsprechend neuen Karten) doch noch auf den Markt kommt, muß seine Hoffnungen endgültig begraben. Das Spiel ist definitiv vom Tisch. Immerhin kursieren aber in der Szene einige wenige Prototypen.


TM-Spiele

Nachdem das TM-Team zunächst für Goldsieber, jetzt für Kosmos arbeitet, hat eigentlich kaum jemand erwartet, daß unter diesem Label noch weitere Spiele erscheinen werden (Vernissage und Knock Out liegen ja auch schon ein paar Jahre zurück). In diesem Jahr jedoch wird's ein neues TM-Spiel geben, das allerdings ein alter Bekannter ist: Rudi Hoffmanns legendäres Minister kommt in überarbeiteter Fassung und von Franz Vohwinkel neu gestaltet heraus. Am Originalspiel wurde bemängelt, daß die Anlaufphase zu langatmig ist; dieser Teil wurde deshalb gestrafft.

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