Auf den richtigen Dreh kommt es an und auf die richtige Sitzposition. Ja, Sie haben schon richtig gelesen: "Trini", und um dieses Spiel aus dem Hause HiKu geht es, sollten Sie am besten auf dem Boden spielen. Weil Sie dort den besten Überblick haben.
Ein wunderschönes sechseckiges Holzbrett mit vielen Vertiefungen, 38 Holzwürfel und eine ganze Reihe von sogenannten Halbedelsteinen - das alles liegt in einer völlig unattraktiven Schachtel mit dem charmanten Outfit der 50er Jahre. Schade eigentlich.
Um diese Holzwürfel in vier Farben, weil bis zu vier Personen mitmachen können, dreht sich fast alles. Auf den sechs Seiten eines jeden Würfels sind zweimal drei Symbole zu sehen: Kreise, Sterne und Quadrate. Jedes Symbol ist also einmal voll (schwarz) und einmal leer (als Umriß) vorhanden.
Diese Würfel wandern aufs Spielbrett und zwar in die dreieckigen Vertiefungen. Einer von drei Spielzügen erlaubt es dem Spieler, einen Würfel in seiner Farbe auf das Brett zu legen. Von den sechs Würfelseiten sind dann stets drei von oben zu sehen.
Ein weiterer Spielzug ermöglicht einem, so einen Würfel in gerader Linie von einem Dreiecksfeld in ein anderes zu ziehen. Er darf dabei nicht gedreht werden. Und der letzte, entscheidende Spielzug sieht die Drehung eines Würfels in seinem Dreiecksfeld vor. Und jetzt wird es spannend.
Zwischen drei solchen Dreiecksfelder liegt stets eine runde Mulde. Immer dann, wenn direkt an einer solchen Mulden dreimal das gleiche Symbol der Würfel zu sehen ist, darf derjenige, der dieses Trio vervollständigt hat, einen Halbedelstein in seiner Farbe (den "Trini") in diese Mulde legen. Es kommt lediglich auf das Symbol, nicht auf die Farbe des Würfels an.
Gewonnen hat, wer dann zuerst eine bestimmte Anzahl von Halbedelsteinen in diesen Mulden untergebracht hat: sechs "Trinis" bei zwei Spielern, fünf "Trinis" bei drei und vier "Trinis" bei vier Spielern.
Das alles hört sich auf den ersten Blick recht kompliziert an, ist es aber nicht. Einsetzen, ziehen, drehen - nicht mehr, nicht weniger. So ein Würfel darf in seinem Dreiecksfeld um eine Position nach links oder rechts gedreht werden. Man darf einen Würfel aber auch um eine Position "hochdrehen". Die Lage des Würfels wird dann so verändert, daß sich ein vor dem Spielzug oben liegendes Symbol nach unten dreht.
Diese Art von Drehung ist schon etwas komplizierter und bedarf ein wenig der Übung. Nicht verzweifeln, auch wenn am Anfang alles konfus aussieht. Ach ja, auf dem Boden spielt sich "Trini" deshalb am besten, weil man von von oben herab eine besseren Überblick hat und wirklich alle drei offenen Würfelseiten sieht.
"Trini" ist ein keine Eintagsfliege, sondern ein Spiel mit Tiefgang, an dem Liebhaber von abstrakten Taktikspielen lange ihre Freude haben werden. Und ein schönes, ja sogar edles Spiel ist es gleichermaßen. Allerdings eines, bei dem sie mit rund 90 Mark auch ordentlich viel Geld hinlegen müssen.
Edwin Ruschitzka
"Trini", ein abstraktes Taktikspiel für zwei bis vier Personen ab zehn Jahren, erschienen bei Hiku-Spiele, ist nicht in jedem Laden zu haben. Direktbestellungen sind unter der Adresse Hiegemann & Kumpernaß GmbH, Holbeinstraße 7, D-53175 Bonn möglich. Das Spiel kostet 89 Mark zuzüglich der Versandkosten.
Martin Radtke <Der24er@aol.com> 18.02.2001 05:22:
Hallo und "sorry"
ich habe einen Fehler gemacht und zu früh die Eingabetaste gedrückt, als ich nach mienem Spiel "Trini" gesucht habe.
Martin Radtke <Der24er@aol.com> 18.02.2001 05:29:
Hallo,
mein Name ist Martin Radtke,
Autor des Spieles Trini,
Nach meinem Fehler von grade, den Inhalt der Rückmeldung zu früh abgeschickt zu haben, würde es mich interessieren ob es Leute gibt, die sich ungeachtet meiner Person und meiner unzulänglichkeiten im Umgang mit onlinefunktionen, mit "TRINI" vertraut sind ?
MFG Martin Radtke