Schon beim Titel gerät man ins Stolpern: WIJOKAPRE? Letztlich nur ein Hinweis auf das Herkunftsland des Spieles, der Name enthält die Anfangsbuchstaben der Städte WIndhoeck, JOhannesburg, KApstadt und PREtoria.
Das Spiel führt seit einigen Jahren schon ein erfolgreiches Nischendasein mit beachtlichen Auflagezahlen. Ohne Werbung nur über Mundpropaganda werden Jahr für Jahr rund 5000 Spiele verkauft. Dabei bietet "Wijokapre" nichts anderes als eine Variante der bekannten Ablegespiele á la "Ligretto", aber eine gut funktionierende.
Im Ökotouch, in einer kleinen gelben Schachtel oder eine Holzkiste verpackt, kommen die grafisch einfach gestalteten Spielkarten daher. Jeder Spieler erhält einen Kartensatz mit 40 Karten. Drei davon werden offen ausgelegt, daneben kommt ein Zehnerstapel, die restlichen 27 Karten bilden den Handstapel.
Gleichzeitig versucht man nun in der Mitte des Tisches Farbstapel von 1 bis 10 abzulegen. Benutzt werden dazu die drei offenen Karten und die oben liegenden Karten des Hand- und Zehnerstapels. Gibt es keine Möglichkeit zum Ablegen, darf man immer die vordere Karte des Handstapels nach hinten stecken. Sobald eine der drei offenen Karten abgelegt werden kann, wird durch den Zehnerstapel ergänzt.
Spielziel ist es, den Zehnerstapel abzubauen. Gelingt dies einem Spieler, endet die Spielrunde sofort. Bei den Mitspielern zählen die übrigen Karten des Zehnerstapels in doppelter Wertung als Minuspunkte, alle abgelegten Karten zählen Pluspunkte. Gespielt wird, bis ein Spieler 100 Punkte erreicht hat.
"Wijokapre" gehört zu den fetzigen und schnellen Ablegespielen und ist als Alternative zu den Klassikern wirklich empfehlenswert, zumal man mit dem Kauf des Spieles die evangelische Stadtmission im Südlichen Afrika unterstützt, die einen Teil des Gewinns erhält.
Wieland Herold
"Wijokapre", ohne Autorenangabe, für 2 bis 4 Spieler ab 8 Jahren¸Vertrieb über Wijokapre-Spielkarten, Kirchweg 19, 26629 Großefehn, kostet incl. Versand ca. 20 DM (in der Holzkiste: 30 DM).