Spielbesprechung
Für die einen ist es etwas ganz tolles, neues und für die ältere Generation ein alter Hut. Gemeint sind Neuauflagen alter Titel. Die Erben von Hoax wurden 1981 unter dem Titel "Hoax" schon einmal veröffentlicht.
In der deutschen Neuauflage sind nach Volker Hesselmann die Regeln leicht verändert. Ich werde jetzt nicht anfangen, was denn verändert wurde. Das Spiel hat Potential. Dieses wird je nach Spielrunde freigelegt oder bleibt verschüttet.
Bei Hoax zieht jeder Spieler geheim eine Charakter-Karte. Jeden Charakter gibt es im Spiel zweimal. Im Verlauf einer Spielrunde muß man versuchen herauszubekommen, wer die anderen sind und diese entlarven. Wer am längsten in der Spielrunde bleibt, hat die besten Chancen auf den Sieg.
Um Informatioen über die Mitstreiter zu erhalten gilt es, dreierlei Dinge (Wein, Gold, Brot) zu sammeln und diese dann gegen Informationen einzutauschen. Dafür darf man in jede vertretende Rolle im Spiel schlüpfen. Der Mönch als Beispiel darf sich zwei Wein nehmen oder eine Kollekte von den Mitspielern einsammeln. Doch aufgepaßt, jedesmal wenn ein Spieler in eine Rolle schlüpft, können die andern Mitspieler ihn dabei anzweifeln. Haben sie recht, so darf der Spieler ab jetzt diese Rolle nicht mehr einnehmen. Haben die Mitspieler Unrecht und es war der korrekte Charakter, dann scheidet der jeweilige Spieler mit einer Trostpunktzahl aus der laufenden Runde aus und wartet auf den Beginn der Neuen.
Nach und nach scheiden auch alle anderen Spieler aus und der letzte geht mit einer fetten Punktezahl in die nächste Runde.
Die meiste Freude hat man mit fünf bis sieben Spielern. Aber auch nur dann, wenn nicht jede Tat gleich angezweifelt wird. Das Spiel zieht sich dann solange hin und man verliert schnell die Lust, allzu lange zu spielen. Die meisten Partien beinhalteten viele Diskussion über das Vertrauen eines Spielers. Was zwar sehr amüsant ist und den Abend nicht schlechter macht, jedoch ein Schwachpunkt im Spiel ist.
Hoax muß in einer ruhigen Runde erklärt und gespielt werden, dann werden weitere Spiele viel Freude bereiten. Wenn auch nicht für alle in der Runde. Schließlich kann nur einer gewinnen!
Spielidee *****
Anleitung ***
Glücksfaktor ***
Spielmaterial *****
Unterhaltungswert ****
Die Erben von Hoax von Volker Hesselmann, (Hoax: Jack Kittredge, Bill Eberle, Ned Horn, Peter Olotka), Grafik: Georg von Westphalen, 4-8 Spieler ab 12 Jahren, Spieldauer ca. 60 Minuten, Spielzeit! Verlag (1999), Preis ca. 20 DM
Tara Tobias Moritzen